Fünf Freunde 2 (2013)

Fünf Freunde 2 (2013)

Oder: Die Schatzhöhle

"Mir sind mit em Velo da!"

"Mir sind mit em Velo da!"

Endlich Sommerferien. Für die fünf Freunde George (Valeria Eisenbart), Julian (Quirin Oettl), Dick (Justus Schlingensiepen), Anne (Neele-Marie Nickel) und Hund Timmy bedeutet dies, dass es endlich zum Zeltausflug ins berüchtigte Katzenmoor geht. Dort soll es nämlich mal einen Meisterdieb gegeben haben, der sich selbst die Schwarze Katze nannte. Dieser kämpfte für das Gute und verwahrte im 19. Jahrhundert im Auftrag der Kirche einen grünen Smaragd vor deren Feinden. Der wertvolle Stein ist bis heute nicht mehr aufgetaucht.

Die Socke des Todes

Die Socke des Todes

Dies wissen auch die Gauner Fil (Oliver Korittke) und Max (Stefan Konarske). Die beiden Fieslinge wissen aber, wie sie dem Schatz näherkommen. Der junge Hardy (Kristo Ferkic) soll ein Nachkomme der schwarzen Katze sein, und so glauben die zwei nicht ganz so hellen Bösewichte, dass dieser Hinweise hat. Also wird eine Entführung geplant, die jedoch wegen einer Verwechslung damit endet, dass Dick in die Hände von Fil und Max gerät. Seine Freunde beginnen daraufhin ihn zu suchen und kommen dabei auch dem Geheimnis der Schwarzen Katze immer näher.


Film-Rating

Das Finden eines lange verborgenen Schatzes: der Stoff von vielen Jugendbüchern. Abenteuer erleben, Gefahren bestehen und am Ende durch Zusammenhalt ans Ziel kommen. Nach diesem Muster halten es auch die Fünf Freunde in ihrem zweiten Leinwandauftritt. Wie schon der erste Teil richtet sich auch dieser exklusiv an das jüngere Publikum mit allen Zutaten, welche Kiddies so lustig finden - die Bandbreite reicht von lauten Fürzen bis zu stinkenden Socken.

Wieso auch etwas anders machen, wenn der Erstling schon über eine Million Zuschauer in die deutschen Kinos lockte? "Never change a winning film" hiess die Devise, und so lassen sich alle Kritikpunkte des ersten Teils auch auf die Fortsetzung übertragen. Spannung und Humor gibt es nur für die Kleinen, während die Erwachsenen etwas Freude gegen das Ende bekommen, wenn Erinnerungen an Indiana Jones wach werden.

Bei so viel Abenteuer verwundert es jedoch, dass das Drehbuch noch Platz fand, eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung einzubauen. Mehr schlecht als recht ist diese aber in die Geschichte integriert, und man hätte sie auch gleich streichen können. Es scheint ein Thema der heutigen Jugend zu sein, dass die Eltern kaum noch für einen Zeit haben. Doch dies bremst den unschuldigen Spass ungemein und macht den Eindruck, als gehöre es zu einem anderen Film. Das Gleiche lässt sich auch über das Finale im Zirkus sagen, das versucht, nach dem Showdown noch einen draufzusetzen, und einfach unnötig ist. Aus anderen Filmen wurde übrigens auch der Soundtrack zusammengesucht, der aus Marvin Gayes "Stand by Me", "Follow Me" von Uncle Cracker und dem Theme von Mission: Impossible besteht. Hat da jemand alte Bravo Hits ausgegraben?

Fazit: Auch in ihrem zweiten Kinoabenteuer gefallen die Fünf Freunde über manche Strecken. Doch immer wieder gibt es peinliche Aufreger und Kinderdarsteller, die nicht wirklich überzeugend sind und so wirken, als würden sie ihre Texte vom Teleprompter ablesen. Es kamen schon deutlich schwächere Kinderfilme aus deutschen Landen zu uns, doch auch dieser hält den Anforderungen eines vom amerikanischen Film verwöhnten Publikums nicht stand.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

30.01.2013 / crs

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