Furious 6 (2013)

Furious 6 (2013)

Fast & Furious 6
  1. , ,
  2. 130 Minuten

Blu-ray-Review: Die längste Startbahn der Welt

"Wer hat hier was wegen Glatzköpfe?"
"Wer hat hier was wegen Glatzköpfe?" © Universal Pictures

Seit dem Coup in Rio haben Dom Toretto (Vin Diesel) und sein Team ausgesorgt. Zwar können sie nicht mehr in die alte Heimat Los Angeles zurück, doch dafür lässt es sich nun schön an der spanischen Küste leben. Doch eines Tages steht FBI-Agent Luke Hobbs (Dwayne Johnson) bei Dom vor der Türe und bittet ihn um einen Gefallen. Der weltweit gesuchte Owen Shaw (Luke Evans) hat mit seinem Team militärisch wichtige Daten ergattert und dabei mit ihren Autos die Agenten dieser Welt alt aussehen lassen. Hobbs glaubt, dass nur Dom und seine Gang eine Chance gegen die bestens ausgerüsteten Mitglieder von Shaws Team haben. Einer dieser Mitglieder: Doms alte Flamme Letty (Michelle Rodriguez), von der alle glaubten, dass sie tot sei.

"I believe I can fly"
"I believe I can fly" © Universal Pictures

Auch wenn sein Kumpel Brian O'Connor (Paul Walker) glaubt, dass es sich bei den Beweisfotos um manipuliertes Material handelt, will sich Dom selbst davon überzeugen und fliegt nach London. Bestens ausgerüstet mit neuen und schnellen Autos kommt es zum Duell zwischen den beiden Gruppen - und auch zwischen dem früher unzertrennlichen Paar Dom und Letty.

Seit 2001 drückt Vin Diesel (mit Unterbrüchen) in der Filmreihe um Fast and the Furious auf das Gaspedal irgendwelcher Hochglanz-Autos und sorgt dabei für Action auf der Leinwand. Inzwischen macht man mit Fast and Furious 6 das halbe Dutzend voll und mit Fast and Furious 7 steht bereits der nächste Teil in den Startlöchern. Ist ein Ende in Sicht? Solange die Checks hoch genug sind und die Hauptdarsteller keine anderen Filmhits einfahren, dürfte das noch in weiter Ferne sein.

In Fast and Furious 6 wird, und das mag ein bisschen enttäuschen, nicht mehr soviel auf coole Autos und das Rasen durch die Strassen gesetzt. Zwar gibt es nach wie vor eine solche Szene zu begutachten, aber der Fokus ist klar auf Action gelegt. Insbesondere auf die von Michelle Rodriguez verkörperte "Letty", die man schliesslich von der dunklen Seite zurück in die Familie holen will. Da muss auch Dwayne "The Rock" Johnson hintenanstehen, obwohl es für ihn natürlich auch was Grosses zu verprügeln gibt.

Die Story wird rasant vorgetragen, hat aber mit einigen Hängern zu kämpfen. Die Frische, die uns damals bei Fast Five so gefallen hat, geht etwas abhanden und wird zu Gunsten einer nicht enden wollenden Flugzeug-Startbahn in den Hintergrund gestellt. Überhaupt, es ist alles grösser, schneller, weiter, was uns hier präsentiert wird. Realismus darf man nicht mehr erwarten, dafür explodierende Panzer oder die Jungs, wie sie von Auto zu Auto springen... Während dieses natürlich Vollgas fährt, logisch.

Fazit: Fast and Furious 6 ist beileibe nicht etwa schlecht oder blöd geworden. Es macht die Filmreihe aber zum No-Brainer, den man sich zwischen Cola und Popcorn genüsslich anschauen mag. Um was es geht, ist nebensächlich. Hauptsache es tätscht an allen Enden. Und wer am Schluss noch etwas geduldig ist, bekommt sogar noch einen Vorgeschmack auf Fast and Furious 7.

Natürlich machen solche Filme in entsprechender Ton- und Bildqualität grad nochmals eine Runde mehr Spass. Fast and Furious 6 bietet hier glänzenden Ton und natürlich herrliche Bilder. Im Bonusmaterial lohnen sich natürlich der Audiokommentar von Regisseur Justin Lin sowie die Features über die Dreharbeiten, die Kämpfe und die Stunts auf der Strasse. Das dazugehörige Making-of rundet die interessanten Berichte ab.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 10

db

Am Anfang war die Fast & Furious Serie einfach eine Ansammlung aus netten Autos, ein paar Kernigen Typen und schnellen Rennen. Dies wäre nichts Spezielles, wenn das Ensemble um Vin Diesel nicht so gut Funktioniert und man sich ausnahmsweise wirklich für die Charaktere in einem Actionfilm interessiert hätte. Mit Teil 2 kündigte sich der Totalabsturz an und mit Tokyo Drift war die Talsole erreicht. Erst als im vierten Teil wieder das alte Ensemble versammelte, erinnerte man sich, warum die Serie so gut funktionierte und lieferte dann den sehr gelungenen Fast Five ab.

Nach dem Tod von Paul Walker schaut man diese Filme natürlich anders an und nachdem ich den sechsten Teil gesehen habe, muss ich sagen, so schliesst man eine Saga ab. Die über die verschiedenen Filme ausgelegten Storybögen wurden sauber abgeschlossen, die Familie ist wieder zusammen und letztendlich kann man über die Serie vieles sagen, letztendlich ist die das wichtigste.

Deshalb schaue ich mal über die wirklich gesuchte Story hinweg, den blassen und motivlosen Gegenspieler sowie natürlich das unsauber inszenierte Finale. All dies ist Background-Noise welche dient, die verschiedenen Charktere wieder zusammen zu bringen und mit den inneren Dämonen fertig zu werden.

Fazit: Als stand-alone Film wäre das nix, Story zu verworren und als Neueinsteiger wird man kaum in den Film finden. Doch wenn man die ganze Saga am Stück durchsieht, fügt sich Fast 6 sehr gut in den ganzen Storybogen ein, der im ersten Teil angefangen hat. Von dem her sind es 4 Sterne im Kontext und wohl sehr knappe 3 ohne.

muri

Blu-ray-Review: Die längste Startbahn der Welt

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Nachdem eher überraschend guten fünften Teil wieder ein Rückschritt. Fast 6 belagert mit seinen etlichen Logikfehler die Zuschauer so sehr, dass es mit der Zeit einfach nervt. The Rock kann seine Figur kaum stereotypischer spielen. Habe mich eigentlich bei jedem seiner Auftritte kaputtgelacht. Naja sonst für hirnlose Unterhaltung und genug Autocrashs reicht es noch für drei Sterne.

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