The Grand Budapest Hotel (2014)

The Grand Budapest Hotel (2014)

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  3. 99 Minuten

Kommentare Total: 4

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jst

Filmkritik: Contenance im Puppenhaus

VesperLynd89

Zwei Jahre ist es her, dass Wes Anderson mit Moonrise Kingdom das Publikum mit der kindlichen Neugier und fantastischen Darstellern verzauberte. The Grand Budapest Hotel kommt da erheblich erwachsener daher, aber nicht weniger zauberhaft. Unterteilt in fünf Kapitel, die es eigentlich nicht gebraucht hätte, wird eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte erzählt. Die Erste ist die Geschichte des Lobbyboys Zero. Die Zweite ist die Geschichte wie Zero dem Autoren davon erzählt und die Dritte, wie der Autor dem Zuschauer die Geschichte erzählt. Wie eine Roman kommt auch der Film daher. Der Off-Kommentar des Autoren beschreibt häufig genau das, was im nächsten Moment auch auf der Leinwand geschieht. Auch Zeitsprünge werden vollzogen, was allerdings gerade in der Mitte des Films ein heilloses Durcheinander wird. "2 Wochen früher", "3 Tage später" - irgendwann blickt man nicht mehr durch, was wann spielt, aber das macht auch nichts. Irgendwann steigt man wieder ein, was nicht zuletzt an den den fantastischen Leistungen von Ralph Fiennes und Tony Revolori liegt. Aber nicht nur sie sollten hervorgehoben werden. Jeder Schauspieler, und sei er nur für ein paar Minuten zu sehen, sieht wirklich gut aus - auch ohne "Creme aus dem Leichenhaus". Die Figuren bleiben liebenswert und charmant, alle Stärken und Schwächen werden herausgearbeitet. Allerdings sind einige Szenen recht gewalttätig. Finger werden durch einen raschen Türschlag von der Resthand abgetrennt, ein Mönch im Beichtstuhl gekillt, eine Lady vergiftet - all das ist aber immer tarantinoesk und damit ertragbar. Zudem schafft es Anderson auch geschichtliche Fakten zu verdrehen und so zu karikieren, dass man gerade noch erkennt, was gemeint ist. So arbeitet der Bösewicht für die "Zig-Zag-Division", kurz ZZ. Aus dem Blitzkrieg wird der Lutz-Krieg. Die Beispiele sind endlos. Insgesamt bedient sich Anderson an einem Mischmasch aus Deutsch, Französisch und Englisch, dass wunderbar zu seinem Paralleluniversium passt.

Charmant und lustig (5/6)

lafrecciablu

kurzweilige Unterhaltung mit viel Humor (auch schwarzem), Tempo und einer Prise Slapstick. Viele Stars bis in die kleinsten Nebenrollen machen noch keinen guten Film. Die Geschichte vom Grand Budapest Hotel ist okay, die Figuren berühren leider überhaupt nicht. Wie auch, wenn die meisten nur grad eine Leinwandpräsenz von höchstens 3 Minuten haben. Die Liebesbeziehung zwischen Lobbyboy und Zuckerbäckerin lässt ebenfalls kalt. Im Allgemeinen wird kein grosser Wert auf Emotionen gelegt, hauptsache schräg. Das reicht leider nicht aus, um einen nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer zu hinterlassen. Einmal sehen, ist ganz hübsch und schräg, aber das war es auch schon.

El Chupanebrey

Kritik an die Inhaltsangabe: Der Film spielt im fiktiven Zubrowka, nicht in Ungarn.

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