Riddick (2013)

Riddick (2013)

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  3. 119 Minuten

Blu-ray-Review: Deep Space Diesel

Die Gefahr nähert sich - und Riddick ist auch noch da.
Die Gefahr nähert sich - und Riddick ist auch noch da. © Impuls Pictures AG

Furyaner Riddick (Vin Diesel) ist zwar der neue Herrscher der Necromonger, doch dies stellt ihn nicht wirklich zufrieden. Er will nach Furya, um seine Wurzeln zu erkunden. Der einzige, welche den Standort des Planeten kennt, ist der fiese Vaako (Karl Urban). Er verspricht Riddick, ihn dorthinzubringen, doch setzt er den Furyaner auf einem Höllenplaneten ab und überlässt ihn seinem Schicksal. So muss sich Riddick nun erneut mit allerlei Monstern herumschlagen. Er erkennt schnell, dass dies kein dauerhafter Zustand sein kann, und ruft mit einer von Menschen verlassenen Station nach Hilfe.

Bitte nicht füttern
Bitte nicht füttern © Impuls Pictures AG

Da auf Riddick immer noch ein staatliches Kopfgeld ausgesetzt ist, landen in kürzester Zeit zwei Söldnertruppen auf dem Planeten. Doch ihre Versuche, den mehrfachen Mörder zur Strecke zu bringen, misslingen alle. Riddick ist ihnen immer einen Schritt voraus und weiss vor allem über die vielen Gefahren des Planeten bereits bestens Bescheid, während seine unabsichtlichen Helfer auf direktem Weg in eine Todesfalle laufen.

Vin Diesel war als geheimnisvoller Gefangener mit cooler Sonnenbrille schon in Pitch Black unterwegs, welcher dann im Sequel The Chronicles of Riddick finanziell den Bach runterging. Nun hat er seine Lieblingsrolle wieder aus dem Truhe geholt und geht in Riddick zurück zu seinen Wurzeln: keine grossen Debatten, die Politik beiseite lassen und einfach einen Mann spielen, der in der brutalen und ausserirdischen Wildnis ums Überleben kämpft. An den Kinokassen spielte Diesel damit zwar die geschätzten Produktionskosten wieder ein, aber ein richtiger Hit ist ihm auch mit diesem Film nicht gelungen.

Die Story wurde aufs Simpelste runtergeschrieben: ein Mann mit Überkräften, viele gruselige Planeten-Monster und einen Haufen Söldner, die sich gegenseitig mit Muskeln über- und mit Sprüchen unterbieten. Auch wenn in dieser Gruppe Katee Sackhoff (Battlestar Galactica) und "The Animal" Dave Bautista (Guardians of the Galaxy) auftreten: Mehr als Staffage sind sie nicht. Der Fokus liegt auf Vin Diesel, welcher einen Freibrief für Action und Spezialeffekte bekommt.

Was aber gut gefällt, sind die Bilder. Mitunter darf man staunend vor dem Bildschirm oder der Leinwand sitzen und einfach nur geniessen. Leider sind diese Momente rar gesät, denn der Regisseur setzt dafür lieber auf Action und Krawall. Und dies in einer Art, die dieser Reihe keinen zusätzlichen Mehrwert gibt. Mehr Story-Hintergrund wäre schön gewesen.

Fazit: Riddick kommt bei weitem nicht an Pitch Black ran und entpuppt sich als schnurgerader Actionfilm auf fremdem Planeten. Wer auf die Filmreihe steht und Diesel auch mal wieder ausserhalb eines aufgemotzten Autos sehen will, soll mal ein Auge riskieren. Einfach nicht zu viel erwarten.

Riddick kommt mit dem Extended-Cut nun acht Minuten länger daher. Auf der Blu-ray ist die normale Kinofassung von 118 Minuten ebenfalls abrufbar. Als Bonusmaterial steht natürlich Vin Diesels "Held" im Mittelpunkt. Einmal werden seine Umgebung und Geschichte näher betrachtet, dann wird gezeigt, ob die Titelfigur ein Held oder ein Antiheld ist. Oder ist er gar beides? Das Motion-Comic ist gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht gemacht, und der Blick auf die Söldner nicht halb so interessant, wie es der Titel verspricht.

In Sachen Technik wird ein wuchtiger und klarer Dolby Digital 5.1-Sound geboten, und die Bilder sind ebenfalls sauber und fehlerlos.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 16

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Definitiv etwas zu lang geraten. Auch sonst storymässig viel von Pitch Black geklaut. Die Figuren sind wie erwartet Kanonenfutter und deswegen recht uninteressant. Aber trotzdem solide Unterhaltung, stimmige Bilder und witzige, trashige Effekte.

db

Nach der epischen Geschichte in The Chronicles of Riddick, welche erst im extended Cut richtig erzählt werden konnte, geht es wieder back to basic. Anstatt über drei Stunden Geschichten über ein merkwürdiges Volk, das irgendein Underverse sucht, zu erzählen, geht es hier wieder nur um Riddick. Gestrandet auf einem wirklich feindseligen Planeten muss er das Tier in sich finden und vom verhätschelten Lord Marshal wieder zum Killer werden. Soweit so gut, man merkt auch, dass sie sich wirklich bemüht haben, coole Bilder zu liefern um Riddick wieder zum One-Liner-schmeissenden Antihelden zu machen.

Das grosse Problem an der Sache ist jedoch, dass nach einem gelungenen Auftakt das ganze primär viel zu stark einem Wiederkäuen von Pitch Black gleicht. Nicht nur ganze Dialoge, sondern auch die Monster und der primäre Ablauf sowie sogar einer der Hauptcharakter sind direkt aus dem ersten Teil ausgelehnt. Das hilft dem Film keineswegs, denn so hangelt man sich primär von einem Déja-vue zum nächsten und kann sich sehr schnell vorstellen wie der Film ablaufen wird.

Fazit: Riddick könnte ein sehr gut ausgearbeitetes Universum erkunden sowie eine interessante Geschichte erzählen. Aber eben könnte, denn nach einem sehr starken - und auch primär wortlosen Auftackt - geht es primär wieder um Riddick vs. Mercs und selbst wenn hier einige sehr markante Gesichter aufgeboten wurde, es wurde zuviel wiederholt und spätestens wenn der Kampf gegen die Monster losgeht, ist die Luft endgültig raus. Von dem her für den nächsten Film, eher die Saga weitererzählen als die bisherigen Filme nochmals abarbeiten.

muri

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