Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft (2015)

Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft (2015)

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Filmkritik: Ohne Waalkes geht's nicht!

Hollderadio!
Hollderadio!

Felix (Oskar Keymar) ist neu an der Otto-Leonhard-Schule und muss bald merken, dass nicht nur die Kids ein wenig anders ticken als am alten Ort, sondern auch dass die Rektorin und Lehrerin Dr. Schmitt-Gössenwein (Anja Kling) besonders streng daher kommt. Um Anschluss in der Klasse zu finden, muss Felix eine Mutprobe abhalten, die ihn in den verbotenen Bereich der Schule führt. Dort wird er von seiner Lehrerin ertappt, die aber dann auf wundersame Weise schrumpft und fortan im Handtaschenformat rumläuft.

Der lebendige Wecker
Der lebendige Wecker

Wie genau das Felix gemacht hat, weiss er selber nicht. Hatte etwa der Geist des Schulgründers (Otto Waalkes) seine Hände im Spiel? Wenn das nicht schon ein grosses Problem wäre, hat auch noch der Schulrat (Justus von Dohnanyi) beschlossen, die Schule nur noch Kindern elitärer Familien zugängig zu machen. Das muss verhindert werden, ist jedoch für Felix mit der kleinen Lehrerin im Rucksack eine Nummer zu gross. So müssen sich die Schüler zusammenraufen und ihre Schule retten!

Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft macht vieles richtig und überrascht mit einer flotten Umsetzung der einfachen Geschichte, die von guten Darstellern getragen wird. Zwar ist nicht alles Gold was glänzt, aber fürs junge Zielpublikum gibt es einiges zu sehen und zu lachen. Da darf man auch einmal ein Auge (oder mehrere) zudrücken, wenn's inhaltlich Schwächen hat.

Regisseur Sven Unterwaldt hatte 2004 mit 7 Zwerge einen Kassenhit, der fortgesetzt wurde und Unterwaldt über die Landesgrenzen bekannt machte. Damals spielte Komiker Otto Waalkes eine der Hauptrollen, und für den lustigen Ostfriesen ist auch in Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft Platz. Zwar nur in einer kleineren Nebenrolle, aber immerhin einer lustigen.

Natürlich denkt man bei Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft sofort an die Disneyfilme mit Rick Moranis, Honey, I shrunk the Kids. Und dieser Vergleich ist gar nicht so schlecht, denn beide Filme bedienen sich einer einfachen Story und lassen Darsteller mittels gut gemachter Effekte schrumpfen und als Miniaturen durch die Gegend rennen. Im Film hier ist dies Anja Kling, die einmal mehr beweist, dass sie nicht nur ernst und dramatisch, sondern auch richtig witzig agieren kann. Sie ist dann auch das Highlight dieses Films, in dem die Kids ihre Rollen auch gut bändigen, aber halt gegen die Kling hinten anstehen müssen.

Natürlich ist auch bei Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft nicht alles wunderbar und perfekt. So bietet die eigentliche Story nicht viel Neues und lässt keine Fragen offen, wie der Ausgang schlussendlich sein dürfte. Ausserdem sind ein paar Sequenzen etwas in die Länge gezogen worden, aber immerhin gibt es einiges zu grinsen und der Unterhaltungsfaktor liegt, vor allem Anja Kling sei Dank, angenehm hoch. Der aus Männerherzen bekannte Justus von Dohnanyi ist ihr aber diesbezüglich auf den Fersen.

/ muri