Monsters: Dark Continent (2014)

Monsters: Dark Continent (2014)

  1. , ,

Filmkritik: Da fehlt doch was...

Die Anprobe der Uniformen verlief problemlos.
Die Anprobe der Uniformen verlief problemlos. © Studio / Produzent

Jahre nachdem die ausserirdischen Lebensformen auf unsere Erde gekracht sind, haben sich die infizierten Zonen ausgebreitet. Menschen leben dort unter widrigsten Umständen und müssen sich stetig vor auftauchenden Aliens in Acht nehmen. Nun wird ein Soldat vermisst, der in eine dieser Zonen vorgedrungen ist und nun gefunden werden soll. Eine Gruppe Marines wird dazu aufgeboten, sich auf die Spuren des Vermissten zu begeben und somit in feindliches Gebiet einzudringen.

Auf der Suche nach dem Schatten
Auf der Suche nach dem Schatten © Studio / Produzent

Bald schon merken die Marines, dass sich dieser Auftrag als schwieriger herausstellt, als sie das erwartet hätten. Denn schon nach dem ersten Überfall und der Dezimierung der Gruppe wird klar, dass die Monster, die riesig und gewaltig durch die Wüsten wandern und geheimnisvolle Kräfte zu haben scheinen, nicht unbedingt die grösste Gefahr sind. Dies sind die Menschen selber, welche sich den Soldaten in den Weg stellen und somit eine Durchführung der Mission fast unmöglich machen.

Monsters: Dark Continent ist nicht mehr so stark wie sein Vorgänger und setzt vermehrt auf Kriegswirren und Schiessereien zwischen Hausmauern sowie den Konflikt innerhalb der menschlichen Eindringlinge. Das mag zwar vereinzelt gefallen, jedoch hätte man mit einem stärkeren Miteinbezug der Aliens einen Joker in der Hinterhand gehabt, der schlichtweg nicht ausgespielt wird. Schade.

2010 kam mit Monsters ein interessanter Film zu uns, in dem es zwar um Aliens und allerlei Gevieche ging, bei dem diese jedoch deutlich in den Hintergrund gedrängt wurden. In der Fortsetzung Monsters: Dark Continent schlägt man nun ähnliche Töne an. Zwar hat der Regisseur gewechselt, aber die Voraussetzungen blieben die gleichen. Und ein weiteres Mal werden wir damit überrascht, dass die im Titel angekündigten Monster eigentlich nur eine kleine Nebenrolle spielen.

Die Geschichte von Monsters: Dark Continent mag zwar interessant beginnen und in der Ausgangslage ebenso daherkommen, an der Umsetzung hapert es jedoch deutlich. Die Marines sind und bleiben uninteressante Charaktere, der Kampf der Überlebenden wird eher als Kriegsfilm vorgetragen und wer auf Monsteraction hofft, wird sein blaues Wunder erleben. Immerhin dürfen wir am Schluss des Films noch eine Szene bewundern, die den Weg für den nächsten Teil ebnet und somit auch ein bisschen interessanter aussieht.

/ muri

Trailer Englisch, 02:15