Only Lovers Left Alive (2013)

Only Lovers Left Alive (2013)

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  3. 123 Minuten

Kommentare Total: 5

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ebe

Filmkritik: Blut am Stiel

VesperLynd89

Denkt man an Vampire, denkt man an Dracula und die Jüngeren wahrscheinlich an Twilight. Jim Jarmusch zeigt in seinem neuen Film ein anderes Bild von Vampiren. Seine Protagonisten sind weder gewissenlose Killer noch weichgespülte Teenieträume. Trotz ihrer Unsterblichkeit müssen auch sie mit den Gegebenheiten der heutigen Welt leben, zudem kommt das ständige Angstgefühl die Blutversorgung könnte irgendwann mal versiegen. Wie lebt man als Vampir im 21. Jahrhundert? Wie liebt man? Adams und Evas Liebe ist reifer, erwachsener als die ihrer Twilight-Kollegen, und trotz einem stattlichen Altersunterschied von 21 Jahren schaffen es Tilda Swinton und Tom Hiddleston diese glaubhaft zu verkörpern. Ihre Figuren bilden den stetigen Kontrast zwischen Altem und Neuem. Während Adam sich krampfhaft an die guten alten Zeiten erinnert und sich weigert moderne Technik zu benutzen, telefoniert Eva via Iphone und versucht sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. Sie ist auch diejenige, die den permanent suizidgefährteten und einsilbigen Adam immer wieder aufmuntern muss, und sei es nur mit einem "Blut am Stil". Die Musik, die man nur als psychedelisch charakterisieren kann, unterstützt die gemächliche und ruhige Erzählweise, in die Jarmusch hier und da schwarzen Humor einstreut. Diese Gemächlichkeit wird allerdings besonders gegen Ende dem Film zum Verhängnis, wo er dann über längere Zeit etwas durchhängt. Entschädigt wird die Durststrecke allerdings mit einem grandiosen Ende, dass zwar klischeehaft, gleichzeitig aber auch lustig ist.

Tolle Darsteller, Durchhänger gegen Ende bei der Story (4.5/6)

yan

Du triffst es auf den Punkt! :)
Der beste Vampirfilm seit 'Let me in'.

db

was ja auch nicht schwer ist bei dem Schrott was da in letzter Zeit im Vampir-Genre ausgespuckt wurde... aber den zieh ich mir sicher auf blu-ray

lafrecciablu

Jim Jarmuschs' Versuch, dem Vampirgenre etwas Neues hinzuzufügen, ist teils geglückt. Interessante Ansätze über das unsterbliche Leben der Vampire und seine Tücken, spezielle Charaktere, schleppend-düstere Musik und eine Liebeserklärung an die Gitarre schmücken sein neustes Oeuvre. Erinnert inhaltlich mehr an frühere Vampirfilme (Interview mit einem Vampir) als an die neusten teenagerorientierten Bücher/Verfilmungen. Die sehr träge Stimmung durch den ganzen Film passt sehr gut zum nicht sehr beneidenswerten Leben der Vampire, die tagsüber wie es sich gehört im Dunkeln schlafen und erst nachts aktiv werden. Doch wirkt es auch auf den Betrachter etwas ermüdend auf Dauer. Einzig wo die junge Schwester von Eva auftaucht, kommt etwas Frohmut und Frische ins Spiel, die dann aber schnell wieder vorbei ist und verläuft im selben Trott. Also konsequent ist er, und trotz gepflegter langeweile irgendwie reizvoll.

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