Minions (2015)

Minions (2015)

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  2. 104 Minuten

Filmkritik: Wo ist die Banana!?!

Zu Disney?
Zu Disney? © Universal Pictures Switzerland

Die kleinen gelben Minions gibt es seit Anbeginn der Zeit. Immer wieder folgten sie dem grössten Schurken, den sie kannten und immer wieder bereiteten sie mit ihrer Dusseligkeit dieser Partnerschaft ein plötzliches Ende. Als sie sich in einer Höhle verstecken, wird zwar das gesellschaftliche Leben mittels Häuserbau und sportlicher Tätigkeit aufrechterhalten, aber so richtig Spass haben die Minions nicht mehr. Im Gegenteil, die Langweile wird so gross, dass das kleine Völkchen kurz vor dem Aus steht. Zum Glück melden sich drei Artgenossen - Kevin, Bob und Stuart - und machen sich auf, um in der grossen weiten Welt nach einem neuen Anführer zu suchen.

Ooh, Papagena!
Ooh, Papagena! © Universal Pictures Switzerland

Dabei treffen sie anfänglich auf eine etwas schräge Familie, die sie aber zur grossen "Villain Con" nach Orlando bringt. Dort tritt auch Scarlet Overkill (Stimme: Sandra Bullock) auf, die auf der Suche nach Helfern ist. Kevin, Bob und Stuart überzeugen die Bösewichtin und bekommen ihren ersten Auftrag - der Diebstahl der Krone von Königin Elizabeth von England. Und während nun die drei Minions ihrem Auftrag folgen und diesen nicht ganz sinngemäss umsetzen, wurden die restlichen Minions in der Höhle kontaktiert, und die machen sich nun in grosser Anzahl auf, England zu besuchen.

Keine Frage, Minions wird das Publikum auf der ganzen Welt in den Bann ziehen und Begriffe wie "Banana" oder "Mello" zum Trend machen. Ganz nüchtern betrachtet, ist der Film jedoch eine nur bedingt lustige Angelegenheit, die damit kämpft, dass man die (sehr) hohen Erwartungen nur zum Teil erfüllen konnte. Für ein paar Lacher reicht's aber allemal...

In Despicable Me waren sie die lustigen Randfiguren, die den Hauptcharakter immer wieder auf witzige Art und Weise unterstützten. Im Sequel Despicable Me 2 stahlen sie ihrem Boss Gru die Show, und so überrascht es nicht, dass 2015 die Minions ihren ersten eigenen Film bekommen. Angesiedelt als Prequel und mit den drei kurrligen Kerlchen Bob, Stuart und Kevin in der Hauptrolle, wird ein Angriff auf die Lachmuskeln gestartet.

Allerdings, und das vorneweg, kämpft auch Minions mit dem Problem, dass die Protagonisten zwar herrlich als Sidekicks funktionieren, jedoch als Hauptfiguren schlichtweg nicht genügen. Daraus ergeben sich mitunter Szenen und ganze Handlungsstränge, die nicht klappen und die das Publikum erstaunlich regungslos im Saal zurücklassen. Da hatte man bei Despicable Me 2 einiges mehr zu lachen...

Was aber in Minions funktioniert, ist der Einstieg in den Film. Die leider schon aus dem Trailer bekannten Sequenzen mit dem T-Rex, Dracula oder Napoleon sind lustig, frech und hätten durchaus noch mit ein paar weiteren Beispielen garniert werden können. Überhaupt, die erste halbe Stunde ist richtig toll und wird (in der Originalfassung) von Geoffrey Rush als Sprecher gelungen begleitet. Danach, wenn die eigentliche Story des Films startet, vermag man das Tempo und die Gagdichte schlichtweg nicht mehr zu halten.

Wer Minions übrigens komplett geniessen möchte, muss nach dem Abspann einfach noch sitzen bleiben. Und zwar solange, bis der ganze Film durch ist. Da hat's am Ende noch was...

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 9

lafrecciablu

Mir gefielen sie auch ausserordentlich in den beiden Despicable Me-Teilen. Leider war meine Skepsis sehr gross, als ich davon hörte, dass nun ein Film nur mit ihnen in der Mache war. Ein ganzer Film mit ihren dummen Spässen klang doch arg an der Schmerzensgrenze. Leider verstehe ich die mittelmässigen Bewertungen. Die Minions bleiben hinter den Erwartungen (auch den wenigen) deutlich zurück. Man kann zwar ein paar Male herzhaft lachen, doch in der Regel eher ein müdes Schmunzeln. Die Geschichte um die Suche nach einem Schurken gibt leider wenig her. Die anfänglichen missratenen Versuche, den ultimativen Bösewicht zu finden, sind ja herzig, aber wenn man sie im Trailer gesehen hat, dann hat man sie gesehen. Es kommt nicht viel mehr dazu im Film. Zudem war die Scarlet Overkill-Figur sowas von nervend und überhaupt nicht interessant, dass es der Geschichte nur geschadet hat. Selbst die wenigen Minuten, wo der junge Gru auftaucht, verspürt er mehr "Charisma" als diese fade Obergaunerin. Weil ich sie trotzdem liebe, diese gelben Wichte, gibt es noch einen Extra-Stern, sonst wäre es eher ein 2-Stern-Filmchen.

st_ba

Ich fand die Minions super in Despicable Me. Leider waren die Macher nicht kreativ genug um deren Rolle auf einen kompletten Film auszudehnen. Minions bleibt platt, langweilig, mag nur selten zu unterhalten und bleibt damit hinter den Erwartungen zurück. Immerhin gibt es ein paar Lacher. Dieses mal leider nicht für "Gross und Klein", sondern nur für "Klein":

nna

@Reptile

Stimmt wohl, dass das Alter damit nicht viel zu tun hat. Aber die Zielgruppe sind bestimmt nicht Männer in meinem Alter ;). Ich hatte mich ja echt auf den Film gefreut, aber für mich wars irgendwie nicht das Richtige. Naja, gibt ja en Huuffe andere Filme, die mir gefallen :D.

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