Goosebumps (2015)

Goosebumps (2015)

Gänsehaut
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  3. 103 Minuten

Filmkritik: Bücher und ihre monströsen Inhalte

Die "Helden"
Die "Helden"

Zach (Dylan Minnette) zieht mit seiner Mutter ins langweilige Kaff Madison, Delaware. Mutti hat den Rektorenposten der örtlichen Schule übernommen und Zack muss sich an neue Abläufe gewöhnen. Kurz nach dem Einzug in das kleine Häuschen macht er die Bekanntschaft mit Nachbarin Hannah (Odeya Rush), deren Vater der berühmte Schriftsteller R. L. Stine (Jack Black) ist. Der wiederum ist darum bemüht, dass er und seine Tochter in Ruhe gelassen werden. Das gilt vor allem für neuzugezogene Teenagerbuben...

Boo!
Boo!

Natürlich hält sich Zach nicht an das Verbot, und als er eines Nachts auf der Suche nach Hannah ins Nachbarhaus schleicht, fällt ihm eines der vielen Bücher aus der Hand, die allesamt verschlossen sind. Dieses eine Exemplar jedoch öffnet sich und ein riesiges Schneemonster taucht auf! Auf der Flucht werden noch mehr Bücher versehentlich geöffnet, so dass die Kleinstadt bald von unzähligen Gruselgestalten überrannt wird. Grund dafür ist Stine höchstpersönlich, der die Monster für seine Romanreihe "Goosebumps" in den diversen Büchern eingeschlossen hatte. Bis jetzt.

Natürlich sind die Bücher weiterhin lesenswert und der Unterhaltungsfaktor mag auch höher sein als beim Goosebumps-Film, aber wer sich auf 100 Minuten interessante Spezialeffekte und teengerechte Story einlassen kann, wird hier nicht enttäuscht. Kein Wunder, dass man (auch nach einem guten Einspielergebnis in den USA) bereits von Fortsetzungen spricht. Bis dahin kann man ja mal wieder eins der Büchlein hervorkramen...

Die Buchhreihe "Gänsehaut", von R. L. Stine geschrieben, erfreut sich noch immer grosser Beliebtheit. Fast 100 solcher Geschichten sind erhältlich und haben den Autor nicht nur reich, sondern auch weltberühmt gemacht. Mittels TV-Serien wurden die Figuren bekannt und Stine hat 2012 sogar wieder angefangen, neue Gruselstories zu schreiben. In Goosebumps, unter der Regie von Rob Letterman (Gulliver's Travels), macht sich Hollywoodstar Jack Black (Tropic Thunder) auf, um allerlei monströse Gestalten zu bändigen - sehr zur Unterhaltung des Publikums.

Dabei ist der Kerli eigentlich gar nicht so sympathisch, sondern überlässt den Löwenanteil des Films dem jungen Dylan Minnette (Prisoners), der zwischen Abenteurer, Actionheld und Romantiker abwechseln muss. Mitsamt der hübschen Odeya Rush (The Giver) geht's dann aber bald los mit den eigentlichen Stars des Films: den Monstern. Ob Schneemensch, brutale Gartenzwerge, blutrünstiger Pudel, gigantische Gottesanbeterin oder rumjaulender Werwolf, der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Alle die Figuren, ob am Computer animiert oder mittels Kostüm vorgetragen, verleihen Goosebumps eine wohlige Dosis Grusel. Kids-Grusel zwar, aber zu gucken und staunen gibt's alleweil etwas.

/ muri