After Earth (2013)

After Earth (2013)

Oder: Seriously?

Take a knee!

Take a knee!

Vor 1000 Jahren musste die Menschheit der Erde den Rücken kehren. Der Planet Nova Prime ermöglicht ein Leben wie auf der Erde, beherbergt aber neben den Menschen auch eine bösartige Alienrasse. Der legendäre General Cypher Raige (Will Smith) ist der Alienkiller schlechthin. Seine Familie sieht er nur selten, und vor allem sein Sohn Kitai (Jaden Smith) leidet unter der Vernachlässigung. Der Teenager mit dem grossen Selbstvertrauen ist gerade durch die Ranger-Prüfung geflogen und möchte die Peinlichkeit nur ungern seinem Vater mitteilen.

Lola rennt...

Lola rennt...

Nach einem Streit am Esstisch entscheidet sich Cypher, seinen Sohn mit auf die nächste Reise zu nehmen, um sich so mehr um ihn zu kümmern. Nach einem Zwischenfall im All wird ihr Schiff schwer beschädigt und stürzt auf die Erde. Ausser dem ernsthaft verletzten Cypher und Sohnemann Kitai gibt es keine Überlebende. Um die Rettungsaktion einzuleiten, liegt es nun an Kitai, schnellstmöglich das Gelände zu erkunden und den anderen Teil des Raumschiffs zu finden. Doch die Erde ist kein ungefährlicher Ort. Der Sauerstoffgehalt in der Luft ist für Menschen zu gering, und die Tiere sind längst nicht mehr so freundlich, wie wir sie in Erinnerung haben.


DVD-Rating

Lieber M. Night Shyamalan,

Du warst mal so cool. Du hast uns mit deinem Regiedebüt The Sixth Sense das Fürchten gelehrt und uns bewiesen, dass man mit geilen Twists ein ganzes Kinopublikum buchstäblich auf den Kopf stellen kann. Man hat dich als den neuen Hitchcock bezeichnet. Nur leider begann von da an der Fall: Obwohl uns Jahre später The Village noch einigermassen begeistert hat, wir deinen Auftritt bei Lady in the Water schmerzlichst ignoriert und die Grundidee von The Happening akzeptiert haben, wurden dir von den Produzenten und Studios die Hände gebunden. Das Twist-Prinzip wurde zur Lachnummer. Bei Devil liess man dich gar nicht mehr auf den Regiestuhl und jetzt bei After Earth erscheint dein Name erst in den Schlusscredits.

Das Sci-Fi-Drama, in dem Will Smith und sein Sohn Jaden krampfhaft versuchen, deine philosophisch angehauchte Studie über Angst sinnvoll zu verkörpern, ist einfach eine Lachnummer und enttäuscht von A bis Z. Dabei hatten wir gehofft, dass, wenn du wieder einmal einen Film schreiben und auch noch Regie führen darfst, du deine volle Kreativität ausschöpfst. Da die Smiths allesamt als Produzenten agieren, waren dir wohl auch hier wieder die Hände gebunden. Schade. After Earth bietet weder tolle Effekte, noch eine tolle Story oder tolle Dialoge und ist auch kein Werbefilm für Scientology. Die Message dahinter hätte man in einem Kurzfilm für viel weniger Geld produzieren können.

Wir hoffen sehr, lieber M. Night, dass du wieder zu deinen Wurzeln zurückkehrst und dem Kinopublikum zeigst, was in dir steckt. Es braucht keine Raumschiffe oder Aliens oder die Natur, die uns Menschen an den Kragen will. Im Ansatz sind deine Filme nämlich nie sinnloses Hollywoodkino, sondern humane und mehrschichtige Geschichten. Aber irgendetwas geht immer schief und mittlerweile ist unser Vertrauen arg angeknackst. Bei After Earth können wir leider nicht wortlos wegschauen, hier müssen wir handeln und dir nur einen einzigen Stern als Bewertung abgeben.

Beste Grüsse,
Ein enttäuschter Fan

P.S.: Die DVD bietet ein scharfes Bild. Auch der Sound kommt sowohl in der Original- wie auch in der Synchro-Fassung gut rüber. Im Bonusmaterial finden sich ein paar Featurettes, die einen Blick hinter die Kulissen geben.


OutNow.CH:

Bewertung: 1.0

 

14.09.2013 / woc

Community:

Bewertung: 2.5 (56 Bewertungen)

 

 

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