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The Fifth Estate (2013)

Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt

Die Zukunft des Kinos...

Es ist Ende 2007, als Daniel Domscheit-Berg (Daniel Brühl) zum ersten Mal auf Julian Assange (Benedict Cumberbatch) trifft. Die beiden Computerspezialisten haben sich schon seit längerer Zeit online ausgetauscht, doch erst an einer Messe an einem kalten Winterabend in Berlin treten sie sich persönlich gegenüber. Daniel ist begeistert von den Fertigkeiten Assanges und dessen Ziel, mit der Plattform Wikileaks anonyme geheime Informationen zu veröffentlichen, um politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Korruption und Verbrechen aufzuklären. So wird ihr erster Coup die Blossstellung der Schweizer Bank Julius Bär, welche über die Jahre ihren Kunden half, ihre Vermögen am Fiskus vorbeizubringen.


Unsere Kritiken

3.0 Sterne 

» Filmkritik


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Film-Informationen

Deutscher Titel: Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt
Französischer Titel: Le cinquième pouvoir

Drehorte: USA, Belgien 2013
Genres: Biografie, Drama, Thriller
Laufzeit: 128 Minuten

Kinostart: 31.10.2013
Verleih: Ascot Elite

Regie: Bill Condon
Drehbuch: Daniel Domscheit-Berg, David Leigh, Luke Harding, Josh Singer
Musik: Carter Burwell

Darsteller: Peter Capaldi, David Thewlis, Anatole Taubman, Alexander Beyer, Philip Bretherton, Dan Stevens, Daniel Brühl, Benedict Cumberbatch, Jamie Blackley, Ludger Pistor, Alicia Vikander, Michael Kranz, Christin Nichols, Christoph Franken, Ben Rook, Lucinda Raikes, Marleen Lohse, Sylvia Rohrer, Michael Culkin, Axel Milberg

» The Internet Movie database (IMDb)


Kommentare zum Film

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3 Kommentare

Da hat sich Regisseur Bill Condon was vorgenommen. Eine Geschichte über Wikileaks ist immer etwas heikel, weil es viele Quellen gibt, die alle etwas Widersprüchliches sagen. Condon gelingt es gleichzeitig Sympathie für Assange und Berg zu entwickeln, aber auch Verständnis für die Haltung der US-Regierung. Allerdings muss man sich hier fragen, ob das nicht ein bisschen zu viel des Guten ist. Die Figuren der US-Geheimdienstler, verkörpert von Laura Linney und Stanley Tucci, sind zwar gut gespielt, aber eigentlich unnötig für den Verlauf der Handlung. Aber das ist nicht das einzige Problem. Die Optik der Chatprotokolle ist nicht immer konsistent. Das mag daran liegen, dass viele Chatnachrichten nachträglich nochmal ins Deutsche übersetzt und in den Film eingefügt wurden, aber da kann man doch trotzdem auf die gleiche Schriftart und -farbe achten. Gut umgesetzt war die Idee den Chat als Grossraumbüro-Setting anzulegen. Allerdings fragt man sich auch hier, warum das dann nicht konsequent durchgezogen wurde und alle Chatprotokolle im Grossraumbüro besprochen werden (dann hätte man auch keine Probleme mit den Chatprotokollen gehabt). Wenn man sich schon ein bisschen mit der Materie befasst hat, und z.B. schon Daniel Domscheit-Bergs Buch gelesen hat, wird feststellen, dass der Film weitesgehend akurat die Fakten wiedergibt (Daniels halbfertiges Wikileaks-Tattoo, Daniels Manipulation der Kopierer, Julian flippt aus als Daniel in der Presse als Mitbegründer von Wikileaks bezeichnet wird...). Auffällig ist die Szene, in der Daniel suspendiert wird; sie fand damals in einem Chat statt und nicht in den Redaktionsräumen des Guardian. Trotzdem ist die Idee, diesen Dialog aus dem stillen Chat in den hektischen Redaktionsalltag zu bringen, gar nicht schlecht. Allerdings hätte man dann den kompletten Chatwechsel ins Drehbuch übernehmen sollen und nicht nur "Du bist supendiert".

Benedict Cumberbatch und Daniel Brühl sind zu jedem Zeitpunkt glaubhaft und überzeugen in ihren Rollen. Egal ob verrückte Tanzszene oder Reden vor grossem Publikum, Benedict und Daniel stecken alle in die Tasche. Allerdings bekommt man den Eindruck, dass auch viel von der Energie der Beiden bei der Synchronisation verloren ging. Richtig gut ist dann noch das grosse Schlussinterview, in welchem der Film aus der Sicht von Assange bewertet wird. Benedict Cumberbatch hatte vor den Dreharbeiten Kontakt mit Assange aufgenommen um sich mit ihm zu treffen. Julian Assange hatte ihm einen Brief zukommen lassen, in dem er seine Abneigung gegen den Film kundtat, und ein Treffen ablehnte. Alle Argumente von Assange wurden daraus nochmal zitiert, was dem Film eine selbstreflexive Note verleiht.

Tolle Geschichte; gute Ansätze, aber nicht alle gut umgesetzt (4/6)

Ich hab nach dem spannenden Trailer das Buch von Daniel Domscheit-Berg gelesen und fand es total interessant. Bin wirklich gespannt auf den Film.

» Filmkritik: The Whistleblower Network