s'chline Gspängst (2013)

s'chline Gspängst (2013)

Oder: Mir glaubed nöd a Geischter!

Mit Persil gewaschen!

Mit Persil gewaschen!

Auf Schloss Eulenstein geht der Geist (Stimme von Nadia "Nadeschkin" Sieger) um. Der ist allerdings klein, vorwitzig, aber trotzdem immer freundlich. Die nächtlichen Gespräche mit den Wandporträts gehören ebenso dazu wie die Begegnungen mit Eule Schuhu (Stimme von Emil Steinberger), die mit weisem Rat zur Seite steht. Unser Geist hat nämlich einen Wunsch: Er möchte einmal die Sonne sehen und "sein" Städtchen bei Tag erleben. Als der Uhrmacher Zifferle (Herbert Knaup) dann prompt die Stadthaus-Uhr um zwölf Stunden verstellt, erwacht das Gespenst plötzlich um zwölf Uhr mittags.

Da staunt ihr, hä!

Da staunt ihr, hä!

Nach dem ersten Schrecken macht es sich auf, die Stadt durcheinanderzubringen. Nur eine kleine Gruppe Schüler weiss, wer da genau hinter dem "schwarzen Schreck" steckt. Nun gilt es aber erst einmal, diese Kunde den Erwachsenen beizubringen, die natürlich kein Wort glauben. Und als das Gespenst sich nach dem Mond sehnt und wieder ein "Nacht-Geist" werden will, wird auch diese Herausforderung angenommen. Aber wie schafft man es, aus dem schwarzen Kerl wieder einen weissen zu machen? Und was hat der Bürgermeister (Uwe Ochsenknecht) damit zu tun?


Film-Rating

Wenn Filme aus Deutschland mit Geldern aus der Schweiz unterstützt werden, darf man davon ausgehen, dass auch eine Mundart-Version davon in die Kinos kommt. Bei S'chline Gspängst, einer Adaption von Otfried Preusslers bekannter Geschichte, ist das nicht anders. Die stimmliche Unterstützung von Legende Emil Steinberger und Nadia "Nadeschkin" Sieger macht den Film auch für die allerkleinsten Zuschauer geniessbar.

Überhaupt ist die Zielgruppe dieses Films sicherlich bei den ganz, ganz Jungen anzusiedeln. Es wird dann auch ein paar Mal im Film Slapstick präsentiert, der Geist macht Unfug (ohne jemandem wehzutun), und die deutschen Darsteller wie Uwe Ochsenknecht oder Herbert Knaup meistern ihre harmlosen Rollen. Vor allem ersterer versucht zwanghaft lustig zu sein, hat aber nebst seinem witzigen Dialekt (soll das Schwedisch-Deutsch sein?) nicht viel zu bieten. Gleiches gilt für den Rest der menschlichen Darsteller, die ohne grossen Pfupf agieren und so nicht so recht überzeugen wollen.

Natürlich steht unser Geistli im Mittelpunkt. Das wird von Nadja Sieger sympathisch gesprochen, hätte aber durchaus noch etwas frecher sein dürfen. Schade ist dafür, dass man Emil Steinberger mit der Stimme des Uhus nur eine so kleine Rolle geben konnte. Seine Stimme wäre doch prädestiniert für etwas mit mehr Schlitzohrigkeit und Sympathie. So bleibt er bei weisen Sprüchen, welche wohl an den Jüngsten wirkungslos abprallen werden.

Fazit: S'chline Gspängst ist herzig, keine Frage. Wer mit kleinen Kids ins Kino will, macht hier nichts falsch. Allerdings fehlt es dem Film deutlich an Pepp und Humor. Herzig und sympathisch allein reicht nicht.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

26.09.2013 / muri

Community:

Bewertung: 3.1 (11 Bewertungen)

 

 

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