Wrong Turn 5: Bloodlines (2012)

Wrong Turn 5: Bloodlines (2012)

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  2. 87 Minuten

DVD-Review: Schmatz Mampf Gudi Gudi

Brenzlige Situation
Brenzlige Situation © Studio / Produzent

Endlich ist es soweit. In einem kleinen Städtchen in West Virginia findet ein Festival statt, an dem viel musiziert, gesoffen und geraucht wird. Sex darf ebenso wenig fehlen wie die vielen Gruselmasken, mit denen man gerne den einen oder anderen erschreckt. So macht sich auch eine Gruppe Jugendlicher auf, um so richtig die Sau rauszulassen. Dummerweise fahren sie auf dem Weg zum Festival einen Mann über den Haufen, der sich als Maynard (Doug Bradley) entpuppt. Zum Glück taucht sofort die Polizei auf und nimmt alle in Gewahrsam. Die Warnungen von Maynard, dass seine menschenfressenden Kinder bald kommen und sie alle holen werden, ignoriert man natürlich.

Fuck you, I'm beautiful!
Fuck you, I'm beautiful! © Studio / Produzent

Da die ganze (wirklich die ganze!) Stadt am Festival ist, sind die Strassen leer und somit eine schöne Einladung für die "Familie". Die kommt in Form von One-Eye, Two-Fingers und Saw Tooth schon bald angefräst und veranstaltet ein Gemetzel. Denn bis sie ihren "Vater" endlich aus der Zelle geholt haben, sind noch einige Cops zu killen, und die zufälligerweise anwesenden Jugendlichen nimmt man als Vorspeise auch grad mit.

Seit Wrong Turn 2003 veröffentlicht wurde, kriegen wir alle paar Jahre die Erlebnisse junger Menschen präsentiert, die sich mit monströsen Hillbilly-Kannibalen rumschlagen müssen und reihenweise abgeschlachtet werden. Allerdings wurde diese Reihe mit jedem zusätzlichen Teil etwas magerer und vorhersehbarer. Daran ändert sich auch mit dem fünften Aufguss namens Wrong Turn 5: Bloodlines nichts.

Die Bösewichte sind inzwischen auf einem Niveau angekommen, wo man nur noch müde lächelt, wenn ein solcher Menschenfresser auftaucht. Das ewige Gegrinse des einen, das tumbe Gegrunze der anderen - es nervt. Da hilft es auch nicht, wenn Hände abgetrennt werden, das Blut in Fontänen rumspritzt und man mit dem Rasenmäher Jagd auf Opfer macht. Irgendwie hat die Serie mit diesem fünften Teil jeglichen Unterhaltungswert verloren. Nicht, dass der jemals richtig hoch gewesen wäre, nun ist aber gut mit diesem Quark.

Die Darsteller machen genau das, was sie tun müssen. Die Opfer schreien und kreischen, während die Bösen grinsend die Motorsäge anwerfen. So richtig "warm" wird man weder mit den einen noch den anderen. Dafür sind die Charaktere schlichtweg zu langweilig und uninteressant. Immerhin haben die drei Kannibalen Wiedererkennungswert. Das ist aber auch schon alles.

Fazit: Wrong Turn 5: Bloodlines ist wahrscheinlich noch nicht das Letzte, was man von dieser Serie gesehen haben dürfte. Allerdings ist dieser Teil weder interessant noch spannend und schon gar nicht mehr gruselig. Dafür sind die Bilder zu dunkel, die Figuren zu einfältig, und mit spritzendem Blut holt man auch niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Schade.

Die vorliegende Uncut-DVD bietet solide Bild- und Tonqualität, ist aber in den einzelnen Sequenzen etwas gar dunkel, so das man mitunter nicht viel von dem Gemetzel mitbekommt. Als Extras wurden kurze Features über die Hintergründe der Figuren oder die Dreharbeiten produziert. Ein bisschen interessanter ist das Videotagebuch des Regisseurs, auch wenn man von dieser Sorte sicher schon informativere Exemplare gesehen hat.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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