300: Rise of an Empire (2014)

300: Rise of an Empire (2014)

Oder: Krieg und kein Frieden

Simba, das ist unser Königreich, alles was das Licht berührt.

Simba, das ist unser Königreich, alles was das Licht berührt.

Nachdem das persische Heer die 300 Spartaner unter der Führung von König Leonidas besiegt hat, macht sich der "Godking" Xerxes (Rodrigo Santoro) mit seinen Persern auf den Weg, Athen zu erobern. Um dies zu verhindern, versucht Themistokles (Sullivan Stapleton) die Griechen zu vereinen, um gemeinsam gegen die Übermacht Persiens anzutreten. Mit einem kleinen Heer und wenigen Schiffen stellen sich die Griechen denn auch gegen die skrupellose Artemisia (Eva Green), Anführerin der persischen Flotte. Dank Themistokles' Listigkeit gelingt es ihm, die Perser einige Male im Kampf zu besiegen.

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön!

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön!

Gegen die zahlenmässige Überlegenheit des feindlichen Heeres reicht blosse Listigkeit aber nicht aus, und die Griechen bekommen bald Artemisias unbändige Wut zu spüren. Nur mit Glück überleben Themistokles und einige Soldaten. Als Themistokles erfährt, dass Xerxes in der Zwischenzeit in Athen einmarschiert ist, wendet er sich verzweifelt an Gorgo (Lena Headey), Königin von Sparta und Frau des gefallenen Leonidas, und bittet sie, sich den Griechen anzuschliessen.


Film-Rating

300: Rise of an Empire ist nicht nur das unnötige (aber nun schon lang erwartete) Prequel von Zack Snyders 300, nein, es ist zugleich ein Sidequel UND Sequel.

Im gleichen Stil wie beim Vorgänger gibt es viel Blut, Slow Motion und nackte Haut zu sehen. Während aber 300 mit einem markanten Leonidas als Hauptfigur, vielen makabren Sprüchen und Draufgängertum punktete, verzettelt sich das Pre-Side-Sequel mit so vielen Hintergrundgeschichten um Themistokles, Xerxes und Artemisia, dass der Zuschauer schnell den Überblick über die zeitlichen Geschehnisse verliert. Auf Xerxes hätte sogar ganz verzichtet werden können, da seine Figur überhaupt nichts zur Geschichte beiträgt.

Leider machen die vielen Schlachtszenen auch nicht annähernd so viel Spass wie beim Vorgänger: Den Griechen fehlt die spartanische Gelassenheit im Kampf, und auf den erwarteten schwarzen Humor wurde gänzlich verzichtet. Aber dank der nicht sehr überzeugenden Machart des Films gibt es doch ein paar ungewollt witzige Szenen, und eine wirklich amüsante Liebes-... äh... Sexszene liefert den lautesten Lacher (hier wurde Hollywoods Parole "All you need is love" wohl etwas falsch verstanden...).

Die griechischen Krieger sind alle ziemlich fade. Nicht einmal Sullivan Stapleton (Gangster Squad) als Hauptdarsteller fällt auf. Dafür gefällt Eva Green (James Bond - Casino Royale) als skrupellos brutale und kalte Artemisia so gut, dass der Zuschauer schnell die Seiten wechselt und lieber mit den Persern mitfiebert. Obwohl die Rückblende auf ihren traurigen Werdegang etwas Mitleid aufkommen lässt, macht es sehr Spass zu sehen, wie sie ihre Bösartigkeit auslebt. Lena Headey (Game of Thrones) führt als Erzählerin angenehm durch den Film, hat aber kaum Bildschirmpräsenz.

Was die Slow-Motion-Technik angeht, lehnt sich Regisseur Noam Murro an jene Snyders an, kommt aber nicht zum selben Ergebnis. Vielmehr wirkt es hier, als ob die Filmzeit künstlich gezogen worden sei, weil die Storyline zu wenig hergab. Die 3D-Effekte sind völlig unnötig und verfehlen ihre Wirkung gänzlich, obwohl man mit den vielen Kampfszenen mehr als genug Gelegenheit gehabt hätte, ein paar 3D-Schocker einspielen zu lassen. Auch an die kontrastvollen Bilder von 300 kommt Murro nicht heran, und die hellblauen Umhänge wirken genauso fade wie die Figuren, die sie tragen.

Das Fazit fällt hier sehr kurz aus: 300: Rise of an Empire ist dank Eva Green nettes Popcornkino, nicht mehr und nicht weniger.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

05.03.2014 / dro

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