Dragons: Race to the Edge (2015)

Dragons: Race to the Edge (2015)

Filmkritik: Das ändert alles!

Schmusestunde
Schmusestunde © Netflix. All Rights Reserved.

Die Drachenreiter, angeführt von Hicks (Stimme im Original von Jay Baruchel) und seinem Nachtschatten-Drachen "Ohnezahn", haben alle Hände voll zu tun. Nicht nur, dass der böse Dagur ("der Durchgeknallte") aus seiner Zelle ausbricht und neue Kräfte sammelt; der Drachengruppe fällt auch ein ungewöhnliches Instrument in die Hände. Damit lassen sich neue Drachenarten bestimmen und mit dem richtigen Blick durch das Röhrchen ergeben sich neue Erkenntnisse über allerlei Viecher. Dies nehmen Hicks und Kollegen zum Anlass, ihr Forschungsgebiet zu erweitern. Sie errichten eine Drachenbasis, weit entfernt ihrer Heimatinsel Berk.

Das Rohr der Rohre
Das Rohr der Rohre © Netflix. All Rights Reserved.

Doch auf der Insel läuft nicht alles wie erhofft. Rotzbakke nervt mit seiner Arroganz. Die Zwillinge Taffnuss und Raffnuss kriegen nichts auf die Reihe und auch Fischbein hat mit dem Erfassen der neuen Drachen so seine Mühe. Als dann auch noch eine alte Bekannte auftaucht, die Berserker kommen, fremde und riesige Drachen auf der Insel ihren Anspruch geltend machen und sogar einer des Teams in Hypnose fällt (und sich wie der grösste Krieger aller Zeiten aufführt), ist selbst für Hicks und "Ohnezahn" guter Rat teuer. Doch gemeinsam werden die Drachenreiter auch diese Gefahren meistern. Oder?

Dragons: Race to the Edge wagt einen kleinen Schritt weg vom familiären Umfeld der Reihe und lässt die Reiter auf eigenen Beinen stehen. Damit hat man eine vielversprechende Ausgangslage für die nächsten Staffeln, denn da draussen hat es sicherlich noch jede Menge gefährlicher Drachen und böse Gauner, die unseren Drachenreitern an den Kragen wollen.

2010 startete Dreamworks Animation mit How to train your dragon eine Filmreihe, die nicht nur bei den Kids gut ankam, sondern auch durch Machart, Witz und Action bei den gestandeneren Zuschauern Freunde fand. Inzwischen hat die Reihe mit How to train your dragon 2 eine Fortsetzung erhalten und 2018 wird der dritte Teil in die Kinos kommen. Um die Wartezeit zwischen den Filmen so kurzweilig wie möglich zu halten, hat man schnurstracks eine TV-Serie konzipiert, die mit knackigen 25-Minuten-Folgen weitere Abenteuer von Hicks, Fischbein und ihren Drachen erzählt.

Mit Dragons: Race to the Edge geht diese Serie nun bereits in die dritte Staffel und entfernt sich dabei erstmals vom bisherigen Mittelpunkt - der Insel Berk. Die Figuren sind die gleichen geblieben, die Drachen ebenso, aber die Gegner verändern sich stetig. Einmal ist es eine Vielzahl von kleinen Feuerdrachen, dann taucht ein gigantisches Ding auf und zwischendurch ärgert man sich entweder über die eigenen Freunde oder die angreifenden Berserker, die noch immer probieren, neue Drachen zu fangen.

Der Unterhaltungsfaktor mag mitunter nicht ganz so hoch sein, wie bei den langen Kinofilmen, aber die einzelnen Folgen machen trotzdem Freude, weil natürlich die Helden ihre Ecken und Kanten haben, für viel Spass sorgen und mit ihren Drachen die Action auch nicht zu kurz kommt. Denen gehört eh der halbe Applaus, denn Ohnezahn, Hakenzahn und wie sie alle heissen, sind riesige Sympathieträger. Die neuen Arten hingegen sind auch gerne mal etwas gar fantasievoll dargestellt und ein bisschen zu schnell gebändigt, aber das tut dem Spass an der Serie keinen Abbruch.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website