Taken 3 (2014)

Taken 3 (2014)

96 Hours - Taken 3
  1. , ,
  2. 109 Minuten

Filmkritik: Das bittere Ende

Kennen sie diese App?
Kennen sie diese App? © JMH

Bryan Mills (Liam Neeson) hat seine Vergangenheit hinter sich gelassen und lebt im sonnigen Kalifornien ein einfaches Leben. Seine Ex-Frau Lenore (Famke Janssen) hat wieder geheiratet und Tochter Kim (Maggie Grace) steht auf eigenen Füssen. Mitten in diese Idylle platzen Bösewichte, die Lenore die Kehle aufschneiden und die Tat Mills anhängen wollen. Dieser entkommt zwar der ersten Reihe von Polizisten, ist aber ab diesem Zeitpunkt auf der Flucht.

Here's looking at you kid...
Here's looking at you kid... © JMH

Ihm auf den Fersen ist Ermittler Franck Dotzler (Forest Whitaker), der nicht nur stetig entweder am Gummiband oder an der Schachfigur rumnistelt, sondern auch bald versteht, wie Bryan Mills tickt. Und trotzdem: Der ehemalige CIA-Agent ist seinen Verfolgern stets einen Schritt voraus und taucht noch einmal in die gefährliche Welt der russischen Mafia ab, um sich selber reinzuwaschen und den Mörder seine Frau zu finden.

Taken 3 ist bei­lei­be kein schlechter Film, vermag aber das angenehme Unterhaltungsniveau der Vorgänger nicht zu halten. Überraschungen sucht man vergebens, die Story ist sehr linear und klassisch gehalten, und ausser Liam Neeson und Forest Whitaker sticht kein Darsteller aus der Masse heraus. Als Abschluss der Trilogie ist der Film sicherlich okay. Mehr aber leider auch nicht.

Bereits zweimal musste Liam Neeson seine Familie retten und machte das 2008 in Taken und 2012 in Taken 2 jeweils sehr erfolgreich. Die Filme liefen an den Kassen wunderbar, und so stimmte Neeson auch einem dritten Teil zu, der jedoch von der Storyline her etwas anders sein sollte. So dreht es sich in Taken 3 nicht um einen Entführungsfall, sondern um Mord. Und den Weg eines Mannes, der seine Unschuld beweisen will und das auch auf spektakuläre Weise tut.

Wir werden ein bisschen ernüchtert, wenn der Film startet. Denn von Action und Spannung ist erstmal lange Zeit gar nichts zu merken. Die Charaktere sind im Alltag, es knistert zwischen Famke Janssen und Liam Neeson, bis sie dann gezwungenermassen den Löffel abgeben muss. Erst dann schaltet Taken 3 einen Gang höher, und mit dem von Forest Whitaker stark gespielten Ermittler entsteht auch eine Art von Duell. Jedoch wird darin Liam Neeson so übermächtig dargestellt, dass von Anfang eigentlich klar ist, in welche Richtung der Film läuft.

Darstellerisch reisst man sich ebenfalls, bis auf Whitaker, keine Beine aus. Famke Janssen und Maggie Grace spielen im Automat, und Liam Neeson hat sichtlich Mühe, bei den Actionsequenzen mitzuhalten. Die Zweikämpfe erinnern in ihrer Schneidtechnik an diejenigen von Steven Seagal und sind schlichtweg zu schnell geschnitten. Es bleibt also die Frage nach dem Täter, welche diejenigen, die nicht zum ersten Mal so einen Film sehen, schon in der ersten Hälfte beantworten können.

/ muri

Kommentare Total: 6

Ghost_Dog

naja! lieber keinen als diesen Abgang, schade denn Teil 1 und 2 waren sehr geile Filme, das hier fällt im Vergleich leider stark ab.

albatros85

Harrison Ford meets Die Hard meets True Lies meets... überflüssiger dritter Teil, der eigentlich nichts mit den ersten beiden zu tun hat.

ma

Wie The Fugitive... nur schlechter :-P

Kommentar schreibenAlle Kommentare anzeigen