R.I.P.D. (2013)

R.I.P.D. (2013)

Oder: Schiessen mit Hut ist immer gut

Schöner Hut, Dude!

Schöner Hut, Dude!

Nick (Ryan Reynolds) ist Cop in Boston und einem ganz schlimmen Finger auf den Fersen. Zusammen mit seinem Partner Hayes (Kevin Bacon) will er den üblen Kerl in einem alten Fabrikgebäude stellen, wird aber in der folgenden Schiesserei getötet. Das heisst aber in Nicks Fall nicht, dass alles zu Ende ist - im Gegenteil. Er wird in den Himmel gezogen und landet bei Proctor (Mary-Louise Parker) im Büro. Die dort oben rekrutieren nämlich die besten toten Cops für ihre eigene Einheit - das "Rest in Peace Department" (RIPD), das dafür sorgt, dass die Geister auf der Erde kein Unwesen treiben.

Ryan Reynolds ist der Herr links.

Ryan Reynolds ist der Herr links.

Als wenn das nicht genug wäre, wird dem Departement-Rookie auch grad noch ein neuer Partner an die Seite gestellt - Revolverheld Roy (Jeff Bridges), der im 21. Jahrhundert nicht nur durch seine Anzüge etwas verloren wirkt. Die beiden werden auf die Erde geschickt, um dort eine Bedrohung zu untersuchen, welche ein Portal in die "böse" Totenwelt öffnen könnte und somit alles Ungeziefer anlockt. Damit sie auch als Tote agieren können, nehmen Nick und Roy "unten" andere Gestalten an. Der Oldie tritt als heisse Blondine (Supermodel Marisa Miller) auf und der Rookie als alter Asiate (James Hong). Da sind Probleme vorprogrammiert...


Film-Rating

Wir erinnern uns noch mit Freude ans Jahr 1997, als Will Smith und Tommy Lee Jones als Men in Black für starke Unterhaltung in den Kinosälen sorgten. Eine ähnliche Idee wurde jetzt wieder aufgenommen und als R.I.P.D. veröffentlicht. Ein junger und knackiger Cop wird mit einem in die Jahre gekommenen Grummli in ein Team gepackt und auf die Jagd nach Bösewichten geschickt, die nicht von dieser Welt sind. Was aber im Film von Barry Sonnenfeld optimal funktionierte, hapert in R.I.P.D. ein bisschen.

Zwar hat man mit Ryan Reynolds (Green Lantern) einen durchtrainierten und gutaussehenden Star verpflichtet, jedoch steht der Gute durchwegs im Schatten seines Partners. Jeff "The Dude" Bridges (The Big Lebowski, Iron Man) murmelt und grummelt sich auf herrlichste Weise durch die 95 Minuten von R.I.P.D.. Damit nimmt er zwar dem Film jeglichen Anspruch auf Ernsthaftigkeit, verleiht ihm aber gleichzeitig einen schrägen Hauch Humor. Dumm ist einfach, wenn die Zuschauer den Bridges nicht so mögen....

Die Story von R.I.P.D. ist nicht besonders innovativ. Man hat zwar mit Kevin Bacon ein heisses Eisen im Feuer und die Ansichten aufs Model und den asiatischen Senior sind humoristisch akzeptabel, helfen aber der Geschichte nicht weiter. Diese plätschert mehrheitlich vor sich hin und hangelt sich von einer Szene mit Situationskomik zur nächsten. Zu lachen gibt es also genug, nur das mit dem Storytelling müsste Regisseur Robert Schwentke (Red) nochmals durchlesen.

Fazit: R.I.P.D. ist lustig und hat einige herrliche Szenen zu bieten. Inhaltlich jedoch sucht man vergebens nach einer faszinierenden Story, die überrascht. Die läuft nämlich von Anfang an auf sicheren Schienen. Und den "Bösewicht" hat man auch schon nach einigen Minuten ausgemacht. Potenzial für eine Fortsetzung ist aber sicherlich vorhanden. Men in Black hatte ja schliesslich auch mehr als einen Teil...


OutNow.CH:

Bewertung: 3.5

 

19.08.2013 / muri

Community:

Bewertung: 2.8 (40 Bewertungen)

 

 

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