Saphirblau (2014)

Saphirblau (2014)

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  2. 116 Minuten

Filmkritik: Let's do the Time-Warp again!

Bald gehts in die Kiste!
Bald gehts in die Kiste! © Ascot Elite

Die junge Gwendolyn Shepherd (Maria Ehrich) weiss erst seit kurzer Zeit, dass sie ein Gen geerbt hat, das sie dazu bemächtigt, durch die Zeit zu reisen. Hinter diesen Reisen steht eine mysteriöse Gemeinschaft alter Männer, die sich "Die Loge" nennt und die nach den Anweisungen des Grafen von St. Germain (Peter Simonischek) handelt. Dieser ältere Herr taucht immer wieder auf und schwafelt davon, den "Saphir" (also Gwendolyn) zu besitzen.

The Time Traveller
The Time Traveller © Ascot Elite

Gemeinsam mit ihrem Freund Gideon (Jannis Niewöhner) macht sich Gwendolyn auf, regelmässige Zeitsprünge zu vollbringen. Dies bringt sie ständig in Problemsituationen, da sie nicht willens ist, Regeln zu lernen, geschweige denn vorsichtig zu sein. Als sie dann auch Geheimnisse von einem lebendigen Feuerspeier (Gargoyle) erfährt und ihre Cousine Lucy in der Vergangenheit trifft, ist sie schon mittendrin im Abenteuer. Dabei muss sie sich zusätzlich die Frage stellen, wie nah ihr denn Gideon wirklich steht. Oder ist er doch eher loyal den Männern der Loge gegenüber?

Zu viel Gelaber, zu viel Teenieromanze und bei der Story zu wenig Fleisch am Knochen: Saphirblau ist kein Rubinrot, und der war schon nicht wirklich gut. So plätschert dieser Mittelteil meist unaufgeregt dahin und hat höchstens mit dem von Rufus Beck gesprochenen Feuerspeier eine Figur, die etwas Schwung in die Sache bringt. Leider kommt der Kleine aber viel zu selten vor.

Die Zeitreise-Lovestory von Kerstin Gier verkaufte sich als Buchreihe sehr erfolgreich, und deshalb hat man sich dieser Geschichte angenommen und Filme produziert. Leider lieft der erste Streich, Rubinrot, an den Kinokassen nur bedingt erfolgreich, weshalb man bei uns die Fortsetzung Saphirblau gar nicht erst ins Kino brachte.

Wie es bei Zwischenfilmen so ist (es kommt ja noch der dritte Film als Abschluss der Reihe), hat es Saphirblau schwer, den Einstieg zu finden und eine packende Story zu erzählen. Man wird zwar anfänglich kurz über die bereits passierten Geschehnisse informiert, aber danach wird alles Mögliche an Inhalt und Figuren in den Film gedrückt, so dass man bald einmal den Überblick verlieren kann.

Darstellerisch wird solide Arbeit geleistet. Die älteren Männer bleiben geheimnisvoll, die jungen Hauptfiguren haben das erste Mal Sex (und melden sich danach nicht mehr...) und die Zeitsprünge kommen oft, sind aber leider viel zu hektisch und kurz, als dass man dort wirklich etwas interessantes zu berichten hätte. Ausserdem stört der kurze Ausflug in die Welt von The Rocky Horror Picture Show, der nicht ganz glücklich umgesetzt wird und überflüssig ist.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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