Filmkritik: Im Weltall hört dich niemand schnarchen

40th Toronto International Film Festival
"Eimal Piña Colada, bisserguet"
"Eimal Piña Colada, bisserguet" © Studio / Produzent

Yoko Suzuki (Megumi Kagurazaka) ist ein weiblicher Android, der als Paketbote durchs All fliegt. Ihr Raumschiff sieht aus wie Bungalow, und sie scheint darin auch zu wohnen. Eines Tages möchte Yoko aus Langeweile wissen, was sich in den verschiedenen Paketen in ihrem Raumschiff so befindet - und so macht sie eines auf. Viel Spektakuläres findet sie darin aber nicht. Und so geht sie weiter ihrer Aufgabe nach und bringt die Pakete an ihre meist nicht menschlichen Adressaten.

Shion Sono ist bekannt für seine kontroversen Filme wie Suicide Circle, Guilty of Romance oder seinen umjubelten Vierstünder Love Exposure. So lange ist The Whispering Star auf dem Papier zwar nicht, doch fühlt er sich ohne Frage so lange an. Sono hat hier einen äusserst langweiligen Schwarzweiss-Schnarchfilm für Hardcore-Arthäusler inszeniert. Hier passiert kaum was, und verpassen tut man deshalb gleich viel. Wenn der Bordcomputer jeweils Buchstaben- und Nummernkombinationen vorliest, wird dies zur Belastungsprobe für das Nervenkostüm. Als Belohnung gibt es dann am Ende... den Abspann.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. Twitter
  5. Letterboxd