Lake Placid vs. Anaconda (2015)

Lake Placid vs. Anaconda (2015)

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  3. 92 Minuten

Filmkritik: Freddy auf Abwegen

Ring frei!
Ring frei! © Sony Pictures Home Entertainment

Was passiert wohl, wenn man ein riesiges und aggressives Krokodil mit einer übernatürlich grossen Anaconda kreuzt? Genau das will eine Pharmafirma rausfinden und hat nun, Wilderer Bickerman (Robert Englund) sei Dank, die Möglichkeit dazu. Da aber beim Experiment alles in die Hosen geht, kann nicht nur das Riesenkrokodil, sondern auch gerade noch die gigantische Schlange entweichen. Auf ihrem Weg machen die Viecher alles platt und fressen alles auf.

Guten Appetit!
Guten Appetit! © Sony Pictures

Im kleinen Städtchen Lake Placid hat Frau Sheriff Reba (Yancy Butler) alles im Griff, wird nun aber (erneut) mit übergrossen Monstertieren konfrontiert. Sie holt sich Tull (Corin Nemec) ins Team, der nicht nur weiss, wie er die Krokodile einfangen muss, sondern sich auch noch Sorgen um seine Tochter macht, die mit ihrer Mädchengruppe am Strand eine gute Zeit verbringen will. Als aber dann die blutigen und tödlichen Angriffe der Krokodile beginnen, geht das grosse Schreien und Wegrennen los. Die Pharmaleute wollen ihr Experiment einfangen, die Mädchen vom Strand sich retten und der Sheriff für Ordnung sorgen. Ein unmögliches Unterfangen in diesem Tier-Chaos.

Man glaubt es kaum, aber Lake Placid vs Anaconda ist nicht der Abschluss der Lake Placid-Reihe. 2018 wurde mit Lake Placid: Legacy nochmal eine Produktion erstellt, die hoffentlich besser ist als dieser Unfug. Dieses Trash-Spektakel mit schlechten Special Effects lässt die menschlichen Schauspieler alt aussehen. Trotzdem ist es recht witzig.

Man nehme mit Lake Placid und Anaconda zwei Filmreihen, die zwar mit jeder Fortsetzung mieser und trashiger wurden, aber immer einen gewissen Unterhaltungswert hatten, mixe die beiden Hauptviecher zusammen und lege noch ein paar schräge Spezialeffekte obendrauf. Voilà, schon ist er da, der Cross-Over-Monster-Mash Lake Placid vs Anaconda!

Um diesen sympathischen Schmarren auch unter die Leute zu bringen, wurden (Ex-)Stars angeheuert, die vor längerer Zeit mal erfolgreich waren und heute froh sind, noch in irgendwelchen C-Filmchen gecastet zu werden. Yancy Butler ist so eine Dame, welche aber schon in Lake Placid 3 und Lake Placid: The Final Chapter als Frau Sheriff unterwegs war. Besser kennen wir die Dame aus der TV-Serie Witchblade, von der 2001 ein paar Folgen gelaufen sind. Hier griefen ihr unter die Arme: Parker Lewis-Corin-Nemec, der in Perlen wie Sand Sharks schon sein Flair für Trash beweisen durfte. Gut gelaunt entdecken wir auch A Nightmare on Elm Street-Freddy Robert Englund, der mit Augenbinde und künstlichem Arm und Bein schon rein optisch was zu bieten hat.

Wer bei Lake Placid vs Anaconda auf eine intelligente Story hofft, der hat entweder noch keinen Film der Reihe gesehen oder stellt sich auch sonst etwas naiv an. Zu erzählen gibtes nämlich faktisch nichts. Alle Versuche, eine Storyline zu starten, werden mit dem Auftauchen der Viecher geplättet und das Ganze verkommt zum reinen Effektspektakel, wobei das so schlecht und hausgemacht ist, dass es schon wieder eine Freude ist, dem Ganzen Quatsch zu zuschauen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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