Digging Up the Marrow (2014)

Digging Up the Marrow (2014)

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  2. 98 Minuten

Filmkritik: There's something under there...

Hier soll der Eingang sein?
Hier soll der Eingang sein? © Studio / Produzent

Filmemacher und Regisseur Adam Green kennt sich mit Monstern aus, schliesslich ist er für die Filmreihe Hatchet verantwortlich. Nun aber wird er von einem mysteriösen Mann namens William Dekker (Ray Wise) kontaktiert, der ihm doch tatsächlich weissmachen will, dass es Monster wirklich gebe! Die sollen zwar nicht in den Städten rumrennen und für Angst und Schrecken sorgen, aber es gebe eine Art Unterwelt, den "Marrow", in der jegliche Arten von Kreaturen und missgebildete Figuren leben.

Siehst du was?
Siehst du was? © Studio / Produzent

Natürlich ist unser Filmemacher neugierig und nimmt sich des Themas an. Er begleitet Dekker bei seinen nächtlichen Ausflügen, interviewt den Mann und wird so hineingezogen in eine Vorstellung, dass dort im Erdloch tatsächlich der Eingang zu einer Welt sein soll, in der die missgebildeten und missverstandenen Kreaturen leben. Als bei einer Beobachtungs-Session dann auch tatsächlich etwas Gruseliges auftaucht und die Crew durcheinander bringt, scheint die Sache klar: Monster existieren! Oder?

Digging Up the Marrow ist eine interessante Mockumentary, die über grosse Teile der 80 Minuten Laufzeit interessiert und spannend umgesetzt wird. Man wirft einen klitzekleinen Blick hinter die Kulissen der Horrorfilmwelt, wobei die Leichtigkeit trotz des "ernsten" Themas nicht fehlt. Die auftauchenden Monster sind stark gemacht, wobei wir schlussendlich gern ein bisschen mehr von dieser angeblichen "Unterwelt" gesehen hätten.

Wackelkamera und Pseudo-Dokumentationen haben eigentlich den grossen Hype bereits hinter sich. Nun aber holt Adam Green (Frozen, Hatchet) nochmals aus und bietet uns genau eine solche "Doku", die zwar gespielt ist, aber den Eindruck macht, als ob man es hier mit einem toternsten Thema zu tun habe. Wer ähnliche Filme wie beispielsweise Trollhunter kennt, weiss, womit man es hier zu tun hat.

Die Geschichte mag nicht viele Monsteraktivitäten zu bieten haben (immerhin beobachten wir sie ja nur), schafft es aber durch ihre Thematik und die Darsteller, dass sich der Zuschauer knapp 80 Minuten für die Story interessiert. Man folgt den üblichen Vorgängen, wird durch kurz auftauchende Monster bei Laune gehalten und geniesst das gelungene Zusammenspiel zwischen Adam Green, der sich selber spielt, und Ray Wise, der als einziger "Schauspieler" agiert. Er vermittelt die Besessenheit des Entdeckers glaubhaft, und sein Schicksal dürfte am Ende etwas unerwartet daherkommen.

Bei einem Film über Monsterentdeckungen und Missbildungen darf man auch ein paar solcher Beispiele erwarten. In Digging Up the Marrow geht man damit aber sehr sparsam um und lässt die Freaks nur in Blitzmomenten auftauchen. Das genügt aber, um die Spannung und das Interesse der Zuschauer hochzuhalten. Die Zwischensequenzen sind unterhaltsam und spannend, und in den letzten paar Filmminuten spannt man die Schraube grad nochmals ein Stück an.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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