The Last Stand (2013)

The Last Stand (2013)

Oder: Don't park in the firezone!

Hei, du hast da was auf dem Shirt

Hei, du hast da was auf dem Shirt

In Las Vegas wird mitten in der Nacht eine heikle Operation durchgeführt. FBI-Agent Bannister (Forest Whitaker) will den brutalen Drogenboss Cortez (Eduardo Noriega) in einer Nacht- und Nebelaktion in ein Gefängnis verlegen, in dem ihn die Todesstrafe erwartet. Was auf dem Papier als riskante, aber kontrollierbare Situation gilt, wird in der Realität zum Fiasko. Cortez kann entkommen und macht sich im ultraschnellen Auto und mit Geisel auf den Weg nach Mexiko.

Welcome to Jackass!

Welcome to Jackass!

Im kleinen Städtchen Sommerton hat der lokale Sheriff Ray Owens (Arnold Schwarzenegger) gerade seinen freien Tag und verbringt diesen damit, seine Deputys vom Schiessen abzuhalten und in der Stadt die Leute zu verabschieden, die an ein Footballspiel reisen. Ein ruhiges Wochenende sollte bevorstehen, bis dann doch der erste Tote zu beklagen ist. Drogenboss Cortez muss auf seiner Flucht durch das Städtchen kommen und seine Schergen versuchen ihm den Weg frei zu machen. Für Sheriff Owens ist damit klar, dass er alles versuchen muss, um den Bösewicht an seinem Plan zu hindern.


Blu-ray-Rating

Der Spruch "Das Comeback des Jahres!" ziert jegliche Cover von The Last Stand. Seit Arnold Schwarzenegger das Amt des Gouverneurs von Kalifornien abgetreten hat, ist der ehemalige, muskelbepackte Actionstar bisweilen nur in Nebenrollen gesichtet worden. Dies soll sich im modernen Western von Regisseur Kim Jee-Won (I Saw The Devil) ändern: Hier sollen alle Noldi-Fans auf ihre Kosten kommen und sich nebst seinem unverkennbaren Englisch wiedermal knallharte Action reinziehen können.

Tja, Arnold betritt die trostlose Western-Szenerie bereits in der ersten Minute. Seinen grimmigen Blick hat der Österreicher immer noch drauf, sein Englisch hat sich keineswegs verbessert, dafür ist er ziemlich alt geworden. Als zentrale Figur des Filmes nimmt er's mit Gemütlichkeit und erinnert mit seiner abgelöschten Art fast ein wenig an Clint Eastwood. Seine Kameraden, darunter Zach Gilford und Luis Guzmán, erfüllen zwar ihren Zweck, sind aber sichtbar simpler gestrickt und treten gerne zur Seite, wenn der Haudegen vor die Kamera tritt. Das gilt leider auch für die Rolle von Oscar-Preisträger Forest Withaker, dessen Auftritt rein storytechnisch mehr als fragwürdig ist. Johnny Knoxville ist punkto Lächerlichkeit das Pünktchen auf dem i.

Bei The Last Stand geht man davon aus, dass das Drehbuch ebenfalls simpel gestrickt ist. Die Handlung lässt sich problemlos in drei Sätzen erklären. Das muss nicht zwingend schlecht sein, ein bisschen mehr Fleisch am Knochen hätte dem selbsternannten Actionknüller aber gut getan. Jee-Won reduziert den Film auf eine Ansammlung von Sprüchen, Slapstick-Einlagen und Geballer. Letzteres ist in der Uncut-Fassung sogar ziemlich blutig geraten. Nicht selten werden Opfer zerfetzt, oder ihre Körperteile werden durch die Luft gewirbelt. Doch auch hier wird jeglicher Funken von Ernsthaftigkeit durch den nervigen Humor gekillt. Hinzu kommt, dass Bösewicht Eduardo Noriega primär sein Faible für schnelle Autos (wo man früher Pferde einsetzte) ausleben darf. Dies ist dann auch die einzige Parallele, die zum Westerngenre gezogen werden kann. Eine wirkliche Gefahr geht vom geflohenen Sträfling nämlich nicht aus.

Fazit: Als Comeback des Jahres kann man Arnold Schwarzeneggers Auftritt in The Last Stand nun wirklich nicht bezeichnen. Der Actionfilm bietet einfach zuviel Slapstick und zu wenig Story, um süffig zu unterhalten. Einige Sprüche sind zwar nett, aber damit hat's sich auch schon. Hoffen wir, dass sich Arnold damit mal warmlaufen konnte und beim nächsten Film auf etwas mehr Originalität achtet.

Die Blu-ray besitzt eine coole, flippige Menüführung. Sobald Sprachen eingestellt sind, kommt man in den Genuss von scharfem, tadellosem Bild. Der Sound wummert in der Originalfassung sogar im 7.1 daher, ist aber auch 5.1 kompatibel. Für Hartgesottene gibt es zahlreiches Bonusmaterial: Neben gelöschten und erweiterten Szenen sind ein längeres Making-of und eine B-Roll drauf. Dazu gibt's ein Interview mit Arnie himself und Eindrücke vom Grande Finale.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

01.06.2013 / woc

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