Last Knights (2015)

Last Knights (2015)

  1. ,

Filmkritik: 47 Clives and Owens

Er lässt sich nicht kaufen!
Er lässt sich nicht kaufen!

Lord Bartok (Morgan Freeman) ist ein Herr zur mittelalterlichen Zeit. Da er keine eigenen männlichen Nachkommen in Welt setzen konnte, hat der Meister den Kommandanten seiner siebten Garde, Raiden (Clive Owen), als seinen Erben eingesetzt. Als der Gesandte des Kaisers, ein schmieriger Typ namens Gezza Mott (Aksel Hennie), nach Bestechungsgeschenken verlangt, hat Lord Bartok seine eigenen Ansichten. Er überreicht ein unwürdiges Geschenk und bedroht den Gesandten mit dem Schwert. Das führt, der Kaiser entscheidet das, zum unvermeidlichen Todesurteil. Dieses soll, so Gezza Mott, von Raiden persönlich an seinem Meister und väterlichem Freund durchgeführt werden.

Ach wie schööön
Ach wie schööön

Ein Jahr später ist Raiden noch immer ein Schatten seines früheren Ichs und zum Säufer geworden. Die siebte Garde hat sich verstreut, und der Kaiser, respektive der Berater Mott, kann machen, was er will. Wer aber denkt, dass die Gruppierung um Raiden die Vorfälle von damals vergessen hat, der irrt. Nach und nach finden sich die edlen Krieger zusammen und planen einen grossen Angriff. Angeführt von Raiden höchstpersönlich, wollen sie Gerechtigkeit und den Namen ihres Meisters reinwaschen.

Last Knights überrascht mit einer schönen Geschichte und guten Charakteren. Es wird kein tumbes Gemetzel präsentiert, sondern die drei Hauptcharaktere haben Fleisch am Knochen und somit auch ein wenig Tiefe bekommen. Dass die richtige Action erst gegen Ende losgeht, ist bei der Adaption einer bekannten Geschichte natürlich keine Überraschung. Trotzdem hält sich der Film gut, obwohl einige Längen im Mittelteil "überstanden" werden werden müssen, und er bietet angenehm spannenden Inhalt und gute Figuren.

Clive Owen haben wir länger nicht mehr in grossen Produktionen gesehen. Der Mann, der einst sogar für James Bond in Frage kam und mit Filmen wie Killer Elite und Shoot 'em Up das Kinopublikum erreichte, hat in letzter Zeit mehrheitlich TV gemacht (die Serie The Knick) und in Filmen mitgewirkt, die nicht vors grosse Publikum kamen. Das gilt auch für seine neueste Produktion, das Ritterabenteuer Last Knights, dem ein gross angelegter Kinostart verwehrt geblieben ist und das hierzulande nur fürs Heimkino veröffentlicht wird. Zu Unrecht!

Die Story vom gefallenen Ehrenmann, der den Namen seines Meisters reinwaschen will, tönt bekannt. Das hatten wir doch erst grad bei 47 Ronin in ähnlicher Form. Und tatsächlich, Last Knights ist eine weitere Adaption dieser Legende um ein kleines Häufchen Krieger, das seinen Meister rächen will und einen Kampf austrägt, den es eigentlich nicht zu gewinnen gibt.

Neben Clive Owen, der eine souveräne Vorstellung gibt und neben den physischen Aktionen sogar noch etwas schauspielern darf, zeigen auch Altstar Morgan Freeman und Aksel Heinnie (Hercules, The Martian) gute Vorstellungen. Vor allem der Mann aus Norwegen gibt einen richtig schleimigen Charakter ab, der es ohne Probleme zum grossen Widersacher des (tragischen) Helden schafft.

/ muri

Trailer Englisch, 02:30