The Last Stand (2013)

The Last Stand (2013)

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  2. 107 Minuten

Filmkritik: Welcome to Sommerton!

Hei, du hast da was auf dem Shirt
Hei, du hast da was auf dem Shirt © Rialto Film AG

In Las Vegas wird mitten in der Nacht eine heikle Operation durchgeführt. FBI-Agent Bannister (Forest Whitaker) will den brutalen Drogenboss Cortez (Eduardo Noriega) in einer Nacht- und Nebelaktion in ein Gefängnis verlegen, in dem ihn die Todesstrafe erwartet. Was auf dem Papier als riskante, aber kontrollierbare Situation gilt, wird in der Realität zum Fiasko. Cortez kann entkommen und macht sich im ultraschnellen Auto und mit Geisel auf den Weg nach Mexiko.

Welcome to Jackass!
Welcome to Jackass! © Rialto Film AG

Im kleinen Städtchen Sommerton hat der lokale Sheriff Ray Owens (Arnold Schwarzenegger) gerade seinen freien Tag und verbringt diesen damit, seine Deputys vom Schiessen abzuhalten und in der Stadt die Leute zu verabschieden, die an ein Footballspiel reisen. Ein ruhiges Wochenende sollte bevorstehen, bis dann doch der erste Tote zu beklagen ist. Drogenboss Cortez muss auf seiner Flucht durch das Städtchen kommen und seine Schergen versuchen ihm den Weg frei zu machen. Für Sheriff Owens ist damit klar, dass er alles versuchen muss, um den Bösewicht an seinem Plan zu hindern.

Wenn wir die Kurzauftritte in The Expendables 2 oder Around the World in 80 Days beiseitelassen, war Arnold Schwarzenegger seit fast zehn Jahren nicht mehr im Kino zu sehen. In der Zwischenzeit ist sein politisches Amt nicht mehr aktuell, die Familie zerrüttet und der Mann holt sich die zweite Luft. Mit The Last Stand nimmt er in Bezug auf seine Filmkarriere immerhin wieder etwas Fahrt auf.

Eins vorneweg, The Last Stand ist kein grosses Kino. Der Hauptdarsteller ist alt geworden, hangelt sich mit One-Linern durch die simple Geschichte, und die Nebenfiguren wissen oft nicht, wann es Zeit ist, mit der Blödelei aufzuhören. Zudem wird immer wieder Zeit mit irgendwelchen Dialogen vergeudet, die Primarschüler wohl besser geschrieben hätten. Spannung kommt eh kaum auf, und die vielen bekannten Schauspieler in kleinen Rollen (Forest Whitaker, Rodrigo Santoro) sind kaum mehr als Stichwortgeber.

Und trotzdem, The Last Stand hat einen unheimlich hohen Unterhaltungs- und Spassfaktor. Wenn der Terminator sich vor Schmerzen kaum regen kann, Johnny Knoxville mit der grossen Knarre auffährt und der wie immer herrliche Peter Stormare seine Klappe aufreisst, dann wird halt einfach gegrinst und gelacht. Humor und Action wird vor allem in der letzten halben Stunde en Masse geboten, wobei der Witz sich vielfach auf Arnold Schwarzenegger und seine ganz spezielle Art des Agierens und Sprechens bezieht.

Fazit: The Last Stand ist ein schöner Actionfilm geworden, der mitunter etwas gar viel Leerlauf bietet, aber immer wieder mit Witz, Klamauk und Old-School-Action aufwarten kann. Explosionen, Schiessereien, Verfolgungsjagden und Prügeleien wissen zu gefallen, so dass man schlussendlich sagen kann, zwar keinen Überfilm gesehen zu haben, aber immerhin für knapp zwei Stunden überwiegend gut unterhalten worden zu sein.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 8

woc

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yan

Asiaten machen lustige Polizisten. Irgendwie hat das auch hier was. Scheriff Ahnold, Deputys zum Kaputtlachen und auch ein CIA-FBI-weiss-ich-was-Verein, der die Sache nie in den Griff kriegt. Der Bösewicht klischeetriefend mit einer Portion Fast & Furious, damits auch mit den Zuschauer ein bisschen besser klappt und dazu viel Lärm um nichts.
Wäre der Film nicht so selbstironisch, könnte man wohl nochmals zwei Sterne abziehen, da aber der Humor stimmt und auch actiontechnisch, mehr gelacht, als gestaunt werden kann, hab ich mich doch stellenweise gut unterhalten gefühlt. Trotzdem ist Arnies Wiederbelebung alles andere als ein Meisterwerk. Geprägt von Längen, Klischees und unfreiwilliger Komik, kann man das Teil auch getrost links liegen lassen.

Murikov

Als ein grosser Fan koreanischer Machart (Stichwörter Vengeance Trilogie, JSA oder Chaser) und klassischer Arnie-Streifen, war meine Vorfreude auf The Last Stand natürlich riesig. Ein renommierter südkoreanischer Regisseur und Ahnold himself in einem Streifen? Wo gibts denn das?! 😮

Doch schon nach der ersten Hälfte (in Originalsprache, mit Ahnold-Akzent versteht sich) folgte schon etwas Ernüchterung; Arnie hat schon meilenweit bessere Sprüche von sich geben lassen (Stichwort Commando), die Action war etwas seicht, der Film voller Schleichwerbung (Chevrolet?) und die Nebendarsteller etwas unnötig (sorry Knoxville...). Bis zum Schluss wurde es auch nicht unbedingt besser. Da bietet selbst Expendables 2 schon viel mehr.

Arnie und seiner filmographischen Vergangenheit zuliebe würde ich dem Streifen gerne die volle Punktzahl verleihen. Aber das Endprodukt The Last Stand täuscht leider nicht darüber hinweg, dass wir nicht mehr in den goldenen Achtzigern leben und Ahnold auch schon etwas in die Jahre gekommen ist. Schade! 😕

5.5/10

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