Finsterworld (2013)

Schnöslige Nerds in Aktion

Der Fusspfleger Claude (Michael Maertens) besticht einen Polizisten mit Fusscrème, um einer Verkehrsbusse zu entkommen. Der Polizist hüpft nachts aus der Uniform und in ein Plüschbärenkostüm. Seine Freundin Franziska (Sandra Hüller) verzweifelt an ihrer Doku, weil der Protagonist einfach ein stinknormaler Langweiler ist. Lehrer Nickel (Christoph Bach) muss mit seiner Klasse ins KZ. Den Schülern der Privatschule ist nicht nach Kollektivschuld zumute, während das Ehepaar Sandberg in einer Nazi-Karre durch Deutschland fährt. Derweil kümmert sich ein Einsiedler (Johannes Krisch) um einen verletzten Vogel im Wald.


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3.5 Sterne 

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Film-Informationen

Drehort: Deutschland 2013
Genre: Drama
Laufzeit: 91 Minuten

Kinostart: 20.03.2014
Verleih: Spot On

Regie: Frauke Finsterwalder
Drehbuch: Frauke Finsterwalder, Christian Kracht
Musik: Michaela Melian

Darsteller: Christoph Bach, Margit Carstensen, Jakub Gierszal, Corinna Harfouch, Sandra Hüller, Carla Juri, Michael Kranz, Johannes Krisch, Sarah Mathilda Libbertz, Michael Maertens, Dieter Meier, Max Pellny, Leonard Scheicher, Bernhard Schütz, Ronald Zehrfeld

» The Internet Movie database (IMDb)


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2 Kommentare

Es ist unglaublich schwierig den Film von Frauke Finsterwalder in ein Genre zu pressen. Ist es ein Drama, ein Episodenfilm, eine schwarze Komödie? So ein bisschen von allem. Während man sich zu Beginn noch fragt, wie die ganzen Figuren miteinander in Verbindung stehen, versteht man nach einiger Zeit die verwandtschaftlichen und bekanntschaftlichen Verhältnisse. Einzig der Einsiedler passt nicht so wirklich ins Bild. Warum er im Wald lebt, wird genauso wenig erläutert, wie die Tatsache, wer denn seine Hütte verwüstet hat. Oder in welchem Zusammenhang er überhaupt mit den restlichen Figuren steht. Das ist etwas schade, weil Finsterworld definitiv ein Ensemblefilm ist, dessen Charaktere nur in ihrer Gesamtheit gut zusammen wirken. Die Figuren selbst sind teilweise ein bisschen zu stereotypisch wie z.B. die reichen Eltern, die ihren Spross jahrelang verwöhnt haben. Das fällt wegen dem fantastischen Drehbuch von Finsterwalder und Christian Kracht aber selten auf. Durch die vielen Episoden, die gut miteinander verknüpft sind, wird es auch niemals langweilig. Davon abgesehen ist dieser Film zu loben, weil er mal KEIN Historienfilm und KEINE Komödie ist, von denen das deutsche Kino üblicherweise überschwemmt wird.

Skuriler Film made in Germany (4.5/6)

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