Let's Be Cops (2014)

Let's Be Cops (2014)

Let's be Cops - Die Party Bullen
  1. 104 Minuten

Filmkritik: We're the law, bitch!

Dumm aus der Wäsche gucken: Können wir.
Dumm aus der Wäsche gucken: Können wir. © 2014 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Ryan (Jake Johnson) und Justin (Damon Wayans Jr.) sind die ultimativen Versager: Der eine hat wegen Trunkenheit seine Football-Karriere vermasselt und der andere kann als Game Designer keinen wirklichen Erfolg feiern. Als die beiden bei einem Maskenball fälschlicherweise als Cops verkleidet auftreten und ausgelacht werden, sinkt ihre Laune auf den Tiefpunkt. Sie sind fertig mit Los Angeles und wollen die Stadt verlassen. Auf der Strasse werden Ryan und Justin aber für Cops gehalten und erhalten sofort ihren sehnlichst gewünschten Respekt. Während Justin sich immer noch von seinem Chef in der Game-Design-Firma mobben lässt, ergreift Ryan die Chance beim Kragen und gibt sich weiterhin als Cop.

Justin lässt sich nur schwer vom Enthusiasmus seines besten Freundes anstecken. Erst als Ryan ein Polizeiautio auf Ebay ersteigert, wird die Situation lustig. Nun hat Justin auch den nötigen Mut, die wunderschöne Kellnerin Josie (Nina Dobrev) anzusprechen. Als die beiden Freunde bei einem nächtlichen Trip durch Los Angeles ein paar Typen schikanieren, geraten sie in die Fänge des örtlichen Gangsterbosses Mossi (James D'Arcy). Was als Witz begonnen hat, wird zum bitteren Ernst, denn Mossi macht von nun an Jagd auf die beiden vermeintlichen Cops...

Nun gut, Let's Be Cops mag kein Knüller sein und ist definitiv weit davon entfernt, eine knackige Story und kultverdächtige Figuren zu bieten. Aber der Streifen punktet vor allem durch Situationskomik, welche die beiden Buddies in den meisten Fällen im Griff haben. Mehr will die Actionkomödie vermutlich auch gar nicht erreichen.

Ein Buddy-Cop-Film ohne richtige Cops - gibt's das? Wenn es nach Autor/Regisseur Luke Greenfield (Something Borrowed) geht, ja. Und mit diesem "Trick" muss die Actionkomödie nicht auf den Spuren von Klassikern wie Lethal Weapon oder jüngeren Lachern wie The Heat und 22 Jump Street wandeln. Let's Be Cops kann entweder neue Regeln erfinden oder sich jeglichen Qualitätserwartungen entziehen und doof bleiben.

Jake Johnson und sein New Girl-Buddy Damon Wayans Jr. haben trotz allen Freiheiten einen schweren Stand, denn die Zuschauer zum Lachen zu bringen, ist sozusagen eine Königsdisziplin. Das Drehbuch ist merklich darauf ausgelegt, eine Story im Stil von Rom-Coms aufzutischen und diese mit Situationskomik aufzufüllen. Gelacht wird bei Let's Be Cops also viel und meistens in den ultradoofen Momenten, in welchen unsere falschen Bullen aufblühen. Wer hier einen tieferen Sinn oder eine Message erwartet, ist Fehl am Platz.

Es darf also tonnenweise Popcorn verputzt werden, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Es macht dann auch nichts, wenn man Andy Garcia in einer kurzen Nebenrolle oder James D'Arcy als trashigen Gangsterboss nicht sofort erkennt. Bei Vampire Diaries-Schönheit Nina Dobrev werden wiederum einige Äuglein glänzen. Neben all dem Geblödel wirkt Let's Be Cops ziemlich aufgeblasen: Gewisse (altbekannte) Scherze wiederholen sich und im letzten Drittel macht Greenfield dermassen auf Actionknüller - und lenkt damit eigentlich vom Fakt ab, dass die zwei Jungs doch gar keine echten Bullen sind -, dass die Geduld arg strapaziert wird.

Christian Wolf [woc]

Christian arbeitet seit 2009 als Freelancer bei OutNow. Er mag ultradüstere Filmperlen und süffige Survival Horror Games. Animationsfilme sind ihm ein Gräuel. Christian vertritt als Einziger den smoothen Berner Dialekt im Team.

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Kommentare Total: 2

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Fängt für ein No-Brainer Komödie recht witzig an. Flacht aber nach gut 30-40min völlig ab. Verliert sich in viel zu vielen dummen Klischees, die Witze werden plump und der Plot dann auch zu ernst.

woc

Filmkritik: We're the law, bitch!

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