Homefront (2013)

Homefront (2013)

Oder: Unruhe im amerikanischen Hinterland

"Bikinis and big booties - that's what it's all about."

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Phil Broker (Jason Statham) zieht mit seiner Tochter Maddy nach dem Tod seiner Frau in eine Kleinstadt fern der alten Heimat. So erhofft er sich, mit allem abzuschliessen und ein neues Leben beginnen zu können. Maddy kommt in der neuen Stadt ganz gut zurecht, ist jedoch immer wieder Opfer der Hänseleien einiger Jungs. Bei einem Streit in der Schule zeigt sie schlagkräftig, dass sie sich zur Wehr setzen kann. Leider ist der Junge der Neffe des Drogenbosses Morgan "Gator" Bodine (James Franco).

Ein richtiger Statham-Film

Ein richtiger Statham-Film

Gators drogensüchtige Schwester (Kate Bosworth) und Mutter des Jungen nimmt den Vorfall nicht auf die leichte Schulter und fordert von Gator, sich Broker vorzuknöpfen. Beim Einbruch in dessen Haus findet Gator heraus, dass Broker bei der Drogenbekämpfungsbehörde arbeitet und seine Gang einst von Broker zur Strecke gebracht wurde. Um sich an Broker zu rächen und zudem sein Drogengeschäft aufzufrischen, entführt er Maddy, um Broker unter Druck zu setzen. Allerdings hat er nicht mit Brokers Durchhaltevermögen gerechnet.


Film-Rating

In einer ruhigen Minute hat sich Sylvester Stallone einst die Zeit genommen und inspiriert durch einen Roman von Chuck Logan ein Drehbuch geschrieben. Eigentlich hatte er geplant, die Hauptrolle selbst zu übernehmen, aber zeitliche Engpässe kamen in die Quere. So hat er schliesslich bei den Dreharbeiten zu Expendables 2 seinen Freund und Kollegen Jason Statham überzeugen können, den Part des Phil Broker zu übernehmen. Unter der Regie von Gary Fleder entstand ein Film, der Statham wie auf den Leib geschrieben scheint. Die Story ist zwar nicht herausragend, aber im Endeffekt ist das egal, denn es macht wie immer Spass dabei zu sein, wenn Statham richtig aufdreht.

Mit einer unerschütterlichen Ruhe geht er wie gewohnt gegen das Böse an, zeigt sich in jedem Gerangel und jeder brenzligen Situation gewappnet und von seiner besten Seite - und geht natürlich aus jedem Kampf als Sieger hervor. Übertriebene Action steht hier nicht im Vordergrund, vielmehr sind es kurze, knackige Kämpfe. Dabei sieht man gern über einige Ungereimtheiten in der Story hinweg, denn überraschenderweise sind die Figuren dafür äusserst gut ausgearbeitet. Dass mag vor allem an der guten Besetzung liegen, zeigt doch James Franco als Gator Bodine z. B. nach Spring Breakers erneut sein Können als Drogenboss, diesmal jedoch wunderbar fies und unberechenbar. In einer Nebenrolle glänzt Kate Bosworth als drogenabhängige, abgemagerte Mutter und Schwester Gators, deren Verrücktheit der ihres Bruders in nichts nachsteht. Ein Wiedersehen gibt es zudem mit Winona Ryder in einer durchaus interessanten Rolle als Gators Freundin.

Homefront ist ein typischer Gut-gegen-Böse-Film, ein passabler Statham-Film mit geradliniger, ruhiger Erzählweise. Durch die gute Besetzung gewinnt er viel und zeigt, dass Stallone als Drehbuchautor nicht die schlechteste Wahl ist.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.0

 

12.01.2014 / jst

Community:

Bewertung: 3.5 (28 Bewertungen)

 

 

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