Kokowääh 2 (2013)

Kokowääh 2 (2013)

  1. 122 Minuten

Filmkritik: Duschlampe? Duschlampe!

Guguseli
Guguseli © 2012 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Zwei Jahre ist es nun her, seit Henry (Til Schweiger) sich mit seiner kleinen Tochter Magdalena (Emma Schweiger) bekannt gemacht und sie in sein Leben gelassen hat. Zusammen mit Freundin Katharina (Jasmin Gerat) ist daraus eine Patchwork-Familie geworden, zu der auch immer wieder Tristan (Samuel Finz) stösst, der lange glaubte, Magdalenas leiblicher Vater zu sein.

Yo, wir schaffen das!
Yo, wir schaffen das! © 2012 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Nun aber bekommt das Familienleben Risse. Katharina ist mag nicht mehr nur auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter reduziert werden und zieht sich sich zurück, während Tristan mit seiner jungen Freundin in die Krise rasselt. Ausserdem verliebt sich die kleine Magdalena zum ersten Mal und stösst dabei ihre "beiden" Väter in Probleme, welche die Herren kaum zu bewältigen wissen. Tristan zieht zu Henry, und zusammen versuchen sie, das Chaos wieder auf die Reihe zu bringen. Dass sie dazu eine hübsche, junge Nanny einstellen, macht die Sache mit Katharina nicht einfacher...

Wenn Til Schweiger mit seiner "Barefoot"-Produktionsgesellschaft einen Film in die Kinos bringt, dann darf man sich inzwischen wundern, wie viele Male der gute Herr den gleichen Stoff noch verfilmen will. Nach den Erfolgen mit Keinohrhasen und Kokowääh wird nun genau auf der gleichen Schiene weitergefahren - ohne grosse Veränderungen an Charakteren und Geschichten, aber immer mit dem inzwischen für Kassenerfolg garantierten "Schweiger-Effekt".

So geschieht auch in Kokowääh 2 nicht wirklich viel Weltbewegendes. Jasmin Gerat zieht aus der Wohnung aus, liebt aber Til Schweiger noch. Dessen (leibliche und Film-) Tochter Emma Schweiger darf nochmals mit grossen Augen in die Kamera gucken und sich in einen Knirps verlieben, der ihr in jeder Szene die Show stiehlt, und Samuel Finz macht sich ebenso zum Kasper wie Matthias Schweighöfer. Letzterer spielt sich grad selber, da kann er kaum was falsch machen.

Dazu treffen wir in diesem zweistündigen Film erneut auf diese "Bravo-Hits-Sequenzen", in denen tolle Bilder gezeigt werden, die mit bekannten Songs aus den Hitparaden unterlegt sind. Das zieht den Film in die Länge - hier wäre die Zeit besser für Story und Charaktere genutzt worden. Aber bei dieser Art von Filmen ist das völlig schnurz. Es geht um die Unterhaltung, fertig.

Fazit: Kokowääh 2 bietet keinerlei Überraschungen, sondern genau das, was die Fans des ersten Teils erwarten: einen spitzbübischen Til Schweiger, schön in Szene gesetzte Kids, ein bisschen Herzschmerz und bekannte Gesichter, die das Kalb machen. Das muss reichen und wird es auch. Denn ohne Zweifel wird auch dieser Film sein (zahlreiches) Publikum finden.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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yan

Schweiger bleibt Schweiger. Nach dem schwachen Ausritt ins Actiongenre kehrt Til Schweiger zu dem zurück, was ihn so beliebt gemacht hat - seine kitschigen und herzigen Liebeskomödien. Kokowääh 2 ist so ziemlich alles: romantisch, kitschig, herzig, lustig, nervig, doof, unterhaltsam, langatmig, emotional oder auch ein gesunder Mischmasch zwischen Realität und Fiktion. Darum ist das Endresultat zwar immer mal wieder sehr sympathisch und gerade die Kinder machten einen tollen Job. Schweiger kann Geschichten erzählen, doch manchmal ist er zu sehr darauf fokussiert, dass ein Witz auch der Zeit entsprechend funktioniert. Viel wirkt dadurch gekünstelt oder auf cool getrimmt. Gewisse Szenen sind haarsträubend dämlich, andere wiederum tatsächlich herzerwärmend komisch. Matthias Schweighöfer, Ghetto-Tochter mit Mutter in der Drogerie und der doofe Österreicher haben dem Film in keiner Hinsicht gut getan. Emma und Til hingegen sind trotz Genuschel irgendwie immer noch sympathisch geblieben.

Zusätzlich einen grossen Pluspunkt für den sehr schön gewählten Soundtrack.

muri

Filmkritik: Duschlampe? Duschlampe!

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Trailer Deutsch, 02:50