The Tower - Ta-weo (2012)

The Tower - Ta-weo (2012)

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  2. 121 Minuten

Blu-ray-Review: Alles heiss oder was?

Wasserrutsche extrem
Wasserrutsche extrem © Studio / Produzent

In Seoul stehen zwei riesige Wolkenratzer: einer mit Blick auf die Stadt ("City View"), der andere in Richtung Fluss ("River View"). In diesen Giganten steht eine grosse Weihnachtsfeier an, und einer der Verantwortlichen lässt es sogar schneien. Kinder, Familien und Freunde sind Zeugen von Feuerwerk und Kunstschnee, als einer der Helikopter - eben denen mit der weissen Pracht - ins Schliddern gerät und mit dem zweiten kollidiert. Beide Flieger krachen in die Hochhäuser und verursachen Feuer, Explosionen und natürlich auch jede Menge Panik.

Woooo ist meine Bratwurst!
Woooo ist meine Bratwurst! © Studio / Produzent

Das Feuer hoch oben verbreitet sich rasant, der Weg nach unten ist versperrt. Der Manager des Hauses und ein Feuerwehrmann, der eigentlich heimgeschickt wurde, um Heiligabend mit seiner Frau zu verbringen, sind die einzigen, die annähernd wissen, wie man sich in einer solchen Situation zu verhalten hat. Die Massenpanik wird schlimmer, die Rettung scheint aussichtslos. Nur da oben, über die Glasbrücke, hätte man eine Chance, den brennenden Turm lebend zu verlassen. Aber was passiert, wenn das Glas bricht?

1974 wurden in The Towering Inferno Stars wie Steve McQueen oder Paul Newman durch die Feuerhölle gejagt. In Backdraft kämpften Robert De Niro und Kurt Russell gegen das Feuer. Und nun kommt eine aufgemotzte Version eines Katastrophenfilms direkt aus Südkorea. The Tower bietet Abbruchkino der spektakulären Art und panische Massenszenen auf kleinstem Raum.

Die Story ist einfach. Man albert erstmal gut eine halbe Stunde rum, stellt ein paar Protagonisten vor (Mädchen, unsympathische Hexe mit Hund, Koch, etc.) und lässt dann den Helikopter ins Haus knallen. Von da an wird's spektakulär und intensiv. Die Bildsprache ist toll, die Action ebenso, und wenn die einzelnen Figuren dann ins Gras beissen müssen (ja, es überleben im Fall nicht alle, ist ja nicht Hollywood...), dann stockt einem schon kurz der Atem vor dem Bildschirm.

Asiatische Filme haben vielfach mit den Figuren zu kämpfen. Auch wenn einzelne Charaktere anfänglich vorgestellt werden, schafft es kaum einer, wirklich im Gedächnis zu bleiben. So kann man keine Bindung zu den Gesichtern aufbauen, und schliesslich muss man sich stets fragen, was das jetzt für einer war, der da in die Tiefe gestürzt ist...

Fazit: Jaja, in The Tower wird einiges an Feuer und Explosionen geboten. Ein waschechter Katastrophenfilm, in dem viel geschrien und gerannt wird. Witz und Tiefe sucht man vergebens, aber wenn auf dem Blu-ray-Cover schon ein Hochhaus in Flammen steht, dann weiss man, was geboten werden wird.

Leider hat man auf der Blu-ray aufs Bonusmaterial verzichtet und bietet nur ein paar Trailers an. Dafür macht The Tower technisch eine richtig gute Falle. Der Ton ist bombastisch und stark abgemischt. Das Bild dürfte mitunter etwas heller sein, aber wenn rundherum das Haus auseinanderfällt, dann hapert's halt auch mit dem Licht...

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

yan

Wie so oft bei asiatischen Filmen, weiss man auch bei The Tower nicht so genau, wie ernst man diese schön inszenierte Katastrophe nehmen soll. Denn neben vielen sehr emotionalen Momenten, gibt es die typisch dämlichen Dialoge, die einfach absolut nicht ins Gesamtbild des Filmes passen. Ansonsten ist das südkoreanische Katastrophendrama aber sehenswert. Die Spannung lässt nicht lange auf sich warten und gewisse Szenen sind besser, als in jeder noch so überteuerten Hollywoodproduktion.

muri

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