Syngué sabour, pierre de patience (2012)

Syngué sabour, pierre de patience (2012)

Stein der Geduld

Eine junge Mutter lebt mit ihren zwei Töchtern in einer Stadt in Afghanistan. Am liebsten würde sie das Gebiet so schnell wie möglich verlassen, doch dafür müsste sie ihren komatösen Ehemann zurücklassen. So bleibt sie bei ihm und erzählt ihm auch ihre Sorgen und Hoffnungen.

Regie
Darsteller
, , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Genre
,
Laufzeit
102 Minuten
Produktion
, , , 2012
Kinostart
, , - Verleiher: Filmcoopi
Links
IMDb, TMDb
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Trailer Originalversion, mit deutschen und französischen Untertitel, 01:56

Der komatöse Therapeut

Eine junge Mutter lebt mit ihren zwei Töchtern in einer Stadt in Afghanistan. Am liebsten würde sie das Gebiet so schnell wie möglich verlassen, doch dafür müsste sie ihren komatösen Ehemann zurücklassen. So bleibt sie bei ihm und erzählt ihm auch ihre Sorgen und Hoffnungen.

Kommentare Total: 2

El Chupanebrey

Wäre der Film nach 30 Minuten zu Ende, hätte ich meinen Film des Jahres wohl gefunden. Mit unglaublicher Wucht wird hier eine surrealistisch-beklemmende Atmosphäre heraufbeschworen, die ans Kunstkino der frühen Sechziger erinnert - Bergman (The Silence!), Antonioni, Tarkovsky, Buñuel (das Drehbuch wurde ja von Jean-Claude Carrière, u.a. Autor von Belle de Jour und Le charme discret de la bourgeoisie, mitverfasst) -, die den Schrecken des Krieges fast greifbar macht. Unterstützt wird das Ganze von der grandiosen Kamera und Max Richters stimmigem Soundtrack.

Dann aber verheddert sich der Film in seinem eigenen Plot; fast hat man das Gefühl, Regisseur Atiq Rahimi überliess Carrière das erste Drittel des Drehbuchs, nur um dann selber mit der Adaption seines eigenen Romans fortzufahren. Was folgt, sind oft zähe 65 Minuten, die gestelzt inszeniert und viel zu vorhersehbar sind. Anfangs ist The Patience Stone faszinierendes radikales Arthouse-Kino, das sich als beschauliches Weltkino tarnt; dann wird die Angelegenheit tatsächlich zu allzu beschaulichem Weltkino. Sehr, sehr schade.

3.5

Ums "mathematisch" zu begründen: 6 Sterne fürs erste Drittel, irgendwo zwischen 2.5 und 3 für die restlichen zwei.

crs

Filmkritik: Der komatöse Therapeut

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