Sleeping Beauty (2014)

Sleeping Beauty (2014)

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  2. 89 Minuten

Filmkritik: Schlafen unter Monstern

Kill'em all!
Kill'em all! © Studio / Produzent

In einem kleinen Königreich regieren Königin Violet (Catherine Oxenberg) und ihr Gatte, König David (Casper Van Dien). Das Paar hat eine kleine Tochter bekommen, die Dawn (in der deutschen Fassung 'Rose') getauft werden soll. Um der Kleinen die besten Wünsche zu übergeben, stellen sich die Feen des Reiches in eine Reihe und legen ihre Gelübde ab. Bis zum Schluss auch noch Königin Tambria (Olivia D'Abo) auftaucht und das Baby verflucht. An ihrem sechzehnten Geburtstag soll sie sich an einer Spindel stechen und sterben. Zwar kann dieser Fluch noch ein bisschen entschärft werden, aber Dawn (als junges Mädchen gespielt von Grace Van Dien) wird trotzdem vorsorglich im Schloss behalten.

Es funkt.
Es funkt. © Studio / Produzent

Jahre später, der Geburtstag fällt an, sticht sich die Kleine tatsächlich und fällt, mitsamt dem ganzen Königreich, in einen tiefen Schlaf. Nur die böse Tambria herrscht noch und hat dafür allerhand Monster erschaffen. Weit entfernt hört auch Prinz Jayson (Edward Lewis French) von diesem Reich und will es erobern. Mit Prügelknabe Barrow (Finn Jones) macht man sich auf, das Geheimnis zu lösen. Was die Gruppe jedoch antrifft, ist Horror pur. Denn im verschlafenen Schloss wartet hinter jeder Ecke ein grauenhaftes Monster.

Sleeping Beauty ist ein Trashfilm, der sich eines bekannten Themas annimmt. Daraus macht Regisseur Casper Van Dien eine passable Story, mischt Gruselelemente rein und bietet so gute Unterhaltung. Zumal man am Ende ja noch die Chance auf eine Fortsetzung offen lässt. In diesem Fall wäre selbst diese sogar noch einen Blick wert.

Die Schmiede von 'The Asylum' bietet nicht nur in die Jahre gekommenen Kinostars eine Chance auf neue Auftritte, sondern lässt sie auch Regie führen. Im neuesten Werk des Studios, Sleeping Beauty, hat dann auch Starship Troopers-Recke Casper Van Dien das Sagen übernommen. Er bleibt dabei anfänglich einigermassen nah bei der klassischen Geschichte, wechselt dann aber in Asylum-typischen Trash mit schlecht animierten Monstern und tumben Dialogen.

Ausserdem hat Van Dien Sleeping Beauty zur Familienangelegenheit ernannt. Gattin Catherine Oxenberg spielt seine Königin, Tochter Grace Van Dien darf die Prinzessin geben, und auch die jüngeren Kids können mal über den Bildschirm huschen. Der Fokus liegt aber auf Finn Jones, den wir aus Game of Thrones kennen könnten. Er stellt sich gegen Olivia D'Abo (erinnert sich noch jemand an das blonde Huscheli aus Waynes World 2?), die herrliches Overacting betreibt und ihre Monster (Zombies, Drachen) auf die Helden loslässt.

Dass Sleeping Beauty keine grosse Kinokunst ist, dürfte eindeutig sein. Nichtsdestotrotz macht der Film Spass, weil vor allem der Regisseur den Darstellern freien Lauf lässt und die Bedrohungen in den letzten 30-40 Minuten spassig umgesetzt werden.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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