La vie d'Adèle - Chapitres 1 et 2 (2013)

Blau ist eine warme Farbe

Nicht nur ihre Haare scheinen blau zu sein.

Adèle (Adèle Exarchopoulos) ist ein ganz normaler Teenager, der noch zur Schule geht, mit den Freundinnen abhängt und sich in Jungs verguckt. Eines Tages beim Mittagessen fällt ihren Klassenkameradinnen auf, wie der hübsche Thomas (Jérémie Laheurte) immer mal wieder zu Adèle rüberschaut. In kürzester Zeit lernen sich die beiden Jugendlichen kennen und lieben, doch etwas stimmt für Adèle nicht, weshalb sie die Beziehung schnell wieder beendet.


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6.0 Sterne 

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Film-Informationen

Deutscher Titel: Blau ist eine warme Farbe
Englischer Titel: Adele: Chapters 1 & 2

Drehort: Frankreich 2013
Genre: Drama

Kinostart: 09.01.2014
Verleih: Frenetic Films

Regie: Abdel Kechiche
Drehbuch: Julie Maroh (Comic), Abdel Kechiche, Ghalia Lacroix

Darsteller: Adèle Exarchopoulos, Léa Seydoux, Jeremie Laheurte, Catherine Salée, Aurélien Recoing, Sandor Funtek, Karim Saidi, Baya Rehaz, Aurelie Lemanceau

» The Internet Movie database (IMDb)


Kommentare zum Film

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8 Kommentare

Ich kann die positiven Kritiken des Films überhaupt nicht teilen. Der überlangen Handlung fehlt ein echter Spannungsbogen. Dies war auch schon ein Problem des Comics, der mich ebenfalls wenig angesprochen hat. Das Drehbuch ist extrem schwach und lädt geradezu zur Langeweile ein. Vieles in der Handlung ist nicht glaubwürdig. So ist z.B. die Trennung der beiden Frauen mässig überzeugend und letztlich auch sehr konventionell inszeniert, da bei ihrem letzten Kontakt deutlich wird, dass sie sich eigentlich noch recht nahe stehen. Besonders ärgerlich aber ist der ausschliesslich voyeuristische Blick auf die lesbische Sexualität. Sämtliche Sexszenen wirken derart gekünstelt und angestrengt, dass einem die Darstellerinnen dafür leid tun. Aus diesem Grund berührt die gezeigte Leidenschaft auch überhaupt nicht. Die ständigen Nahaufnahmen der unbekleideten Schauspielerinnen wirken eher anstrengend. Was ist berührend daran, einer nackten jungen Frau minutenlang dabei zuzuschauen, wie sie sich unter der Dusche einseift? Auch in der Gesamtschau gelingt es dem Regisseur nicht, die gezeigte lesbische Beziehung glaubwürdig zu vermitteln. Sich anbahnende Konflikte, die sich z.B. daraus ergeben könnten, dass die eine Frau offen lesbisch lebt, die andere ihre Beziehung zu einer Frau jedoch vor den engsten Bezugspersonen verheimlicht, werden überhaupt nicht thematisiert. Ist es denkbar, dass dies in einer mehrjährigen Beziehung überhaupt keine Rolle spielt? Ein eigentlich interessantes Thema, nämlich die sozialen Unterschiede der beiden Protagonistinnen, wird allenfalls angeschnitten, wobei uns der Regisseur mit reichlich sozialen Klischees bedient. Letztlich wird ein eigentlich interessantes Thema völlig verwurstet. Auch kann man die Befürchtungen der Hauptdarstellerin Léa Seydoux, der Film könne pornografisch werden, gut nachvollziehen.

Manchmal ist das Kino schneller als die Gesellschaft. Zwischen März und August 2012 wurde dieser Film von Abdellatif Kechiche gedreht, der die gesellschaftlichen Entwicklungen im eigenen Land schon vorwegnahm. Im darauffolgenden Jahr kam es nämlich zu zahlreichen Protesten für und gegen die Homo-Ehe. Dabei will der Regisseur laut eigener Aussage aber kein Statement für mehr Akzeptanz gegenüber Homosexuellen abgeben, sondern lediglich eine Liebesgeschichte erzählen. Diese Geschichte basiert auf dem gleichnamigen französischen Comic von Julie Maroh. Die Geschichte kriecht im Schneckentempo entlang und man hofft immer, dass jetzt bald die Figuren auf den Punkt kommen. Die ständigen Nahaufnahmen verdeutlichen beispielsweise gut den Blickkontakt zwischen den handelnden Figuren, sind aber inhaltlich auch häufig nichtssagend. Zudem wackelt die Handkamera ganz fürchterlich sobald eine Figur auf- und abspringt oder sich sonst irgendwie schnell bewegt. Auch auf der Tonspur tut sich wenig. Während der Film zu Beginn noch interessant ist, gibt es im weiteren Verlauf langweilige Dialoge ("Die Spaghetti sind lecker." - "Vielen Dank."), die es nicht gebraucht hätte. Die eigentliche Geschichte hätte man auch in weniger als diesen endlos langen 179 Minuten plausibel und gefühlvoll erzählen können. Nicht zuletzt den beiden grandiosen und natürlichen Hauptdarstellerinnen ist es aber zu verdanken, dass man trotz der langen Strecken am Ball bleibt und doch noch wissen will, wie die Geschichte denn nun ausgeht. Die Sexszenen zeigen wirklich alles und sind selbst für einen französischen Film extrem lang. Auch die beiden Hauptdarstellerinnen äusserten sich im Nachhinein negativ zu diesen Szenen. Eine klagte den Regisseur an und gab bekannt, sich wie eine Prostituierte gefühlt zu haben. Aber auch ohne diese Debatte tun einem die Mädchen leid. Die Kamera hält voyeuristisch auf alles drauf, was sich bewegt, wo sie sich eigentlich verschämt wegdrehen müsste. Wo man sich bei Jung & Schön noch fragte, ob das noch Kunst oder Pornographie ist, kann man bei Blau ist eine warme Farbe eine klare Aussage treffen: Pornographie! Das wird aber weder dem Thema gerecht noch hilft sie die Geschichte zu erzählen.

Zu lang und zu heftig (3.5/6)

Also ich weis nicht so recht. So gut wie er überall dargestellt wird fand ich den Film jetzt nicht. Was den meisten wohl gefällt kommt bei mir nicht so toll rüber. Die Kamera immer Gesicht, das ganze "schonungslose" darstellen alles Möglichen empfand ich eher als mühsam. Die Liebesgeschichte kommt mir irgendwie komisch vor, ich kann es nicht so recht erklären aber ich konnte mit Adele irgendwie kaum mitfühlen. Die Schauspielerischen Leistungen jedoch sind absolute spitze. Und schlecht ist der Film wirklich nicht, sollte man sich schon anschauen.

Ich fand die Figuren zwar grandios gespielt, aber etwas schwach konzipiert und entwickelt. Die Cannes-Jury hat schon gewusst, warum sie neben Kechiche auch den beiden Darstellerinnen Auszeichnungen überreicht hat.

4.5

Sensationelles starkes Drama das Ende erinnert stark an brokeback Mountain!!! Its all over!!! Mit 180 Minuten zwar sehr lang ein filmisches Kunstwerk!!!!!