The Smurfs 2 (2013)

Die Schlümpfe 2

The Smurfs 2 (2013) Die Schlümpfe 2

Oder: Schlumpf doch selbst

"...and that's how I met your mother"

"...and that's how I met your mother"

Auch ohne Schlümpfe hat es Zauberer Gargamel (Hank Azaria) zu Weltruhm gebracht. Der durchgeknallte Zauberer wurde dank YouTube auf der ganzen Welt bekannt und hostet nun eine Show in Paris. Doch nach wie vor ist Gargamel von den Schlümpfen besessen. Sein neuester Plan sieht vor, dass er Papa Schlumpfs Rezept für die magische Schlumpf-Essenz stiehlt, mit der es dem Oberhaupt der blauen Kerle gelungen ist, aus Schlumpfine, die ursprünglich eine fiese Erschaffung Gargamels war, eine nette Person zu machen.

"Hallo Schlumpfine!"

"Hallo Schlumpfine!"

Dafür schickt Gargamel die von ihm erschaffenen beiden Lümmel Haui und Zicki nach Schlumpfhausen, um Schlumpfine zu entführen. Der Plan geht auf, weshalb natürlich schnell ein Rettungstrupp bestehend aus Papa Schlumpf, Beauty, Muffy und Clumsy gebildet wird. In der verwirrenden Realwelt können sie sich immerhin auf die Hilfe ihrer Freunde Grace (Jayma Mays), Patrick (Neil Patrick Harris) und dessen Stiefvater Viktor (Brendan Gleeson) verlassen.


Film-Rating

Die blauen Winzlinge von Peyo feiern dieses Jahr ihren 55. Geburtstag. Dank des Kinofilmes vor drei Jahren scheinen die Schlümpfe momentan so populär wie selten zu sein, auch wenn die Fans der ersten Stunde schockiert sein dürften, was in dem Sony-Vehikel aus ihren Lieblingen gemacht wurde: aus Schlumpfhausen entfernt und in eine Realfilmwelt geworfen. Trotzdem war The Smurfs ein weltweiter Erfolg, dem jetzt das obligatorische Sequel folgt, welches mal nicht den Vorsatz "Mehr" hat. Denn dieses Sequel ist über grosse Strecken etwas sehr schlumpflos geraten.

Die Frage stellt sich, mit was denn in den 105 Minuten so viel Zeit verloren wird? Zum einen mit dem (Stief-)Vater/Sohn-Konflikt zwischen Brendan Gleesons Victor und Neil Patrick Harris' Patrick. Für einen unschuldigen Kinderfilm ist das doch etwas viel Gewicht, wobei man glaubt, dieses Thema einfach mit dem Satz "du musst nur bedingungslos lieben" auf die Seite schieben zu können. Das Ganze steht ohnehin ganz schief im Storykonstrukt, da Patrick seinem Sohn nicht wirklich ein böser Papi war. Für was es überhaupt die Figur des Sohnes gebraucht hat, scheint von den ganzen fünf (!) Drehbuchautoren wohl keiner hinterfragt zu haben.

Mit der ganzen moralischen Tour ist der Film dann auch bis zur Hälfte auf bestem Razzieweg. Doch dann kriegen die Macher doch noch die Kurve, indem sie für das Finale endlich mal die Schlümpfe und Gargamel ins Zentrum rücken. Dann macht der Film auch Spass und es geht auch actiontechnisch mal etwas ab. Bei einem Flug durch Paris kann auch das viel gescholtene 3D mal wieder glänzen. Ansonsten wird auf das Rezept des Vorgängers gesetzt, das aus etwas Slapstick und vor allem für Erwachsene viele humoristische Rohrkrepierer beinhaltet. Den Kids könnte es zwar gefallen, doch werden auch diese erkennen müssen, dass der erste Teil doch eine Spur besser und lustiger war.

Fazit: Mit diesem zweiten Leinwandauftritt haben sich die Schlümpfe nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Viel zu wenig Schlumpfaction, dafür eindeutig zu viel Menschendrama gibt es in diesem "Familienfilm" zu sehen. Lasst die Schlümpfe beim bereits angekündigten dritten Teil doch einmal in Schlumpfhausen.

Wie schon der Vorgänger, wird auch The Smurfs 2 nur in der deutschen Synchronfassung in den Schweizer Kinos zu sehen sein.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.5

 

31.07.2013 / crs

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