Tinker Bell and the Legend of the NeverBeast (2014)

Tinker Bell and the Legend of the NeverBeast (2014)

TinkerBell und die Legende vom Nimmerbiest
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  2. 76 Minuten

Filmkritik: Traue keinem Viech mit grünen Augen

Das bleibt unter uns, gell
Das bleibt unter uns, gell © Walt Disney Studios

Fawn (Stimme von Ginnifer Goodwin) ist eine der Feen von Nimmerland, die sich um die Tierwelt kümmert. Doch während ihre Kolleginnen Mäuschen, Häschen und Vögelchen pflegen und unterrichten, holt sich Fawn regelmässig gefährlichere Tiere in ihr Häuschen. Gerade konnte ihr (noch junger) Falke von den anderen Feen mit grossem Aufwand in seine Familie zurückgegeben werden, da steht schon das nächste Viech vor der Tür. Bei einem Ausflug entdeckt Fawn nämlich ein Geschöpf, das einen Dorn in der Pfote hat und deshalb lautstark rumbrüllt.

Wo ist das Leckerli?
Wo ist das Leckerli? © Walt Disney Studios

Sie nimmt sich des armen Tropfs an, und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Tier und Fee, die eigentlich nicht sein dürfte. Denn beim Tierchen handelt es sich ausgerechnet um das legendäre und mysteriöse "Nimmerbiest", das, gemäss den alten Vorhersagen, für den Untergang Nimmerlands sorgen soll. So muss Fawn ihre Freundinnen, angeführt von Tinker Bell (Stimme von Mae Whitman) um sich scharen, um zu beweisen, dass dieses zähnefletschende Monster mit den grünen Augen doch gar nicht so gefährlich ist. Oder ist es das doch?

Tinker Bell and the Legend of the NeverBeast ist eine solide Produktion, die im Produktionsland Amerika zwar nicht in den Kinos gezeigt wird, aber bei uns den Sprung auf die grosse Leinwand schafft. Dabei dürfen die Kleinen (wohl vor allem Mädchen) mitfiebern, während die älteren Gucker froh sind, dass der Film nur knapp 70 Minuten dauert.

Die Feen-Reihe von Disney hat in den letzten Jahren immer wieder kindgerechte Filme ins Kino gebracht, die vor allem die jüngeren Zuschauer ansprechen sollen. Der Erfolg gibt der Reihe recht, und so kommt nun mit Tinker Bell and the Legend of the NeverBeast der nächste Teil zu uns. Und obwohl die kleine Fee von Peter Pan im Titel namentlich erwähnt ist, spielt Tinker Bell selber doch nur eine Nebenrolle.

Im Mittelpunkt steht Fawn, die natürlich aufmüpfig und stur daherkommt, sich gegen die Regeln von Nimmerland zur Wehr setzt und ihrem Herzen folgt. Dass sie dabei das ganze Land in Gefahr bringt, wird ihr (und dem Zuschauer) erst gegen Ende des recht kurz geratenen Films bewusst. Bis dahin gibt es nette Szenen mit dem "Monster", das sich als Schnurrli entpuppt und vor dem eigentlich niemand Schiss haben muss.

Animationstechnisch wird auf gleichem Level fortgefahren, das wir schon von früheren Tinker Bell-Abenteuern kennen. Der Witz ist harmlos und selten, die Bilder sind mitunter recht schön und gelungen, und das grosse Abenteuer mag nicht mehr so zu überzeugen, wie das vorher der Fall war. Vielleicht wird es hier Zeit, den Sprung zu Pan, Hook und Kollegen endgültig zu wagen, um somit auch eine etwas ältere Zuschauergruppe anzusprechen. Von den süssen Häschen und Mäuschen kriegt man höchstens Zahnweh.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Trailer Deutsch, 01:25