The Forger (2014)

The Forger (2014)

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  2. 92 Minuten

Filmkritik: Alles gefälscht!

Die Frisur sitzt
Die Frisur sitzt © Studio / Produzent

Ray Cutter (John Travolta) ist ein begnadeter Kunstfälscher, und dieser Job hat ihn nun für längere Zeit hinter Gitter gebracht. Nun will er raus, da sein Sohn Will (Tye Sheridan) krank ist und nicht mehr lange zu leben hat. Dass er aber dafür einen neuerlichen Deal mit einem Gangsterboss eingehen muss, macht die Sache nicht einfacher. Der will nämlich, dass Ray ein wertvolles Bild aus dem Museum entwendet und durch eine seiner Fälschungen ersetzt.

Nachwuchs in Not
Nachwuchs in Not © Studio / Produzent

Doch vorerst will sich Ray mit seinem Sohn versöhnen und sucht die Annäherung. Grossvater Joseph (Christopher Plummer) sieht dem Ganzen skeptisch entgegen, da er die krummen Dinger seines Sohnes Ray nur zu gut kennt. Doch die Zeit tickt auf allen Seiten, und als Will den Wunsch äussert, bei diesem Coup ein Teil des Teams zu sein, kann ihm Papa Ray diesen nicht abschlagen. Die Planung beginnt, und während Ray mit seiner Arbeit beschäftigt ist, versucht er mit allen Mitteln, mit seinem Sohn ins Reine zu kommen.

The Forger ist recht langweilig geworden. Die Familientragödie wird zwar als Hauptthema genommen, jedoch wird viel zu wenig daraus gemacht. Emotionen vermisst man, und auch einen Spannungsbogen sucht man vergebens. Darstellerisch haben die Stars auf "Automat" gesetzt, so dass ihre sicherlich vorhandene Klasse nicht durchbrechen kann. Bei einem so schwachen Drehbuch wäre das aber auch etwas zu viel an Erwartung gewesen.

Nein, John Travolta haben wir schon länger nicht mehr gross im Kino gesehen. Old Dogs lief 2009 nicht gut, From Paris with Love ein Jahr später auch nicht besonders. Das heisst nun auch für Mister Grease, dass er kleinere Brötchen backen muss. Die Auftritte in den Klatschheftchen hat er meistens wegen seiner Haare, aber nicht mehr aufgrund toller Filme. In diese Reihe der nicht so ganz gelungenen Werke reiht sich auch sein neuestes Werk The Forger ein.

Travolta hat scheint inzwischen weder eine Nase für gute Drehbücher noch die Lust am fordernden Schauspiel zu haben. In The Forger trägt er den immer gleichen, weinerlichen Gesichtsausdruck spazieren und leiert seine Dialogzeilen emotionslos runter. Dabei hätte er mit seinem Charakter in der Storyline um den kranken Sohn das Potenzial gehabt, auch mal so richtig aus sich hinausgehen zu können. Genutzt wird es nicht, und obwohl die Vater-Sohn-Geschichte weit über dem eigentlichen Kunstraub angesetzt wird, schafft es keine der Figuren, zu überzeugen. Da hilft auch Oscar-Preisträger Christopher Plummer nichts, der in einer kleinen Rolle feststeckt, aus der selbst er nicht viel machen kann.

Wer bei The Forger einen Krimi erwartet, wird enttäuscht. Spannend und interessant wird es, wenn überhaupt, erst gegen Ende. Doch diese Auflösung ist wenig überraschend und wurde schon in zu vielen ähnlichen Filmen gezeigt.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Trailer Englisch, 02:16