Shark Lake (2015)

Shark Lake (2015)

Filmkritik: Haiaiai, so ein Quatsch!

Das Buffet ist eröffnet!
Das Buffet ist eröffnet! © Studio / Produzent

In Lake Tahoe, einem kleinen Städtchen im amerikanischen Nirgendwo, tummeln sich jedes Jahr die Touristen am See, trinken und feiern zu viel und halten so die örtliche Polizei auf Trab. Aktuell haben es die Cops mit einer Bärenattacke zu tun, bei der ein älterer Mann einen ganzen Arm verloren hat. Doch Detective Meredith Hernandez (Sara Malakul Lane) traut dem Ganzen nicht, es fehlen ihr schlichtweg die Pfotenabdrücke im Sand, so dass sie der Geschichte mit dem Bären nicht traut. Und siehe da, sie hat ein feines Näschen bewiesen, hat doch nicht ein Bär den Senior angeknabbert, sondern ein waschechter Haifisch!

Ja, wir sind in einem Scheissfilm!
Ja, wir sind in einem Scheissfilm! © Studio / Produzent

Was nun? Ein ausgewachsener und gefrässiger Mörderhai im kleinen See, die Touristen am Feiern und die Leichen mehren sich? Genau, die Cops holen den unsympathischen Clint (Dolph Lundgren) ins Boot, der vor seiner Gefängnisstrafe mit exotischen Tieren gehandelt hat und ausserdem ein kräftiger Mann mit grossem Mut ist. Dass dieser aber vor Jahren selber den Hai aus Versehen im See freigelassen hat, wird erstmal nicht erwähnt... Nun aber ist sein kleines Töchterchen in Not und gemeinsam mit der Polizei muss der vorbestrafte Daddy versuchen, die Menschen in Lake Tahoe vor einem bissigen Fisch zu retten. Dummerweise ist das aber nicht die einzige Bedrohung...

Wer sich Shark Lake freiwillig anschaut, muss echt einen an der Waffel haben. Inzwischen sollten auch die grössten Haifisch-Fans gemerkt haben, dass der "böse" Jäger der Meere in solchen Produktionen nur verhunzt werden kann. Denn genau das passiert in Shark Lake, wo sich der Hai zudem mit unsäglich schlechten Darstellern abgeben muss und man sich als Zuschauer insgeheim auf seine Seite schlägt. Möge er den Schrott am Strand doch voller Freude verspeisen! (Dolph Lundgren selbstverständlich ausgenommen...)

Selbst die C-Produktionen haben inzwischen erkannt, dass man mit Haifischen Filme machen kann, indem man sie auf Touristen und unschuldige Menschen loslässt. In Shark Lake treibt man es aber auf die Spitze in Sachen schlechter Produktion, dämlicher Dialoge und miesem Schauspiel. Das hätte Actionstar Dolph Lundgren, der immerhin 2018 in Aquaman eine kleine Rolle inne hat, eigentlich gar nicht (mehr) nötig. Ausser natürlich, der Hühne hat einen solch ausschweifenden Lebensstil, dass er immer auf der Suche nach dem nächsten Dollar ist. In Shark Lake muss er dafür aber nicht viel tun.

Die Story um den Hai im See ist alt und ausgelutscht. Zumal es Shark Lake nie gelingt, eine richtige Bedrohung aufzubauen. Dafür fehlt es schlichtweg an Budget und an Können. So "steht" die bedrohliche Flosse auch mal gerne einfach im Wasser, während die Menschen an Land schreien und rennen. Die seltenen Hai-Aufnahmen sind zwar ansprechend, aber zeigen halt einfach einen willkürlich ausgewählten Fisch, der um eine Kamera schwimmt. Sobald die Interaktion mit den Darstellern vonnöten ist, wählt man den billigsten und einfachsten Weg, was nicht nur lachhaft aussieht, sondern einfach nur schlecht ist.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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