Tarzan (2013)

Tarzan (2013)

Tarzan 3D
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  2. 94 Minuten

Filmkritik: Rumble in the Jungle

Neulich in der Zähnipause
Neulich in der Zähnipause © Pathé Films AG

John Greystoke stürzt, auf der Suche nach einem geheimnisvollen Metoriten, zusammen mit seiner Gattin und Baby über dem Dschungel ab. Die Eltern überleben den Absturz nicht, der Kleine wird von einer Gorillafamilie adoptiert und aufgezogen. Aus dem kleinen Kind wird bald ein stattlicher junger Mann, der muskelbepackt durch den Dschungel rennt und Konfrontationen mit Schlangen und Krokodilen beeindruckend meistert. Eigentlich könnte nichts diese Idylle stören, bis eines Tages Menschen auftauchen.

Gespannt, was kommt
Gespannt, was kommt © Pathé Films AG

Angeführt vom üblen Geschäftsmann William Clayton, macht sich der Suchtrupp durch die Büsche. In dieser Gruppe ist auch eine junge Dame names Jane Porter dabei, die dann auch noch auf den sichtlich verwirrten Tarzan trifft. Dieser nimmt Kontakt auf und besinnt sich langsam wieder seiner eigentlichen Herkunft. Währenddessen sieht sich Bösewicht Clayton kurz vor seinem Ziel, und um dieses zu erreichen, werden alle Hindernisse gnadenlos aus dem Weg geschafft.

Die weltbekannte Geschichte von Edgar Rice Burroughs wurde schon x-mal verfilmt. Die einen kennen "Tarzan" noch als Johnny Weissmuller aus alten Schwarzweiss-Filmen, andere halten sich da eher an die starke Disneyversion Tarzan von 1991 oder an die 1984er-Fassung Greystoke mit Christopher Lambert. Nun kommt die neueste Version von Tarzan in die Kinos. Technisch auf dem neuesten Stand und mit 3D aufgepeppt, erwarten uns die spannenden Abenteuer im tiefen Dschungel.

Eins vorneweg: Tarzan ist technisch absolut auf der Höhe. Man arbeitet mit Motion-Capturing (so "spielt" Twilight-Beau Kellan Lutz den Titelhelden) und hat die Umgebung und Aktionen so hingekriegt, dass sie der Realität enorm ähneln. Das ergibt wunderbare Bilder, tolle Momente und beeindruckende Szenen.

Allerdings hat man ein paar Dinge vergessen. Erstens wurde bei den menschlichen Figuren verpasst, ihnen Ausdruck und Charakter zu verleihen. So blicken Jane und Kollegen ziemlich seelenlos in die Kameras und hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Das zweite, vielleicht noch etwas grössere Problem ist die Story. Die handelt zwar von aktuellen Themen, wird aber so umständlich umgesetzt, dass kleinere Zuschauer den Faden bald verlieren und die grösseren sich die alten und einfacheren Dschungelprobleme zurückwünschen.

Fazit: Tarzan ist ein anständiger 3D-Film, der schöne Bilder bietet, aber inhaltlich einige Schwächen aufzeigt. Und weil ein lieblos erzähltes Abenteuer kein wirklich guter Ansatz für einen Film ist, geht man am Ende etwas enttäuscht aus dem Kino.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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