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The Grand Budapest Hotel (2014)

"Keine Angst, wir sind gleich da."

Anfang des 20. Jahrhunderts in Ungarn: Concierge Monsieur Gustave (Ralph Fiennes) arbeitet im Grand Budapest Hotel und kennt alle Vorlieben und Wünsche seiner weit gereisten und meist exzentrischen Gäste. Insbesondere die Damenwelt weiss den Concierge zu schätzen, kümmert er sich doch um einige mit besonderem Engagement.


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4.5 Sterne 

» Filmkritik


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Film-Informationen

Drehorte: Grossbritannien, Deutschland 2014
Genres: Komödie, Drama
Laufzeit: 99 Minuten

Kinostart: 06.03.2014
Verleih: 20th Century Fox

Regie: Wes Anderson
Drehbuch: Wes Anderson, Hugo Guinness
Musik: Alexandre Desplat

Darsteller: Ralph Fiennes, F. Murray Abraham, Mathieu Amalric, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Harvey Keitel, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton, Saiorse Ronan, Jason Schwartzman, Léa Seydoux, Tilda Swinton, Tom Wilkinson, Owen Wilson, Anthony Quinonez, Larry Pine, Giselda Volodi, Florian Lukas

» The Internet Movie database (IMDb)


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4 Kommentare

Kritik an die Inhaltsangabe: Der Film spielt im fiktiven Zubrowka, nicht in Ungarn.

kurzweilige Unterhaltung mit viel Humor (auch schwarzem), Tempo und einer Prise Slapstick. Viele Stars bis in die kleinsten Nebenrollen machen noch keinen guten Film. Die Geschichte vom Grand Budapest Hotel ist okay, die Figuren berühren leider überhaupt nicht. Wie auch, wenn die meisten nur grad eine Leinwandpräsenz von höchstens 3 Minuten haben. Die Liebesbeziehung zwischen Lobbyboy und Zuckerbäckerin lässt ebenfalls kalt. Im Allgemeinen wird kein grosser Wert auf Emotionen gelegt, hauptsache schräg. Das reicht leider nicht aus, um einen nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer zu hinterlassen. Einmal sehen, ist ganz hübsch und schräg, aber das war es auch schon.

Zwei Jahre ist es her, dass Wes Anderson mit Moonrise Kingdom das Publikum mit der kindlichen Neugier und fantastischen Darstellern verzauberte. The Grand Budapest Hotel kommt da erheblich erwachsener daher, aber nicht weniger zauberhaft. Unterteilt in fünf Kapitel, die es eigentlich nicht gebraucht hätte, wird eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte erzählt. Die Erste ist die Geschichte des Lobbyboys Zero. Die Zweite ist die Geschichte wie Zero dem Autoren davon erzählt und die Dritte, wie der Autor dem Zuschauer die Geschichte erzählt. Wie eine Roman kommt auch der Film daher. Der Off-Kommentar des Autoren beschreibt häufig genau das, was im nächsten Moment auch auf der Leinwand geschieht. Auch Zeitsprünge werden vollzogen, was allerdings gerade in der Mitte des Films ein heilloses Durcheinander wird. "2 Wochen früher", "3 Tage später" - irgendwann blickt man nicht mehr durch, was wann spielt, aber das macht auch nichts. Irgendwann steigt man wieder ein, was nicht zuletzt an den den fantastischen Leistungen von Ralph Fiennes und Tony Revolori liegt. Aber nicht nur sie sollten hervorgehoben werden. Jeder Schauspieler, und sei er nur für ein paar Minuten zu sehen, sieht wirklich gut aus - auch ohne "Creme aus dem Leichenhaus". Die Figuren bleiben liebenswert und charmant, alle Stärken und Schwächen werden herausgearbeitet. Allerdings sind einige Szenen recht gewalttätig. Finger werden durch einen raschen Türschlag von der Resthand abgetrennt, ein Mönch im Beichtstuhl gekillt, eine Lady vergiftet - all das ist aber immer tarantinoesk und damit ertragbar. Zudem schafft es Anderson auch geschichtliche Fakten zu verdrehen und so zu karikieren, dass man gerade noch erkennt, was gemeint ist. So arbeitet der Bösewicht für die "Zig-Zag-Division", kurz ZZ. Aus dem Blitzkrieg wird der Lutz-Krieg. Die Beispiele sind endlos. Insgesamt bedient sich Anderson an einem Mischmasch aus Deutsch, Französisch und Englisch, dass wunderbar zu seinem Paralleluniversium passt.

Charmant und lustig (5/6)

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