Frozen (2013)

Frozen (2013)

Die Eiskönigin - Völlig unverfroren
  1. , ,
  2. 108 Minuten

Blu-ray-Review: All you need is love

Magscht du mal an meinem Rüebli knabbern?
Magscht du mal an meinem Rüebli knabbern? © Disney

Im kleinen Königreich Arendelle leben zwei Schwestern, die sich über alles lieben und jede freie Minute miteinander verbringen. Bei einem Spiel passiert das Unglück: Elsa (Stimme von Idina Menzel), die ältere der beiden und künftige Königin, kann Eis und Kälte beherrschen und verletzt ihre Schwester Anna (Stimme von Kristen Bell). Das lässt dem Königspaar keine andere Wahl, als die Schwestern zu trennen, damit Elsa keinen Schaden mehr anrichten kann.

Juhee, juhee, ich mach Schnee!
Juhee, juhee, ich mach Schnee! © Disney

Jahre später steht die Krönungszeremonie von Elsa vor der Türe und die Welt kommt zu Besuch. Als sie ihre Kräfte nicht kontrollieren kann, überzieht Elsa das Königreich mit Eis und Schnee und flüchtet in die Berge. Schwester Anna macht sich auf die Suche und bekommt dabei Unterstützung vom Eislieferanten Kristoff (Stimme von Jonathan Groff), dessen Rentier Sven und einem Schneemann namens Olaf (Stimme von Josh Grad). Dieses Abenteuer wird nicht nur über die Zukunft des Königreiches entscheiden, sondern auch über diejenige der fröhlichen Anna.

Wenn man den Namen Disney hört, denkt man als Erstes an die unzähligen erfolgreichen und ans Herz gehenden Zeichentrickfilme, die über Jahrzehnte das Genre dominierten. Wenn es um computeranimierte Produktionen geht, greift das hauseigene Animationsstudio Disneys erst seit ein paar Jahren nach den Sternen. Nach der Wiedereröffnung des Studios 2007 schlich sich Disney langsam zurück an die Spitze. Mit The Princess and the Frog bewies man Mut und kehrte erfolgreich zum traditionellen Zeichentrickfilm zurück. Mit Bolt, Meet the Robinsons, Tangled und Wreck-it Ralph liess man sich auch mit rein computeranimierten Filmen nicht lumpen und sahnte anständig ab. Das neuste Kapitel aus hauseigener Produktion heisst Frozen, welches den Oscar für 'Best Animated Feature' gewann und den finanziell mit Abstand lukrativsten Film des Walt Disney Animation Studios darstellt.

Der lose auf dem Märchen 'Die Schneekönigin', von Hans Christian Andersen basierende Frozen hat den Triumph auch redlich verdient. Nostalgisch und erfrischend zugleich, ist das Werk von Jennifer Lee und Chris Buck ein fantastisches Filmerlebnis für Gross und Klein. Wer aber mit der Disneyschen Magie nichts am Hut hat, wird auch hier seine Mühe haben. Viel Gesang, viel Herz und eine schöne Portion Kitsch umgeben eine an sich ziemlich typische Geschichte, die auch kaum innovative Figuren vorzuweisen hat. Wirklich hervorzuheben ist dann auch mehr die Qualität des Filmes. Wunderschön gesungene Songs, zuckersüsse Animationen und ein vorzüglicher Mix aus konventionellem Plot, modernen Slapstickelementen und witzigen Sprüchen machen aus Frozen einen abwechslungsreichen Spass der eisigen Art.

Das Bild der Blu-ray ist umwerfend. Die gestochen scharfen Animationen kommen perfekt zur Geltung und verwandeln das Wohnzimmer in eine prächtige Eislandschaft. Ob in der synchronisierten deutschen Fassung oder im englischen Original, der Ton rauscht im bombastischen 7.1. Surround aus den Boxen und erfüllt die Gehörgänge mit hervorragender Qualität. Weniger überzeugend ist der Ton in den leiseren Momenten, wo man die Lautstärke das eine oder andere Mal deutlich heraufschrauben muss.

Das Bonusmaterial der geprüften 2D-Blu-ray sieht eigentlich ganz ansprechend aus, bietet inhaltlich aber eindeutig zu wenig. Der oscarnominierte Kurzfilm 'Get a Horse', der bereits als Vorfilm in den Kinos lief, ist zwar ohne Zweifel ein kleines Meisterwerk, doch ansonsten ist nur wenig Interessantes in den Extras zu finden. Immerhin wird hinter den Kulissen gesungen und getanzt, die Regisseure geben ein paar kurze Inputs zur Geschichte Andersens und ein paar aus genannten Gründen entfernte Szenen sind ebenfalls abrufbar. Nützliche Hintergrundinfos zur Produktion, Specials oder Interviews mit den Sprechern sucht man vergeblich. Stattdessen darf man sich gefühlte 50 Musikclips zu 'Let it Go' ansehen.

/ yan

Kommentare Total: 5

sj

Tolle Songs, schöne Charaktere, etwas simple und oftmals fragwürdige Story und leider nicht immer liebevoll animiert. Eine knappe 4.

greedo

ja, es wird zu viel gesungen. rapunzel hatte die bessere mischung und die besseren lieder (ausser vielleicht elsa beim erbauen des eisschlosses, sehr guter song).
die geschichte ist sehr gekünstelt. warum dies, warum das habe ich mich immer wieder gefragt. olaf ist cool. keine frage. animation ist top. für mich zu wenig für eine besserer wertung.

yan

Blu-ray-Review: All you need is love

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