How to Make Love Like an Englishman (2014)

How to Make Love Like an Englishman (2014)

Professor Love
  1. ,

Filmkritik: Lucky Bastard Brosnan

*KnisterKnister*
*KnisterKnister*

Richard (Pierce Brosnan) ist ein Uniprofessor im reiferen Alter, schleppt aber immer noch regelmässig junge Studentinnen ab. Eine davon ist Kate (Jessica Alba), mit der sich aber etwas Tieferes entwickelt und die sogar schwanger wird. Nach der Geburt des Sohnes wird nach Los Angeles umgezogen, und der irische Lehrer versucht nun dort, Philosophie an die Jugend zu bringen. Recht erfolglos zwar, aber immerhin gibt's ein Einkommen. Sein Leben wird zusätzlich erschwert, als ihm Kate beichtet, dass sie sich in einen anderen Mann verliebt hat.

Wer kann dazu schon nein sagen...
Wer kann dazu schon nein sagen...

Die neue Lebenssituation bringt Richard wieder in Teufels Küche. Die Studentinnen liegen wieder in seinem Bett und er verliert langsam die Kontrolle. Als Kate das Land verlassen muss, springt ihre Schwester Olivia (Salma Hayek) ein, um den Alltag mit Kind zu meistern. Da sie durch eine ähnliche Phase geht wie Richard, nähern sich die beiden unterschiedlichen Charaktere langsam an.. Doch Richard hat mehr Probleme am Hals, als es den Anschein macht.

How to make Love like an Englishman bietet viele bekannte Gesichter (unter anderem auch Malcolm McDowell oder Ben McKenzie aus Gotham), erzählt aber eine langweilige, vorhersehbare Story, die niemanden aus den Sitzen reisst. So muss man sich an den schönen Menschen sattsehen, denn viel mehr gibt dieser Film leider nicht her. Immerhin gibt es endlich mal wieder Salma Hayek zu sehen...

Mit What happens in Vegas schaffte Regisseur 2008 einen Hit an den US-Kinokassen und konnte sich so einen kleinen Bekanntheitsgrad verschaffen. Nun hat er ein Startrio vor die Kameras geholt, mit dem eigentlich nichts schiefgehen kann. In How to make Love like an Englishman konnte er die hübsche Jessica Alba, die wundervolle Salma Hayek und den in die Jahre gekommenen Ex-007 Pierce Brosnan engagieren. Letztere standen ja schon 2004 für After the Sunset gemeinsam vor der Kamera. Entstanden ist hier trotzdem nur eine Komödie, die glatte Ansätze hat, aber schlussendlich gnadenlos absäuft.

Die Story des mit schönen Worten um sich werfenden Professors ist natürlich ein Volltreffer für ein Kaliber wie Pierce Brosnan. So machen auch die Anfangsminuten richtig Spass, und der Zuschauer freut sich auf eine flotte und leichte Komödie. Nachdem man aber den Ort wechselt, verläuft sich die Story in Kleinigkeiten, derer man inzwischen überdrüssig geworden ist. So verliert man das Interesse an Jessica Albas Figur bald, und auch Salma Hayek muss eine Standardrolle spielen, die sie aus dem Stegreif kann. Gefordert werden die Darstellerinnen nicht mehr, und auch Brosnan beschränkt sich auf das übliche Repertoire, das ihn in den letzten Jahren nicht wirklich ausgezeichnet hat.

Die grösste Schwäche an How to make Love like an Englishman ist aber die Story, die erst nicht vorwärts kommt und sich auf schöne Bilder (und Menschen) verlässt und dann gegen Ende merkt, dass etwas fehlt. Darum ist der letzte Teil gnadenlos überladen und passt nicht mehr zum gemütlichen Tempo von vorher.

/ muri