This Is the End (2013)

This Is the End (2013)

Das ist das Ende
  1. ,
  2. 107 Minuten

DVD-Review: "Hermione Just Stole All Of Our Shit!"

"Oppa Franco-Style."
"Oppa Franco-Style."

Seit Seth Rogen mit seiner Schauspielkarriere durchgestartet ist, hatte er kaum noch Zeit für seinen alten Kumpel Jay Baruchel. Um die verlorere Zeit nachzuholen, lädt Rogen Barchuchel für ein Wochenende nach Los Angeles zum Kiffen, Gamen und Filmeschauen ein. Die beiden haben eine gute Zeit, bis Rogen vorschlägt, noch schnell bei einer Party von James Franco vorbeizuschauen. Jay ist alles andere als erfreut darüber, da er nicht viel mit Franco und seinen Gästen (unter anderem Emma Watson, Michael Cera, Rihanna und Jason Segel) anfangen kann.

"Ich will nicht nach Slytherin!"
"Ich will nicht nach Slytherin!"

Doch dies wird alles zweitrangig, als heftige Erdbeben das Gebiet erschüttern und der Grossteil der Partygesellschaft dabei umkommt. Als einzige Überlebende dieser Katastrophe bleiben Seth, Jay, Franco, Craig Robinson, Jonah Hill und Danny McBride übrig. Sie verbarrikadieren sich in Francos Haus und hoffen, dass die Katstrophe schnell ihr Ende nimmt. Doch die sechs Schauspieler stellen sich bei ihrer Überlebungstaktik alles andere als schlau an.

Neben dem gross beworbenen Kampf zwischen den Angriff-auf-das-Weisse-Haus-Filmen (Olympus Has Fallen und White House Down) gab es im Jahre 2013 noch einen weiteren Fight zwischen zwei ähnlichen Werken. Der Apokalypse-Streifen This is the End trat dabei gegen Edgar Wrights The World's End an. Es ist dabei auch der Zweikampf zwischen den USA und England. Dass das Duell nicht in den Schweizer Kinos ausgetragen wurde, ist bedauerlich, doch im Falle von This is the End verschmerzbar. Denn das Kumpelfilmchen von Evan Goldberg und Seth Rogen ist dann doch mehr etwas für einen heiteren Bierabend zu Hause.

Durch was sich This is the End vornehmlich auszeichnet, ist sein deftiger Humor. Dabei scheint es jeder Witz, welcher dem Schreiberduo Rogen/Goldberg einfiel, in den Film geschafft zu haben. Das Ergebnis ist ein Hit-or-Miss-Festival sondergleichen. Brillante Einfälle wechseln sich mit solchen ab, bei denen man sich nur die Hände vor das Gesicht halten möchte und darum bittet, dass die Szene bald durch ist. Hier Beispiele zu nennen, wäre jedoch nicht fair, da der Film von der Unwissenheit lebt.

Erfrischend ist es auch, wie sehr sich die Darsteller auf die Schippe nehmen. Der selbsterklärte Autorenfilmer James Franco kriegt dabei mächtig eins auf die Mütze. Rogen und Baruchel werden derweil aufgrund ihrer Stereotypen hochgenommen, und das gesamte Ensemble der Selbstüberschätzten ist einfach zu lustig, wenn sie wie kleine Mädchen schreiend der Apokalypse gegenüberstehen. Das Highlight ist jedoch Michael Cera. Der Indiedarling wurde dermassen krass gegen den Strich besetzt, dass man wohl längere Zeit keinen Film mehr mit ihm ernst nehmen kann. Wer jedoch die hier auftretenden Schauspieler nicht so gut kennt, wird bestimmt nicht den gleichen Spass haben wie Eingeweihte.

Fazit: This is the End, welcher auf der Kurzgeschichte Seth and Jay vs. the Apocalypse basiert, ist definitiv Geschmackssache. Der Humor ist völlig gaga und des Öfteren einfach nur daneben. Auf jeden gelungenen Witz folgt ein doofer, was den Spass immer mal wieder bremst. Rogen und Co. haben auf jeden Fall ihre Narrenfreiheit genutzt und stellen dies vor allem mit dem genialen Schlusspunkt unter Beweis. Das Direktduell gegen die britischen Kollegen verlieren Rogen und Co. aber wegen des Fehlens einer wirklichen Story trotzdem deutlich.

Anders als die mit Bonusmaterial prallgefüllte US-Blu-ray-Disc hat es auf der deutschen DVD lediglich das Promotionsmaterial (Trailer, Teaser), den Audiokommentar von Rogen und Goldberg sowie das Featurette "Der Regisseur, dein Freund", welches die Leichtigkeit aufzeigt, wenn man mit seinen Freunden dreht. Der Kurzfilm, auf dem der Streifen basiert, befindet sich nicht auf der Disc. Das Bild ist etwas gar dunkel, was aber vor allem mit dem Ausgangsmaterial zu tun hat. Die Blu-ray kommt aber mit diesem Umstand besser zu Schlag als die DVD. Der Ton ist hingegen richtig gut gelungen. Egal ob Eruptionen oder Gespräche, alles wird klar und sauber wiedergegeben.

/ crs

Kommentare Total: 6

Benster

Das Niveau der Witze und Sprüche ist teilweise schon unerträglich tief. Den lustigsten und wirklich gelungenen Witz hat aber kaum jemand zur Kenntnis genommen - nämlich dass kein einziger der Partygäste zu Beginn der Apokalypse "errettet" wurde - im Gegensatz zu den "guten" Menschen...

muri

"I'm gonna tittyfuck you, Rogen!" Hähähä....

Hat schon viel Schwachsinn dabei, aber mitunter auch herrlich schräge Momente. Sofern man natürlich Darsteller und Filme kennt, kriegt man schon was geboten. Zumal ja auch klitzekleine Nebenrollen von Schauspielkollegen gespielt werden, die man kennt.

Michael Cera hat einen genialen Auftritt. Und sogar Rihanna ist okay.

crs

DVD-Review: "Hermione Just Stole All Of Our Shit!"

Kommentar schreibenAlle Kommentare anzeigen