A Good Day to Die Hard (2013)

Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben

A Good Day to Die Hard (2013) Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben

Oder: Wenn der Vater mit dem Sohne....

Nach getaner Arbeit

Nach getaner Arbeit

New York Detective John McClane (Bruce Willis) hat nicht nur eine Tochter, sondern auch einen Sohn. Der heisst Jack (Jai Courtney), lebt in Moskau und ist nicht gut auf seinen Vater zu sprechen. Da sich der alte Herr aber Sorgen macht, fliegt er rüber und steht Sohnemann schon bald gegenüber. Dieser ist inzwischen CIA-Agent geworden, arbeitet undercover und hat sich einen Russen namens Komarov (Sebastian Koch) geschnappt, den es zu beschützen gibt. Der Mann hat nämlich Beweise, welche den amtierenden Regierungschef Russlands, einen üblen Burschen, stürzen können.

Und jetzt Papi?

Und jetzt Papi?

Wie es nicht anders zu erwarten ist, wird das Treffen zwischen Vater und Sohn turbulent. Denn nicht nur wird der in die Jahre gekommene Detective in ein brandgefährliches Abenteuer gezogen, sondern auch der bewachte Russe kommt abhanden. Dazwischen wird halb Moskau in Schutt und Asche gelegt, denn wenn zwei der Sorte McClane miteinander auf die Pirsch gehen, dann haben die bösen Buben gar nichts mehr zu lachen.


Film-Rating

Seit 1988 hat Bruce Willis seine Paraderolle. Der Cop im Unterhemd, immer einen Spruch auf Lager, die Kanone im Anschlag und Spass am Fluchen liegt ihm seit Die Hard. Inzwischen hat man die Filmserie gemolken und drei weitere Teile gewinnbringend und erfolgreich in die Kinos gebracht. Darum ist es klar, dass auch A Good Day to Die Hard auf dieser Schiene weiterfährt. Oder weiterfahren soll. Denn nach dem Schauen des (kurzen) Films bleibt der Zuschauer mit sehr gemischten Gefühlen zurück.

Eins vorneweg. Gegen den Jungspund Jai Courtney besteht Bruce Willis in jeder Situation. Er spielt den Filmsohn an die Wand, auch wenn er dafür nur schmunzeln oder süffisant in die Kamera lächeln muss. Die Fans wissen Bescheid, "ihr" John McClane hat immer einen Plan, auch wenn dieser wie meistens daraus besteht, mit geladenen Waffen in ein Gebäude zu stürmen und alles niederzuballern. Auch kann McClane von Hochhäusern springen, und es knorzt danach höchstens beim Jüngling ein bisschen.

Bruce Willis gibt uns also den Standard-McClane, während Jai Courtney hoffentlich die Serie nicht ganz alleine übernehmen wird. Dafür ist sein Charakter zu uninteressant und er als Darsteller mit zu wenig Charisma ausgestattet. In A Good Day to Die Hard kommt, neben vielen russischen Bösewichten, auch der Deutsche Sebastian Koch vor. Seine Darstellung ist passabel, sein Russisch imponierend, aber so richtig gefordert wird auch er nicht. Dafür ist die ganze Geschichte zu sehr auf Abbruch ausgerichtet. Die eigentliche Story ist somit nur als Überleitung zwischen den Explosionen zu gebrauchen.

Fazit: Es tut schon ein bisschen weh, aber A Good Day to Die Hard ist mit Abstand der schwächste Film der Die Hard-Reihe. Es fehlt an Witz, an Schwung und an McClane-Momenten. Zwar darf dieser sein "Schweinebacke" an den Mann bringen, aber sonst geht's hauptsächlich darum, Gebäude, Autos, Helikopter und Russen so explosiv wie möglich auseinanderzunehmen. Inhaltlich Gugus, optisch ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei. Extrem schade!


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

14.02.2013 / muri

Community:

Bewertung: 2.9 (73 Bewertungen)

 

 

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