Lone Survivor (2013)

Lone Survivor (2013)

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  2. 121 Minuten

Filmkritik: Shut up, I kill you!

Vier gegen die Übermacht
Vier gegen die Übermacht © Impuls Pictures AG

Wir schreiben das Jahr 2005, und in Afghanistan ist das US-Militär mit diversen Stützpunkten präsent. Es gilt einen Talibahnführer ausfindig zu machen und zu eliminieren. Als man diesen entdeckt hat, wird ein kleines Team zusammengestellt, das sich dem Terroristen nähern und ihn eliminieren soll. Eigentlich keine grosse Sache, denn die Gegend ist übersichtlich, das Wetter gut, und innerhalb weniger Stunden sollte diese Operation gelungen sein. Ausgewählt dafür werden die Navy Seals Mike (Taylor Kitsch), Danny (Emile Hirsch), Matt (Ben Foster) und Marcus (Mark Wahlberg).

Du hast da was im Gesicht!
Du hast da was im Gesicht! © Impuls Pictures AG

Die Truppe hat ihr Ziel auch bald im Visier, als sie plötzlich von einem Schafhirten und dessen Söhnen gestört wird. Die Eindringlinge werden gefangen genommen, und man diskutiert, wie mit ihnen vorgegangen werden soll. Töten? Darf man nicht, da sonst CNN die Tat in die Welt hinausträgt. Freilassen? Zu gefährlich. Das Team fällt eine Entscheidung, die sich als tragisch herausstellt, denn kurz danach sind die vier jungen Soldaten vom Feind umringt und müssen um ihr Leben kämpfen.

Regisseur Peter Berg hat 2007 mit The Kingdom bewiesen, dass er sich im US-Militär auskennt und mit dem entsprechenden Material tolle Filme drehen kann. Seine neueste Produktion nennt sich Lone Survivor und basiert auf wahren Begebenheiten, die der Soldat Marcus Luttrell 2007 niedergeschrieben hat. Es hat die Operation "Red Wings" zu Grunde, über die man damals einiges lesen konnte und die nun im Mittelpunkt dieses Kriegsdramas steht. Witzig, dass Regisseur Berg erst Battleship drehen musste (Studio-Bedingung), bevor er sich an Lone Survivor machen durfte...

Wie immer, wenn Filme auf wahren Tatsachen beruhen, weiss man in etwa, wie die Dinge ausgehen. Das ist in Lone Survivor natürlich auch so, jedoch wird bereits in den ersten Filmminuten zusätzlich Spannung generiert, bevor es dann erstmal etwas ruhiger zu Werke geht. Die eigentliche Operation startet nach etwa 45 Minuten, und man mag anfänglich kaum glauben, dass da irgendetwas schieflaufen könnte. Zu gedrillt sind die Soldaten, zu konzentriert ihre Aktionen.

Als erster Darsteller wurde Mark Wahlberg (Ted) engagiert, der sich auch grad als Produzent nützlich machte. Ihm zur Seite stehen tolle Mimen wie Emile Hirsch (Into the Wild), der sich langsam von John Carter erholende Taylor Kitsch und der stets überzeugende Ben Foster (Pandorum). Dieses Viererpack schafft es, den Soldaten Tiefe zu geben und die Zuschauer zum Mitfiebern und -leiden anzuregen. Eric Bana (Star Trek) dagegen kommt zu selten zu Wort und bleibt fad.

Fazit: Natürlich ist Lone Survivor ein Kriegsfilm, der den Fokus auf das amerikanische Miliär hat. Ebenso natürlich sind die US-Soldaten im Mittelpunkt, während die Taliban hinter ihren Bärten anonym bleiben. Trotzdem überzeugt der Film in seiner Machart, der Dramatik und dem Schauspiel. Regisseur Peter Berg scheint einen guten Weg gefunden zu haben, Kriegsfilme auch fürs Mainstream-Pubilkum interessant zu machen. Hier ist es ihm jedenfalls geglückt.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 5

Ghost_Dog

Guter Film, aber i hab etwas episches wie Balck Hawk Down erwartet, leider wurde man da enttäuscht im Vergleich. Still good Entertainment, man wartet aber immer noch auf einen wirklich geilen Kriegsfilm wie BHD....

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Lone Survivor ist mal wieder so ein richtig typischer Ami Streifen. Viel Pathos, Nationalstolz, gute Amis, böse Ausländer. Aber von Peter Berg ist man sich das gewohnt.

Was den Streifen dennoch auf vier Sterne bringt ist die Machart. Die Gefechtszene sind intensiv und äusserst spektakulär. Der Streifen kann ebenfalls mühelos 2h unterhalten.

bloodout

ich war als ich hörte das mark Wahlberg die Hauptrolle spielt,etwas überrascht.da ich der Meinung war ,es gäbe 5 andere schauspieler die besser gepasst hätten.doch ich muss sagen eine solide Leistung die herr Wahlberg da abgibt.
der film ist sehr gut gelungen.er hat für mich nicht das typisch amerikanische Helden gewasch drin,sondern eine gut und solide erzählte geschichte.die mir recht realistisch rüberkam.
ich habe die englische Fassung gesehen,doch ich denke auch hierzulande,wird der film beim Publikum gut ankommen.werde ich mir sicher auf blu ray nochmals ansehen.denn bei mir kam er sehr gut an.

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