The Transporter Refueled (2015)

The Transporter Refueled (2015)

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  3. 96 Minuten

Filmkritik: Fast and Fury Road

Sophie Marceau, kännsch?
Sophie Marceau, kännsch? © JMH

Keine Namen. Keine Fragen. Keine Planänderungen. Das sind die einzuhaltenden Regeln, wenn man mit Frank Martin (Ed Skrein) ins Geschäft kommen will. Der toughe Ex-Söldner hat sich darauf spezialisiert, für seine Auftraggeber Ware im Auto von A nach B zu transportieren. Und in diesem Business ist er der Beste des Faches, der auch ordendlich dreinschlagen kann, wenn's denn notwendig ist. Das hat er wohl von seinem Papa (Ray Stevenson), einem feschen Alleskönner, der nur vordergründig für eine französische Mineralwasserfirma um die halbe Welt gereist ist.

Willkommen ims Schwiiz!
Willkommen ims Schwiiz! © JMH

Dumm nur, dass sich der alte Herr von vier schönen jungen Frauen entführen lässt. Deren Anführerin Anna (Loan Chabanol) fordert von Frank, sie bei ihrem Plan zu unterstützen, wenn er seinen Vater lebend wiedersehen möchte. Woraus dieser Plan besteht, weiss Frank zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau, aber er beinhaltet jede Menge gefährlicher Verfolgungsjagden, Schiessereien und Kampfeinlagen. Bald wird ihm klar, dass sich die vier Girls mit einem Gegner angelegt haben, der nicht so richtig gerne mit sich spassen lässt.

2015! Das Jahr der glorreich weitergeführten Actionfranchises: Mad Max, James Bond, Mission: Impossible, Terminator, Fast & Furious... Und dann serbelt da auch noch die Transporter-Marke vor sich hin und versucht, das gesättigte Publikum hinter dem Ofen hervorzulocken. Vergebens. Die Konkurrenz ist einfach in jeder Hinsicht überlegen. Und mit Jason Statham ist auch noch der letzte Trumpf abgesprungen und zur Konkurrenz übergelaufen. Immerhin: Eine ordentliche Story und Inszenierung retten den Film vor dem totalen Absturz. Action-Junkies können sich damit die Wartezeit zum neuen Bond-Film überbrücken.

Es gibt so einige Gemeinsamkeiten zwischen der Fast-&-Furious- und der Transporter-Reihe. Beide starteten fast gleichzeitig. Beide haben einen glatzköpfigen Protagonisten, der sich trotz schauspielerischer Limiten zur Aktion-Ikone gemausert hat. Beide bieten satte, nicht besonders anspruchsvolle Action für Autofans. Und beide schienen ihren Zenit längst überschritten zu haben. Während aber die Reihe um Vin Diesel einen wundersamen Turnaround geschafft und sich zur kassenträchtigen Actionmarke weiterentwickelt hat, ist das französische Pendant einige Jahre im Hintertreffen. The Transporter Refueled ist ungefähr das, was Tokyo Drift für die Furious-Reihe war: der erste Film, der ohne den charismatischen Hauptdarsteller auskommen muss und stattdessen einen "No Name" aufs Publikum loslässt.

Ein Transporter ohne Jason Statham - kann das gutgehen? Nein, nicht wirklich. Auch wenn sein Ersatz zumindest hierzulande kein völliger Nobody ist: Ed Skrein ist Schweizer Kinofans als Oberwikinger in Northmen ein Begriff. Doch dem Vergleich mit "The Stat" kann der schmächtig wirkende Engländer dennoch kaum standhalten, hat er doch nicht annähernd dessen starke Leinwandpräsenz. Apropos Leinwandpräsenz: Auch "unser" Anatole Taubman darf als Sub-Bösewicht noch kurz sein Gesicht in die Kamera halten. Leider blüht ihm nach einer knappen Minute Screentime das Schicksal, das den allermeisten Sub-Bösewichten in Filmen dieser Art halt blüht.

Aber zurück zum Film: Ob Absicht oder nicht, ein wenig erinnert der Plot mit den Mädchen, die sich von den Fängen eines rücksichtslosen Gangsters befreien wollen, an Mad Max: Fury Road. Nur leider schlechter. Was bei George Millers Film zu Recht als feministisches Statement gefeiert wurde, ist hier bloss Männerphantasie. Denn vier Mädels in blonden Perücken mit einer Knarre in der Hand alleine geht leider noch nicht als Emanzipation durch. Auch wenn sie sich noch so sexy küssen.

Doch genug der sarkastischen Worte und zurück auf den Boden der Realität. Dort bietet The Transporter Refueled in etwa das, was man von dem Film hat erwarten können: flache Charaktere und hohle Dialoge, aber auch einige passabel inszenierte Kämpfe und Verfolgungsjagden. Also genau das, was schon die Vorgängerfilme der Reihe geboten haben. Zudem ist die Story für einen Film dieses Genres eigentlich ganz ok. Einige Logiklöcher enthält sie, gewiss, doch mal ehrlich, da ist man sich vom Genre schon einiges gewohnt. In dieser Hinsicht wenigstens braucht sich der Film nicht hinter dem aktuellsten Fast-&-Furious-Ableger zu verstecken. Nur dass dieser eben jetzt auch noch Jason Statham hat. Das Leben ist nicht fair!

/ ebe

Kommentare Total: 3

db

Ein weiterer copy-paste Transporter Streifen, den man in einer besseren Version bereits mit Jason Statham gesehen hat. Hier ist es einfach ein überraschungsloser, linearer und mässig interessanter Actionstreifen der sich nahtlos in die lange Reihe der unnötigen sequels/remakes/reboots einreiht, die wir in den letzten Jahren gesehen haben.

bloodout

Ehrlich gesagt,hatte ich Zweifel an diesem ,Mit Neuem Haupdarsteller etc.Film,da ich sowiso kein Freund von ,Fortsetzungen und Sequels bin.
Doch bei diesem Film wurde ich eines Besseren belehrt.
Am Meisten hatt mir die Besetzung des Transporters gefallen ,kommt Super Cool rüber dieser Ed Skrein !
Auch Ray Stevenson ist ein echt gut Ausgesuchter Darsteller !
Die Action ist (die Stunts )mit Dem Modernen Audi R8 Geil ,die Story ist auch Speziell mir Hat der Film Spass gemacht,Ein Gelungener Action Film ,gäbe es Mehr Solcher Filme Denke ich würden auch mehr Leute an diesem Genre Ineressiert sein !
Tja was wäre die Action-Film Welt ohne Luc Bessons Action Schmiede!
Danke Luc !

ebe

Filmkritik: Fast and Fury Road

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