Escape from Planet Earth (2013)

Nix wie weg - vom Planeten Erde

Escape from Planet Earth (2013) Nix wie weg - vom Planeten Erde

Oder: Herzlich Willkommen!

Im All hört dich keiner schreien

Im All hört dich keiner schreien

Scorch Supernova ist der grösste Held des Planeten Baab. Seine Missionen sind spektakulär, und er erledigt sie jeweils auch in extremster Gefahr mit der nötigen Coolness und einem Lächeln auf den Lippen. Unterstützt (und geführt) wird er von seinem Bruder Gary, der in der Mission-Control sitzt und Scorch mehr als einmal den Hintern rettet. Den Applaus aber holt sich der grosse Held natürlich immer selber ab.

Stillgestanden!

Stillgestanden!

Nun steht die nächste Mission an. Ein Hilferuf vom dunklen Planeten (Erde), von dem noch nie jemand zurückgekehrt ist, will beantwortet werden. Scorch macht sich auf die Reise und gerät schon bald in die Hände eines skrupellosen Erden-Generals, der ihn auf Area 51 festhält. Für Gary heisst das nun, dass er über seinen Schatten springen muss, wenn er seinen Bruder wiedersehen will. Er macht sich auf die Reise ins Ungewisse, nicht wissend, dass er geradewegs in eine Falle läuft. Denn dort, in Area 51, sitzen zwar noch andere Aliens, aber die Hintermänner dieser Verschwörung lernt unser Brüderpaar auf die unliebsame Tour kennen.


Film-Rating

Bob und Harvey Weinstein sind einflussreiche Produzenten in Hollywood. Nicht nur haben sie ihre Finger in Blockbustern wie The Butler oder Django: Unchained drin, sondern auch in kleineren Produktionen wie Escape from Planet Earth. Dieser Animationsfilm ist eine kanadisch-amerikanische Koproduktion. Sie konnte letztes Jahr an den US-Kinokassen ihre Produktionskosten locker wieder einspielen, wurde aber nicht zum ganz grossen Saison-Hit.

Die Story hat dabei durchaus Potenzial für einen Lacherfolg. Die Aliens sind witzig animiert, und wenn solche Figuren auf die Erde kommen und mit den dortigen Gepflogenheiten umgehen müssen, kann das recht heiter werden. Leider beschränkt sich Escape from Planet Earth auf ein Minimum an Interaktion mit Erdlingen, sondern verschiebt die Story bald in die Tiefen von Area 51. Dort lungern zwar diverse Aliens rum, jedoch schafft es keine der Figuren, auch nur den Hauch von Sympathie zu schaffen, und die Witzchen prallen am Zuschauer ab. Ausserdem plätschert die Geschichte nach rasantem Start enttäuschend öde vor sich hin und setzt Sitzfleisch des Zuschauers voraus.

Stimmlich hat man für die Produktion einiges an Star-Material aufgefahren. Im Original sprechen beispielsweise Brendan Fraser, Jessica Alba oder Sarah Jessica Parker die verschiedenen Figuren. Die beste Rolle hat sich aber Komiker Ricky Gervais geschnappt, der den Bordcomputer "Mr. James Bing" spricht. Leider kommen seine sarkastischen Kommentare viel zu selten vor und dürften ausserdem die Zielgruppe nicht optimal treffen. Aber mehr von solchen frechen Sprüchen vermisst man definitiv. Diesbezüglich setzen die Macher auf familientaugliche Unterhaltung, die mit zunehmender Dauer uninteressanter wird.

Fazit: Escape from Planet Earth tönt lustig und abenteuerlich, entpuppt sich aber als Animationsfilm, dem nach der Hälfte der Spielzeit die Luft ausgeht: zu wenig frech, zu anständig und schlussendlich nicht wirklich interessant. Aus der Story hätte man viel mehr rausholen müssen. Schon nur der Plot, dass uns Aliens besuchen und nicht wissen, wie man sich hier benimmt, hätte eigentlich Potenzial für einen Kracher gehabt. Diese Chance wurde hier vergeigt.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.5

 

19.03.2014 / muri

Community:

Bewertung: 2.7 (9 Bewertungen)

 

 

» Deine Wertung?

Kommentare:

2 Kommentare