Happy Hour (2015/V)

Happy Hour (2015/V)

  1. 315 Minuten

Filmkritik: Sitzfleisch statt Sushi.

68° Festival del film Locarno 2015
Schönes Panorama.
Schönes Panorama.

Vier Freundinnen leben in Kobe. Akari (Sachie Tanaka) arbeitet als Krankenschwester. Sakurako (Hazuki Kikuchi) ist Hausfrau und Mutter eines Sohnes. Fumi (Maiko Mihara) leitet eine Kunst-Galerie. Und Jun (Rira Kawamura) möchte sich von ihrem Mann scheiden lassen. Als Jun dies den anderen drei nach dem Besuch eines Gschpürschmi-Workshops erzählt, sind alle erstaunt. Doch sie unterstützen Jun beim Gang vors Gericht. Bei einer gemeinsamen Entspannungsreise in die Arima Thermaquellen verschwindet Jun jedoch spurlos. Das Leben der andern gerät aus den Fugen.

Mit mehr als fünf Stunden Laufzeit strapaziert Ryusuke Hamaguchi die Geduld, und statt eines Kinobesuches wäre die Umsetzung als TV-Serie für diese Erzählung vier moderner Frauen in Japan wohl angebrachter. Wenn minutenlang aus einem Buch vorgelesen, an Bauchdecken gehorcht und in Restaurants herumgesessen wird, in denen es keine Bedienung zu geben scheint, merkt man, wo die Zeit vertrödelt wurde. Die Aktricen mit ihren Männerproblemen packen trotzdem. Wie eine Folge Mistresses - natürlich die BBC-Version - einfach nach Kobe verpflanzt.

/ rm