Don Jon (2013)

Rot wie die Liebe?

Jon Martellos (Joseph Gordon-Levitt) Leben folgt einem immer gleichen Muster. Tagsüber ist er im Fitnessstudio, nachmittags bei seinen Eltern zum Essen und abends trifft er sich mit Kumpels im immer gleichen Club, um Frauen aufzureissen. An einem Sonntag kommt noch ein Kirchenbesuch mit der gesamten Familie dazu. Jons Markenzeichen ist es, den Club nie ohne eine hübsche Frau zu verlassen, die er für ein nettes Abenteuer mit nach Hause nimmt. Doch seine wahre Leidenschaft ist eine ganz andere: Er ist pornosüchtig, besser gesagt Internetpornosüchtig. Da kommt er locker schon mal auf 35 benutzte Taschentücher in der Woche, die ihm eine Sonntagsbeichte wert sind. Erst als er die hübsche Barbara (Scarlett Johansson) kennenlernt, scheint er von seinen Mustern abzuweichen.


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3.0 Sterne 

» Filmkritik


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Film-Informationen

Drehort: USA 2013
Genres: Komödie, Drama, Romanze
Laufzeit: 90 Minuten

Kinostart: 07.11.2013
Verleih: Ascot Elite

Regie: Joseph Gordon-Levitt
Drehbuch: Joseph Gordon-Levitt
Musik: Nathan Johnson

Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Scarlett Johansson, Julianne Moore, Tony Danza, Glenne Headly, Brie Larson, Rob Brown, Jeremy Luke, Paul Ben-Victor, Italia Ricci, Lindsey Broad, Amanda Perez, Sarah Dumont, Sloane Avery, Loanne Bishop, Arin Babaian, Arielle Reitsma, Rizwan Manji, Eva Mah, Nina Agdal

» The Internet Movie database (IMDb)


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5 Kommentare

Eins vorne weg. Der Film ist mutig. verglichen mit den vielen amerikanischen sex-komödien, die letzten Endes in prüderie und peinlichem Humor ersticken ist DON JON eine sexuelle Revolution. Die Hauptfigur ist ein Bilderbuch-Macho sondergleichen und weil man Gordon-Levitt eigentlich mag, ist es auch schwierig ihn ganz zu hassen. hiervon einen symphatie-träger zu machen, ist sicher keine leichte sache und doch ist dies dem Regisseur/Schauspieler gelungen. Leicht ist es nicht, den Film zu mögen, irgendwie scheint hier vieles nicht am platz zu sein und schafft es trotzdem, zwischen Klischees eine gewisse originalität zu bieten. Der WANDEL der Hauptfigur ist zu schnell vollzogen, wie viele bemängeln und das empfand ich auch so. Das ist definitiv ein Mangelpunkt. Der Film lässt sich im ersten Teil zuviel Zeit und nach der x-ten Laptop-Masturbation wird's auch etwas gar langweilig. Das Drehbuch bietet viele gute Momente, die dann leider zu wenig ausgebaut werden. Manchmal flackert eine Tiefgründigkeit auf, die dann sofort wieder erlischt. und die mehr als zufällig als gewollt erscheint. Ich hätt mir mehr solcher Momente gewünscht. Herrlich der Gegenpart von Scarlett, die als Barbara der Gegenpol von Don ist, aber völlig übertrieben ins Gegenteilige, dass es wiederum schmerzt. Ich sehe viel Potential in diesen Figuren und die Thematik der Pornosucht ist sicher kein leichtes Gebiet, doch wird es mir zu oft als lustiges mittel eingesetzt, was nicht ganz passend erscheint.

3,5 sterne (für ein regiedebüt runde ich schon mal auf eine 4 auf)

Der Film bietet gerade in der ersten Hälfte einige herrliche Lacher. Grandios ist etwa, wie Jon seine Vater unsers und Ave Marias, die er jeweils nach der sonntäglichen Beichte aufgetragen erhält, während seinen Klimmzügen und Hantel-Übungen im Fitnesscenter "abarbeitet". Wie "Don Jon" etliche Klischees bedient und dabei köstlich übertreibt, macht grossen Spass. Gegen Ende wird der Wandel der Hauptfigur aber etwas gar rasch vollzogen. Wäre dieser Teil noch etwas ausgebaut worden, hätte der Film, was den ernsten Teil anbelangt, deutlich dazugewonnen.

Das Ende ist für vielen zu abrupt, ok, doch das beweist eben dass er nie langweilig wird. Ich fand ihn eigentlich saugut. Wie Joseph Gordon-Levitt der Italiener abgibt fand ich klasse. Vielleicht weil ich selber Italiener bin, vielleicht aber weil ich mich selbst in gewissen Momenten erinnert habe. Jedenfalls ist er die Sichtung wert und ich warte gespannt auf den nächsten Film vom Gordon-Levitt.

Ganz lustig und herrlich unverkrampft, jedoch mit einem zu schnell abgehandelten Ende. Heimlicher Star: Brie Larson als Schwester, die immer am Natel hängt und kaum spricht.

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