12 Rounds 3: Lockdown (2015)

12 Rounds 3: Lockdown (2015)

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Filmkritik: Du kommst da ned raus!

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Googlen nach der Story © Lionsgate

Nachdem er einige Wochen ausser Dienst war, kehrt Detective John Shaw (WWE-Wrestler Dean Ambrose) ins Büro zurück. Nach den Sitzungen mit dem Stationspsychologen, der den Polizisten nach dem Verlust seines jungen Partners betreute, ist Shaw nun wieder bereit für den aktiven Dienst. Als er nämlich einen USB-Stick findet, auf dem Fotos von dreckigen Cops zu sehen sind, will er das Beweisstück seinen Vorgesetzten überbringen. Doch dort hinter dem Schreibtisch sitzt niemand und ausserdem ist grad Feueralarm auf der Station.

Gugus, da bin i!
Gugus, da bin i! © Lionsgate

Natürlich ist dieser Alarm künstlich ausgelöst worden - von Tyler Burke (Roger Cross), der verhindern will, dass dieser USB-Stick jemals in die falschen Hände gerät, denn die Bilder zeigen Burke selber, der schiefe Geschäfte abwickelt. Er erzwingt einen "Lockdown" (Schliessung des Gebäudes) und macht sich mit seinen Männern auf, um den flüchtigen Shaw zu schnappen. Dieser hat zu seiner Verteidigung gerade mal noch 12 Kugeln ("12 Rounds") in der Pistole und auch sonst wohl keine grossen Chancen, hier lebend rauszukommen. Oder?

12 Rounds 3: Lockdown ist knapp ein B-Movie geworden, dem man anfänglich gerne zuschaut, bei dem man dann aber bald das Interesse verliert. Mit den Vorgängern hat man eh nichts mehr gemeinsam und Hauptdarsteller Dean Ambrose ist zwischen den Ringseilen besser aufgehoben als hier. Angucken auf eigene Gefahr.

2009 liessen die WWE-Studios ihren Superstar John Cena mit 12 Rounds auf die Fans los. Der Actionfilm war genügend erfolgreich für eine Fortsetzung, die mit Wrestling-Kollege Randy Orten als 12 Rounds 2: Reloaded produziert wurde. Scheinbar hat man Gefallen an dieser Reihe gefunden und setzt nun bereits den dritten Wrestler in der Hauptrolle ein - Dean Ambrose, der in 12 Rounds 3: Lockdown in vermeintlich bester John-McClane-Manier gejagt, geprügelt und verfolgt wird.

Eins vorneweg: Dean Ambrose mag als Wrestler durchaus Unterhaltungswert haben, und sein aktuelles Gimmick des "Lunatic Fringe" passt auch zu seinem Auftreten, aber als Darsteller wird es wohl nichts mit der Weltkarriere werden. Selbst in einem solchen B-Film bleibt sein Charakter blass, Ambrose murmelt die Worte mehr, als er sie ausspricht, und wenn er nicht ständig rumrennen müsste, kämen die Vorzüge des Mannes kaum zur Geltung.

Inhaltlich ist 12 Rounds 3: Lockdown leider ebenfalls sehr mager. Ein Cop wird eingeschlossen und durch die verschiedenen Gänge gejagt. Das klappt vielleicht die ersten zwanzig Minuten, wird dann aber schlichtweg langweilig, da die Innovationen fehlen und das Polizeihauptquartier schlichtweg nicht die Möglichkeiten hergibt wie damals der Nakatomi-Tower bei Bruce Willis. Zudem ist mit Roger Cross nur ein Gegenspieler wirklich gefährlich, während sich seine Kumpels mittels einfachsten Schlägen ausser Gefecht setzen lassen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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