The November Man (2014)

The November Man (2014)

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Filmkritik: Auch Bond wird nicht jünger

Schiessen kann er noch!
Schiessen kann er noch!

Der letzte aktive Fall für den Agenten Peter Devereaux (Pierce Brosnan) liegt schon ein paar Jahre zurück. Damals ging nicht alles glatt und sein damaliger Protegé David Mason (Luke Bracey) hinterliess nicht den besten Eindruck. Nun aber wird Devereaux von seinem alten Chef wieder in den Dienst beordert. Die Agency hat einen Maulwurf, und der will eine wichtige Zeugin aus dem Verkehr ziehen. Zu ihrem Schutz wird der "alte" Mann abgestellt, der Alice Fournier (Olga Kurylenko) beschützen soll.

Schön, aber gefährlich
Schön, aber gefährlich

Da die Dame scheinbar Beweise hat, die den künftigen Präsidenten Russlands in sehr schlechtem Licht dastehen lassen könnten, sind bald finstere Gesellen hinter Devereaux und seiner Begleitung her. Zu seiner Überraschung trifft der Ex-Agent bei diesen Begegnungen ausgerechnet auf seinen ehemaligen Schützling, gegen den er sich nun behaupten muss. Doch kann ein in die Jahre gekommener Agent gegen einen Kollegen in Bestform bestehen?

The November Man ist ein netter Thriller geworden, der in seinen besten Momenten einen Hauch von Bond versprüht. Meist plätschert die Handlung aber dahin und man darf sich höchstens über Pierce Brosnan freuen, der in seiner Rolle eine gute Figur macht. Mehr sollte man von The November Man nicht erwarten.

Pierce Brosnan hat sich seit seinem letzten Bond-Abenteuer Die another Day in Sachen Action und Thriller rar gemacht. Lieber drehte er Mamma Mia in der Sonne Griechenlands oder Komödien wie The Love Punch, in denen er als in die Jahre gekommener Gentleman seine Stärken ausspielen konnte. Da aber inzwischen die alten Recken von Stallone über Snipes bis Neeson Erfolge mit Actionfilmen feiern, kehrt auch Brosnan wieder zurück. In The November Man schlägt er sich dabei gar nicht so übel.

Im solide produzierten Thriller steht Brosnan dabei klar im Mittelpunkt. Seine Figur ist die interessanteste, während die Nebencharaktere sehr oberflächlich bleiben. Mit Olga Kurylenko (Quantum of Solace) unterstützt ihn sogar ein echtes Bond-Girl, während sein direkter Kampf-Konkurrent Luke Bracey (er wird dieses Jahr im Remake Point Break eine Hauptrolle spielen) hauptsächlich physisch in Erscheinung tritt. Gerüchteweise hätte Bradley Cooper diese Rolle übernehmen sollen; ja, dann wäre das Duell eher auf Augenhöhe ausgetragen worden.

Inhaltlich wird kein grosses Tamtam veranstaltet. Die Bösewichte sind zwar nicht ganz so offensichtlich, aber fürs geübte Auge bald erkennbar. Überraschungen bleiben aus, die Action ist in Ordnung und fürs Auge hat man ein paar schöne Damen engagiert. Mehr will The November Man nicht bieten.

/ muri

Kommentare Total: 2

Ghost_Dog

Tja, zum einmal Gucken reichts grad so, auch weil nochn bissel Eyecandy in der Form vom Arsch von Olga mitschnüggelen darf... Ansonsten eher flach und zu altbekannt / ausgelutscht.

muri

Filmkritik: Auch Bond wird nicht jünger

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