Evil Dead (2013)

Evil Dead (2013)

  1. 91 Minuten

DVD-Review: Lesen verboten!

Was machst du da?
Was machst du da? © 2012 Sony Pictures Releasing GmbH

Mia (Jane Levy) hat eine düstere Zeit hinter sich. Wüste Erinnerungen an die Mutter, die in der Psychiatrie gestorben ist, haben sie in den Drogensumpf getrieben, und aus diesem konnte sie sich auch nach mehreren Versuchen nicht befreien. Nun, nachdem sie bereits einmal beinahe an einer Überdosis gestorben ist, versucht sie es erneut mit einem Kaltentzug. Dafür zieht sie sich mit ihrem Bruder David (Shiloh Fernandez), dessen Freundin Natalie (Elizabeth Blackmore) sowie Olivia (Jessica Lucas) und Eric (Lou Taylor Pucci) in eine abgelegene Hütte im Wald zurück und schwört dort den Drogen ab. Sie will endlich ein neues Leben beginnen.

Permanent Rasur!
Permanent Rasur! © 2012 Sony Pictures Releasing GmbH

Doch der Weg dahin ist lang, und bereits nach wenigen Stunden zeigt sich die hässliche Fratze des kalten Entzuges. Besonders ein penetranter Geruch nach Aas macht Mia beinahe wahnsinnig, doch ihre Freunde riechen nichts davon. Schliesslich finden sie die Ursache des Gestankes im Keller, denn da hat jemand viele Tiere und andere Kreaturen verbrannt und aufgehängt. Sie untersuchen die Stätte des Schreckens und finden ein in Plastik und Stacheldraht eingewickeltes Buch. Später am Abend kann Eric schliesslich seine Neugier nicht mehr zügeln und liest nach langem Suchen ein paar Zeilen aus dem Buch laut vor. Dies ist ein schwerer Fehler, denn mit diesen Zeilen haben sie einen gesichtslosen Schrecken auf sie aufmerksam gemacht und der Alptraum beginnt.

Lang, lang ist's her, als Regisseur Sam Raimi und Produzent Rob Tapert zusammen mit Schauspielkollege Bruce Campbell den Anfang einer Horror-Reihe schufen, die zum Kult werden sollte. Damals war The Evil Dead eine Billigproduktion, die mit ihrer Brutalität und dem Horror schnell Fans fand. Nun, über zwanzig Jahre und zwei Sequels später, gibt es eine Neufassung. Evil Dead muss sich dabei vor dem Original in keinster Weise verstecken. Im Gegenteil, schon lange hat man keine solch blutige und brutale Metzelei im Mainstream-Kino gesehen.

Inhaltlich wird das Rad zwar nicht neu erfunden, jedoch bietet Evil Dead "handgemachte" Effekte, viel Grusel, knarrende Genicke und einen Blutregen, den es sich anzuschauen lohnt. Dass dabei die Darsteller etwas untergehen und es nicht schaffen, eine Verbindung zu den Zuschauern herzustellen, sei ihnen verziehen. Es kann halt nicht jeder eine Figur wie "Ash" sein. Dieser kommt übrigens im Film nicht vor, jedoch kriegt er einen groovigen Moment nach dem Abspann.

Fazit: Evil Dead ist brutal, dunkel, düster und blutig. Genau so muss er auch sein, denn das unterscheidet ihn von anderen Produktionen, die den Weg ins Kinoprogramm nicht geschafft haben und irgendwo in der DVD-Ecke versauern. Hier wird die Metzelei zelebriert, und auch wenn einzelne Szenen hart an der Grenze des guten Geschmacks sind, so ergeben sie im Gesamten ein gelungenes Remake. Da dürfte wohl noch der eine oder andere Teil folgen.

Evil Dead kommt glücklicherweise in der Uncut-Kinofassung, die nicht mit den Brutalitäten spart. In gut abgemischtem Ton und sauberem Bild werden die Sauereien präsentiert und bleiben auch bei den dunklen Szenen immer klar. Als Bonusmaterial hat man drei Features auf die Disc gepackt, die in unter zehn Minuten über die Schwierigkeiten des Drehs, die Mühen des Regisseurs und die Filmfigur Mia berichten. Letztere wird via "Diary" ausführlicher betrachtet.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 18

muri

DVD-Review: Lesen verboten!

woc

Toller, wirklich mal wieder beinharter Horrorknaller. Da hat's genug vom Original, eine nette Neuinterpretation der Story, viel Style und Szenen, die an die Schmerzgrenze gehen. Alles wird mit einer gewissen Ironie verziert. Groovy! 😄

RandyMeeks

Was mich einfach bei jedem Horrorfilm stört, sind die unlogischen Handlungen der Charaktere!
Hier in diesem Film ist mir das besonders störend aufgefallen...

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Die Tusse die zur Besessen in den Keller runter geht,
Man kriecht auf der Flucht in einen engen Kaninchenbau,
die Kettensäge lassen wir unter dem Auto an,
der ignorante Alpha, der nicht auf den Kerl mit dem Durchblick hört,

Und auch sonst haben mich diverse Szenen gestört.
Als kleines Beispiel, die Nagelpistolen-Szene, wo sie zig Nägel in den armen Kerl reinjagt, danach mit dem Brecheisen noch ein paar Mal auf ihn einprügelt und sein Freund, der ewig braucht um eine Schrotflinte - welche praktisch vor ihm liegt - in die Hand zu nehmen und ihm zu helfen.

Ich war etwas enttäuscht vom Film an die Originalen kommt er bei Weitem nicht....

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